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Die Norddeutsche Landschaft – vom Eis geschaffen

A cache by altes Haus von 76 Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 9/6/2013
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size: not chosen (not chosen)

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Geocache Description:


Bild 1
maximale Ausdehnung der elster- und saaleeiszeitlichen skandinavischen
Inlandeise bis an den Harz und nach Mitteldeutschland
(Quelle: Informationstafel im Findlingsgarten Königslutter)

Wir sehen, dass das Eis bei Königslutter mehr als 500 m dick war. Dass diese Gletscher riesige Gesteinsbrocken mitgebracht haben, ist allgemein bekannt und in vielen Findlingsgärten zu sehen. Nicht ganz so geläufig scheint mir die Tatsache zu sein, dass diese Gletscher unsere Landschaft geformt haben.

Mit „Glaziale Serie“ bezeichnet man die typischen Landschaftsformen, die im Zusammenhang mit einem Eisvorstoß im Bereich des Gletschers auftreten. Man unterscheidet vier grundlegende Formen. Unter dem Gletscher bildete sich die Grundmoräne, am Eisrand finden wir die wallartige Endmoräne. Die abfließenden Schmelzwässer schütteten weite Sanderflächen auf und flossen im Urstromtal zusammen.

Grundmoräne
Das aktive Inlandeis transportierte große Mengen an Geschieben mit sich. Felsen wurden abgeschliffen, winzige Staubpartikel und Sand wurden ebenso mitgeführt wie riesige Findlinge. Nur die härtesten Gesteine blieben unter dem gewaltigen Druck des Eispanzers bestehen, der Rest wurde zermahlen und zerrieben.
Nach dem Abtauen des Eises blieb das ungeordnete, ungeschichtete Material aus Schluff, Ton, Sand, Kies, Steinen und großen Blöcken zurück. Dieser Geschiebemergel ist das typische Sediment der Grundmoräne und ist heute ein interessanter Zeuge für eine frühere Vereisung der Landschaft.

Endmoräne
Endmoränen markieren den Verlauf des Eisrandes eines Gletschers. Vor dem Eis bildete sich ein Wall, der sowohl das vom Untergrund „abgehobelte“ Material als auch den aus dem Eis ausschmelzenden Schutt enthielt. Man kann zwischen Satzendmoränen und Stauchendmoränen unterscheiden.
Blieb der Eisrand relativ lange stabil, wurden große Schuttmengen vor dem Eis abgesetzt (Satzendmoränen). Sie geben bis heute den bogenförmig gegliederten Verlauf des Eisrandes wieder. Größere Hindernisse, die das Eis nicht überwinden konnte, wurden durch die Kraft des Eises gestaucht (Stauchendmoränen).

Sander
Das am Eisrand aus großen und kleinen Gletschertoren abfließende Schmelzwasser transportierte den Gletscherschutt in das Vorland der Endmoränen. Hier wurde das vom Wasser mitgeführte Material in großen Schwemmkegeln abgelagert, wobei eine Sortierung nach der Korngröße erfolgte. Unmittelbar vor der Endmoräne finden sich daher oft geröllreiche, grobe Kiessande, während mit wachsender Entfernung zunehmend feinere Sande große Gebiete bedecken. Diese Flächen werden treffend als Sander bezeichnet.

Urstromtal
Als Urstromtäler werden die Hauptabflussbahnen der Schmelzwässer bezeichnet. Am Rand der Sanderflächen sammelte sich das Schmelzwasser in mehr oder weniger großen Tälern mit geringem Gefälle, um von hier aus dem Meer zuzufließen. In diesen Talbereichen finden sich meist feine, sehr gleichkörnige Sande.
(vgl. Eiszeitroute Mecklenburgische Seenplatte [http://www.eiszeitroute.com/eiszeit/index.html])

Bild 1
Blick auf die Urstromtäler mit eiszeituntypischer Vegetation

Am 1. Juli 2003 hat die Alfred-Wegener-Stiftung zur Förderung der Geowissenschaften das Prädikat "Nationaler Geopark" an vier Geoparks in Deutschland verliehen. Einer davon ist der Nationale Geopark Harz - Braunschweiger Land - Ostfalen, Teilbereich Braunschweiger Land. Als Teil eines nationalen Geopark-Netzwerks möchte der Geopark Braunschweiger Land ein Instrument sein, das Erbe unserer Erdgeschichte zu erforschen, zu verstehen und für zukünftige Generationen zu bewahren.
Deshalb wurde neben dem Findlingsgartens Königslutter auch eine von Gletschern geformte Landschaft naturgetreu nachgestaltet, in der noch weitere Landschaftsformen als die vier Hauptformen anzutreffen sind.

Vorab sind folgende Fragen per Mail zu beantworten, dann darf geloggt werden. Falls etwas falsch sein sollte, melden wir uns:

1. Wie viele Landschaftsformen sind laut Orientierungstafel im Geopark dargestellt? (Achtung: Der eigene Standort ist keine Landschaftsform!)

2. Nun nimm den Zungenbeckensee und das Söll genauer in den Blick:
a) Beschreibe jeweils Lage und Form.
b) Bestimme jeweils die Ausmaße.
c) Wodurch sind nach deiner Meinung diese Unterschiede bei Form und Größe zu erklären? Berücksichtige dabei Zustand und Bewegung des Eises.

3. Suche das Schild „Eiszeit“. Wie heißt die erste als „Warmzeit“ angegebene Periode und von wann bis wann dauerte sie?

Es wäre schön, wenn ihr eurem Logeintrag ein Foto von euch / eurem GPS beifügtet.

Viel Spaß bei der Erkundung des gesamten Geoparks!

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