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Multi-cache

Der Untergang von Stetten

A cache by Rotenberg Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 9/1/2013
In Baden-Württemberg, Germany
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size: small (small)

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Geocache Description:

Dieser Multicache wurde aus Anlass des Tages des offenen Denkmals am 8. September 2013 erstellt. Wie schön, dass es Denkmäler gibt, die immer geöffnet sind!

Weil man aber nur sieht, was man weiß, bietet der Heimatverein Kernen im Remstal am Tag des offenen Denkmals zwei „Um- und Untergänge“ an (Erklärung an Station 9): einen in Stetten und einen in „Rom“ (GC4EVKM). Dabei gehen wir – im wahrsten Sinne des Wortes - bis an die Grenzen der Gemeinde. Das Thema lautet: Kleindenkmäler. Die Wanderung führt uns von Stetten durch die Weinberge bis hoch an den Waldrand im Osten und wieder zurück in den Ort (ca. 5 km, rund 100 Höhenmeter).

Mit Hilfe dieses Multicaches könnt Ihr auch nach dem 8. September jederzeit die Strecke abwandern und hoffentlich viel Neues über den alten Weinort Stetten im Remstal erfahren. Viel Spaß beim „Untergang“ von Stetten!

Start und Parkplätze: an der Alten Schule, Kirchstraße
N 48° 47.419 E 9° 20.538


Als das Alte Schulhaus 1907 (s.a. Inschrift am ehemaligen Eingang an der Ostseite) erbaut wurde, reichten seine sechs Klassenräume noch für sämtliche Stettener Schülerinnen und Schüler aus. Für die Baby-Boomer wurde Ende der Sechziger Jahre die Karl-Mauch-Schule als Grund- und Hauptschule nur wenige hundert Meter entfernt in der für die damalige Zeit typischen Sichtbetonweise erbaut. Heute gehen die meisten Stettener Kinder nach Rommelshausen, Waiblingen, Fellbach oder Schmiden auf weiterführende Schulen. Für die Kleineren wurde das Alte Schulhaus bis 2012 zu einem Kinderhaus umgebaut, mit außenliegendem Fluchttreppenturm, Ganztagsbetreuung und einem modernen Spielplatz, der sich zum Haldenbach hin öffnet.





Station 1: Gedenkstein für die Opfer der Euthanasie
N 48° 47.536 E 9° 20.492


Von der Alten Schule laufen wir entlang der Kirchstraße nach Norden bis zum Kreisverkehr gegenüber dem in Eigenregie von einem in den 90er Jahren gegründeten Verein mit 1300 Mitgliedern betriebenen „Bädle“, von dort den Schlossberg hinauf bis zur Pforte der Diakonie. Die ehemalige „Heil- und Pflegeanstalt Stetten i.R.“ besteht seit 1864 in diesem Schloss. Im Jahr 1875 war Hermann Hesse hier einige Monate wegen „Gemütsstörungen“ untergebracht.

Ein dunkles Kapitel in der Geschichte der „Anstalt“ (wie die Einheimischen immer noch sagen) ist die Deportation sogenannten „lebensunwerten Lebens“ während des Nationalsozialismus. Die „Grauen Busse“ holten über 300 Bewohner der Behinderteneinrichtung ab und brachten sie nach Grafeneck, wo sie sofort nach ihrer Ankunft getötet wurden. Den Angehörigen bescheinigte man eine "natürliche" Todesursache.

Auf den drei Blöcken des Denkmals sind die Namen aller Ermordeten genannt. Das Kreuz ist als Sühnekreuz gestaltet. Bei einer Kunstaktion im November 2011 wurde in der Kirchstraße in Stetten für jeden Deportierten ein Stuhl aufgestellt, für den Stettener Einwohner „Hussen“ (Stoffüberzüge) mit Namen und Daten künstlerisch gestalteten. Heute erinnern außerdem drei Stolpersteine in Stetten an weitere Opfer des Nationalsozialismus.



Frage: Wann wurden die Bewohner der Anstalt ermordet? Die 3. Ziffer der Jahreszahl sei A.



Station 2: Brunnen im Schlosshof
N 48° 47.507 E 9° 20.476


Der gusseiserne Brunnen aus dem 19. Jahrhundert stand früher in der Stuttgarter Neckarstraße und war vermutlich eine Schenkung des Königs. Die ältesten Gebäudeteile der Schlossanlage wurden von den Herren von Stetten, den Truchsessen des Herzogs von Württemberg, erbaut. Später gehörte die Anlage zum Besitz der Reichsritterfamilie Thumb von Neuburg. Das Kernstück des Schlosses, der Bonn‘sche Bau, wurde im 16. Jahrhundert umgebaut, ebenso der Liebenstein‘sche Bau, in dem sich der Sommersaal befindet. 1666 ging das Schloss samt der Herrschaft mit den Orten Stetten, Lobenrot, Schanbach und Aichelberg in die Hände der Herzöge von Württemberg über. Von 1712 bis 1731 gehörten Schloss und Dorf der "regierenden Mätresse" des Herzogs Eberhard Ludwig von Württemberg, der die Ideale des Barock auslebte und das Land hoch verschuldete. Wilhelmine von Grävenitz war für ihre rauschenden Feste in den Schlossanlagen bekannt. Mit ihrem Gefolge feierten Herzog und Mätresse einmal sieben Wochen lang am Stück. Dabei sollen 20.000 Liter "Stettener" den Weg allen Weines geflossen sein.



Frage: In welchem Jahr wurde der Brunnen gegossen? Die Quersumme sei B.



Station 3: Gasthausschild des Hotel-Restaurants „Zur Linde“
N 48° 47.394 E 9° 20.536


Wir gehen nach Süden durch den Torbogen des Schlosses die Treppe hinunter in den Schlosspark und finden auf der linken Seite den Mauerdurchlass in die Seedammstraße. Dort halten wir uns rechts, und schon sehen wir im Osten den Minimal-Kreisverkehr südlich der Alten Schule. Dort befindet sich das Gasthaus zur Linde. Deren prächtiges Aushängeschild ist neueren Datums und zeigt u.a. heraldische Symbole.

Exkurs: In Stetten gibt es ungewöhnlich viele und teilweise hervorragende Gaststätten - gutbürgerliche wie der „Ochsen“, der „Hirsch“, die „Linde“, das „Krebenstüble“, der „Guglhupf“, der „Weinbergtreff“ oder die Vereinsgaststätte des Turnvereins (die nach dem Brand der Turnhalle im Jahre 1973 noch jahrzehntelang unter dem Spitznamen „Brandschuppen“ zu leiden hatte). Sie haben in den letzten Jahrzehnten Konkurrenz durch die Pizzeria „Trulli“ und die Griechen „Syrtaki“ und „Malathounis“ bekommen, wobei letzterer im Jahre 2011 vom Schlemmer-Atlas zum „Besten ausländischen Restaurant Deutschlands“ gekürt wurde.

Bis weit in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es bei sehr viel geringerer Einwohnerzahl noch weit mehr Gasthöfe: den „Löwen“, den „Adler“, die „Krone“, den „Pfeffer“, das „Rössle“, das „Fässle“ und das „Lamm“, das nach seiner Aufgabe noch einige Jahre als Jugendzentrum genutzt wurde.

Hinzu kommen mehrere Vereinsgaststätten, die meist nur am Wochenende betrieben werden, und sechs „Besenwirtschaften“, in denen die Wengerter einige Wochen im Jahr ihren eigenen Wein zusammen mit kleinen hausgemachten Speisen anbieten. Da Stetten bis zum Ende des 20. Jahrhunderts noch sehr landwirtschaftlich geprägt war, gibt es hier außerdem die Besonderheit der inoffiziellen Kneipen, wo sich die Bauern und Wengerter täglich treffen und ihr Vesper und Trinken selber mitbringen. Die Namen dieser Treffpunkte sind oft selbsterklärend: „Theas Waschküche“, das „Café Mehlsack“ in der alten Seemühle, das Gartengrundstück „Zu den Drei Tannen“ oder der „Goldene Rechen“, ein Geräteschuppen oberhalb der Esslinger Straße. Mit dem Tod der jeweiligen Betreiber verschwindet diese alte Tradition mehr und mehr, auch weil viele Stettener nur noch im Nebenerwerb Landwirtschaft betreiben und tagsüber auswärts arbeiten.

Heutzutage trifft man sich abends in den Boizen „Haase“ oder „Schreibe“ und holt sich beim Türken einen Döner oder beim Inder ein Curry.



Frage: Wie viele Tiere sind auf dem Aushängeschild der Linde (hier im Hintergrund) zu sehen? Die Anzahl der Tiere sei C.



Station 4: Hausportal des Gasthofs „Zum Ochsen“
mit Pilastergliederung, Oberlicht und Volutengiebel mit einer Inschriftenkartusche
N 48° 47.358 E 9° 20.508


Der Gasthof zum Ochsen ist vermutlich die ehemalige Herberge der Herren von Stetten. Das barocke Gebäude, das unter Denkmalschutz steht, wurde 1769 umgebaut. Zeitweise gehörte es dem 1740 geborenen Johann David Lausterer und seiner Frau Catharina Barbara, geborene Currle, die auch den Bierkeller in der Steigstraße (s. a. Multicache Historischer Ortsrundgang Stetten im Remstal) bauten. Seit 1905 ist das Gasthaus im Besitz der Familie Schlegel. In den 1990er Jahren wurde die Außenfassade des Hauses restauriert.

Nicht nur in Stetten war es früher üblich, dem Namen der Ehefrau ein „-in“ oder „-en“ anzuhängen: z.B. Barbara Laustererin, Dorodea Enßleren (an Station 12). Das hat sich in der Dorfsprache teilweise bis heute erhalten.



Frage: Was möge Gott über dieses Haus ausschütten?

Seinen Segen D = 3
Seinen Seegen D = 5
Seine Sägen D = 6



Station 5: Ostportal der evangelischen Dorfkirche St. Maria und St. Veit
N 48° 47.323 E 9° 20.503


Die Kirche wird zum ersten Mal im Jahre 1349 urkundlich erwähnt. Ursprünglich war sie eine romanische Marienkapelle. Die "Herren von Stetten" machten später ihren Familienpatron St. Veit zum Kirchenheiligen. Bis 1482 war die Gemeinde Stetten ein Filial der Pfarrkirche von Beutelsbach.

1488 stiftete Hans von Stetten der hiesigen Kirche einen wertvollen gotischen Flügelaltar. Heute ist er im Landesmuseum Württemberg im Alten Schloss in Stuttgart zu besichtigen.

Die alte Kirche wurde mit Ausnahme des Kirchturms 1698 abgebrochen. Die Herzoginwitwe Magdalena Sibylla ließ dann das Kirchenschiff in doppelter Größe neu erbauen. Die Kirche wurde zum letzten Mal 2010 außen und soll im kommenden Jahr innen renoviert werden. 1996 erhielt die Kirchengemeinde nach langer Zeit wieder eine neue Pfeifenorgel. Sie hat 21 Register mit 1380 Pfeifen und wurde von Michael Kreisz in Oppelsbohm gebaut.

Eine umfängliche Renovierung des Kirchturmes (Fassade, Treppenaufgang, Glockenstuhl sowie eine Reparatur der ältesten Glocke) wurde 1998 durchgeführt. Das derzeitige Geläute besteht aus vier Glocken, auf die Töne fis-a-h-d gestimmt. Sie wurden 1494, 1948 und 1951 gegossen.

Seit September 2002 befindet sich im Glockenturm ein Kirchturm-Museum. Bei einer Führung (sonntags, 11.30h) können der Turm, seine derzeitige Technik sowie historische Fundstücke aus der Kirche und dem Turm besichtigt werden.



Frage: Die Kirche selbst ist wesentlich älter, aber von wann stammt die Inschrift über dem Ostportal? Die Quersumme davon sei E.



Station 6: Eckeingang zum ehemaligen Kolonialwarengeschäft
N 48° 47.313 E 9° 20.516


Hier sehen wir die baldachinartige Überdachung des über Eck gelegenen früheren Eingangs. Der Zugang wurde Anfang der 70er Jahre in einen Anbau verlegt, der alte Zugang zugemauert und die Staffel abgebrochen. Heute, im Zeitalter der Megamärkte und Discounter auf der „grünen Wiese“, kann man sich gar nicht mehr vorstellen, dass es in Stetten trotz geringerer Einwohnerzahl noch in den 60er, 70er Jahren sechs (wenn auch kleine) Vollsortimenter-Supermärkte (darunter das genossenschaftliche Milchhäusle) und zusätzlich einige Gemüseläden gab, dazu zwei Drogerien in Privatbesitz. Neu ist heute, dass viele Stettener Landwirte unbesetzte Verkaufsstände vor ihrem Haus unterhalten, an denen man gegen Geldeinwurf auf Vertrauensbasis rund um die Uhr lokale Produkte kaufen kann.



Frage: Wann hat sich Karl Bäder hier verewigt? Die Quersumme dieser Jahreszahl sei F.



Station 7: Verfallene Trockenmauern
N 48° 47.288 E 9° 20.699


Früher gab es solche Trockenmauern überall im vorderen Remstal. Die Mauern sind Wasser- und Wärmespeicher und tragen zum speziellen „Bodagfährtle“ der Weine bei. Zur besseren maschinellen Bearbeitung der Weinberge wurden in den 70er Jahren im Rahmen von Rebflurbereinigungen fast alle Wengertmauern abgeräumt.

Heute sind die alten Wengertmauern im Remstal nur noch in Stetten rund um die Yburg zu finden. Eine Projektgruppe des Vereins „Allmende“ veranstaltet Seminare, bei denen man die uralte Kulturtechnik des Trockenmauerbaus wiedererlernen kann.



Schätzfrage: Welchen Zeitaufwand erfordert das Brechen, Bearbeiten, Transportieren und Verbauen eines einzigen Steines für eine Trockenmauer?

eine Stunde G = 4
einen Vormittag G = 17
ein Tagwerk G = 34




Station 8: Ehemaliger Standort der Lindhaldenkelter
N 48° 47.363 E 9°20.864


Nun geht es sehr steil „d'Schdoig“ hinauf. Oben, auf dem Absatz des Schilfsandsteins, hat man eine schöne Aussicht auf den alten Ortskern von Stetten. Nun noch um die Kurve: hier im Gewann Sonnenberg steht ein Erinnerungsstein, der auf den früheren Standort der Lindhaldenkelter hinweist.

Schon im Jahr 1443 werden in einem Kaufvertrag drei Stettener Keltern erwähnt: die Lindhaldenkelter, die Kelter zu den Herdern und die Gehrnkelter, 1487 kommt die Hohe Kelter hinzu. Am 17. Juni 1664 ordnet der Herzog von Württemberg an, dass die Glockenkelter und die Hardtkelter sofort in Ordnung zu bringen seien. Im Jahre 1737 waren die Keltern wiederum durch Sturmwind und Erdbeben ruiniert, aber es fehlte an Geld, sie reparieren zu lassen.

1931 wurde die heute noch benutzte Genossenschaftskelter gebaut und dafür die Hohe Kelter an der Straße nach Esslingen abgebrochen. Die Glockenkelter diente jahrzehntelang als Notunterkunft, Lagerhalle und Bauhof und drohte zu verfallen, bis sie 2012 in neuem Glanz als außergewöhnlicher Veranstaltungsort erstand.



Frage: Wann wurde die Lindhaldenkelter abgebrochen? Die Quersumme dieser Jahreszahl sei H.



Station 9: Diverse Grenzsteine am Kammerforst
N 48°47.000 E 9°20.900 bis N 48°46.840 E 9°20.636


Wir folgen der Straße weiter um die Kurve und nehmen den 3. Abzweig nach links. Nach knapp 100 m führt links eine Naturtreppe zum Aussichtspunkt „Sieben Linden“ auf dem Kieselsandsteinabsatz. Vom Bänkle hat man u.a. eine schöne Aussicht nach Osten ins Remstal.

Es geht weiter hinauf bis zum Waldrand, dort halten wir uns rechts und gehen auf der Straße in südlicher Richtung. Dies ist die Grenze zum Gebiet des Kammerforstes, wovon mehrere sehr gut erhaltene Grenzsteine direkt an der Straße künden. Der Kammerforst war ehemals herzoglicher Besitz; das Betreten war den Bürgern verboten, so durften sie dort weder jagen noch z.B. Holz oder Bucheckern sammeln. Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts tauschte die Gemeinde den Kammerforst vom Herzog von Württemberg gegen ein anderes Waldstück ein.

Ein Grenzstein (auch Abmarkung, Markstein oder Bannstein) ist eine übliche Kennzeichnung von Grenzpunkten (Eckpunkten, Knickpunkten oder Knotenpunkten) einer Gemeindegrenze zu einer Nachbarkommune. Grenzsteine können mit so genannten „unterirdischen Sicherungen“, „Untervermarkungen“ oder „Zeugen“ versehen sein. Durch die Rebflurbereinigung, Erdbewegungen oder auch Diebstahl sind leider viele historische Grenzsteine verlorengegangen.

Warum waren Grenzsteine so wichtig?

In der Zeit vor der computergestützten Landvermessung musste das Gebiet einer Gemeinde durch Grenzsteine sichtbar für alle Bewohner sein und von Generation zu Generation weiter überliefert werden. Die sogenannten „Untergänger“ (auch Steinsetzer genannt) kannten neben den Markungsgrenzsteinen (zur Nachbarkommune), den Grenzsteinen (zur Nachbarschaft) auch die Zehntsteine, die die Flächen unterschiedlicher Herrschaftsabgaben kennzeichneten. Sie waren mit den Gegebenheiten des Fleckens bestens vertraut und deshalb als Schiedsperson und Sachverständige sehr wichtig. Daneben waren sie u. a. auch für die Aussteinung der Wege oder aber für den richtigen Zeitpunkt der Ernte verantwortlich. Die Verstöße gegen bestimmte Regeln des Dorfes, die Erhaltung und Erneuerung der Grenzsteine oblag schon seit dem 14. Jahrhundert den "Untergangsgerichten", kurz der "Untergang" genannt, der sich ab dem 19. Jahrhundert aus dem Schultheiß und drei Richtern (heute Gemeinderäte) zusammensetzte. Bei Grenzstreitigkeiten war das Untergangsgericht zuständig. Schon das erste Landrecht von 1555 bestimmte Zusammensetzung und Bestellung dieser Organe. Der Untergang galt überall in Schwaben als Schiedsgericht: seinem Urteil, unmittelbar nach Augenschein, mussten sich alle Beteiligten beugen.

Wer also am "Untergang" einer Gemeinde mitwirkte, tat etwas sehr Angesehenes und Ehrenhaftes.



Frage: Die besterhaltenen Grenzsteine (Nr. 26 und 30, die Bilder zeigen die Aussicht von dort) tragen eine Jahreszahl. Deren letzte Ziffer sei I.



Station 10: Erinnerungsstein Rebflurbereinigung
N 48° 46.969 E 9° 20.475


Nach einer möglichen Rast im Sängerheim nehmt Ihr den Fußweg, der direkt von dort steil bergab führt, und wendet Euch an dessen Ende nach rechts. Beim Bergabwandern Richtung Yburg passiert ihr rechterhand die Kammerforstheide. Sie wurde im Jahr 2012 im Rahmen einer Flurneuordnung umgelegt, alle Zäune und Hecken wurden entfernt. Zur Offenhaltung dieses Streuobstgebietes wird künftig eine Beweidung mit Schafen durchgeführt.

Nun seht Ihr schon unterhalb von Euch den über drei Meter hohen Sandstein aus dem Umlegungsgebiet, müsst aber, wenn Ihr den Wegen folgt, eine kleine Schleife laufen. Der Gedenkstein erinnert an die 1. Stettener „Omlegong“ von 1971 – 1975, die anfangs zu einigen Schwierigkeiten führte: Überschwemmungen, die den Bau mehrerer Überlaufbecken notwendig machten, sowie auch Hangrutschungen bis hin zu dadurch notwendig gewordenen Hausabrissen.



Frage: Wie heißt das Gewann, in dem diese Rebflurbereinigung stattfand?
Der Buchstabenwortwert sei J.




Station 11: Dorfmühle
N 48° 47.243 E 9° 20.412


Ihr geht weiter bergab, an der neu renovierten Glockenkelter und dem Heimatmuseum (geöffnet jeden 1. Sonntag im Monat, 15 – 18 h) vorbei und nach Haus Nr. 16 links den Hof hinunter. Von hier führt Euch ein kleiner Fußweg durch die Gärten (die „Zwerchgass“) direkt zur Dorfmühle.

In früheren Zeiten gab es in Stetten mindestens drei größere Seen: einen ganz hinten im Tal (nicht der heutige Eichensee!), einen im Bereich der jetzigen Weinstraße, die vor der Gemeindereform Seestraße hieß, und einen im Bereich der Seedammstraße. So gab es auch im Hochsommer immer genug Wasser zum Betrieb der Mühlen. Im Gegensatz zu der am nördlichen Gemarkungsende gelegenen Seemühle, deren Zulaufbach in den Neunziger Jahren gekappt wurde, könnten Teile der Ausstattung der Dorfmühle mit einem Generator wieder in Betrieb genommen werden. Der Mühlbach aber wurde leider schon verfüllt.



Frage: Die 2. Ziffer der Jahreszahl unter dem Fenster im Erdgeschoss sei K.



Station 12: Türsturz in der Mühlstraße 5
N 48° 47.306 E 9° 20.448


Die Inschrift der Kartusche am Hauseingang zeigt, dass mit Lammwirt Wilhelm Christian Enßle und seiner Frau Anna Dorodea Enßleren vermutlich nicht gut Kirschen essen war.



Frage: Wann ließ das Ehepaar dieses angriffslustige Gedicht einmeißeln? Die Quersumme der Jahreszahl sei L.



Station 13: Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs
N 48°47.333 E 9° 20.497


Wir gehen die Mühlstraße weiter Richtung Kirche und treten auf den Kirchplatz, der zu Ehren der französischen Partnergemeinde St. Pierre d'Albigny im Département Savoie in St.-Pierre-Platz umbenannt wurde. Die 1922 entstandene Sandsteinarbeit an der Nordfassade der Dorfkirche zeigt auf schlichtem Sockel einen Kavalleristen in betender Haltung neben seinem Pferd knieend; rechts und links sind Inschrifttafeln mit den Namen der Gefallenen. Die nicht mehr vorhandene Sockelinschrift lautete: IHREN GEFALLENEN SÖHNEN DIE DANKBARE GEMEINDE STETTEN i.R., 1914 bis 1918.

Die Gedenkstätte für die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs befindet sich nebenan im Erdgeschoss des Kirchturms.

Das Foto zeigt die Hochzeit von Bäckermeister Alfred Hoß und Elsa Karoline Medinger im Jahre 1927, im Hintergrund das damals noch recht neue Denkmal.



Frage: Mit welchem Buchstaben beginnt der Nachname des Bildhauers? Dessen Buchstabenwert sei M.



Das Final findet Ihr bei

N 48° 47. [A] [E – F] [I + K]
E 009° 20. [H : D + 2 x C] [B – M] [(J + G) : L]
Und jetzt habt Ihr Euch gegenüber eine Stärkung verdient!

Additional Hints (Decrypt)

Svany: Iba Zrgnyy hztrora

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)



 

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