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Drei-Burgen-Steig - Natur und Historie

A cache by AWittmann Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 11/03/2013
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
3 out of 5

Size: Size: not chosen (not chosen)

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Geocache Description:

Drei-Burgen-Steig - Natur und Historie



Der Drei-Burgen-Steig in Riedenburg führt Euch gleich durch 2 Geotope:
Dolomitfelsen mit Ruine Tachenstein (Geotop-Nummer: 273R001) und
Schlossberg Rosenburg bei Riedenburg (Geotop-Nummer: 273R009).
Weiterhin werdet Ihr zu historisch interessanten Orten geführt und könnt an einigen Stellen herrliche Aussichten über das Altmühl- und das Schambachtal erhaschen.

Am Anfang war das Meer...
Tatsächlich befindet sich die ganze Gegend hier auf dem Grund des ehemaligen Jurameers. Zu Beginn des Jura (vor ca. 200 Millionen Jahren) drang das Meer seicht von Norden her kommend (Transgression) zunächst in einem relativ schmalen Bereich Nord- und Westdeutschlands bis nach Süddeutschland. In Nordost- und Ostdeutschland wurden kontinentale Ablagerungen sedimentiert. Im Mitteljura (vor ca. 170 Millionen Jahren) dehnte sich das Meer dann weiter nach Osten aus. Fast die gesamte osteuropäische Plattform wurde überflutet. Weite Teile Skandinaviens und Teile Böhmens und die Rheinische Insel blieben jedoch Festland während des beinahe gesamten Jura. Böhmische Insel und Rheinische Masse wurden bereits während einer Regression im oberen Mitteljura zu einer Insel und trennten Norddeutschen und Süddeutschen Jura. Am Ende des Jura (vor ca. 150 Millionen Jahren) verlandete Süddeutschland weitgehend, während in Norddeutschland weiter marine oder brackische Ablagerungsbedingungen herrschten.

Felsen als Zeitzeugen...
Das Ende des Jura (Oberjura, oft auch als Malm, oder Weißjura bezeichnet) bedeutete für diese Gegend eine "Trockenlegung" der ganzen Landschaft, also den Startschuss für ein "neues Leben". Allerdings gibt es noch genug Zeugen des Jura-Zeitalter: Neben zahlreichen Fossilienfunden (etwa dem "Archaeopteryx lithographica" 1855 bei Jachenhausen und vielen weiteren hier aus der Region) sind zahlreiche Felsburgen, -türme, -nadeln und -massive Überbleibsel dieser Zeit, kurz: ein Potpourri an Felsen in allen nur erdenklichen Größen und Formen.
Zum großen Teil sind diese Felsen hier herausgewitterte Reste von Riffkuppeln aus Dolomit.
Die Riffbildung seit dem Anfang des Oberjura (Oxfordium, vor ca. 160 Millionen Jahren) führte auch im Gebiet um Riedenburg zu ausgedehnten Riffzügen. Diese Riffe wurden hauptsächlich von Schwamm- und Algenkolonien gebildet.
Besonders bei den Riffdolomitfelsen am Schlossberg zeichnen undeutliche Schichtfugen die Form des ehemaligen Schwammriffs nach. Bei vielen der Felsen sind auch Reste von Höhlen und Karsterscheinungen zu erkennen. Viele der Höhlenruinen sind Reste eines fossilen, hochliegenden Karstsystems.

Wieso Kalk und Dolomit?
Kalkstein besteht überwiegend aus den Mineralen Calcit und Aragonit, zwei Kristallisationsformen von Calciumcarbonat (kohlensaures Calcium), oft auch gemischt mit weiteren Mineralen, aber in geringeren und unsteten Anteilen (Beispielsweise Tonminerale, Dolomit, Quarz und Gips).
Überwiegt der Dolomitanteil, so spricht man vom Gestein Dolomit, bei einem hohen Anteil von Tonmineralen spricht man von Mergel.
Kalkstein kann verschiedensten Ursprungs sein, der überwiegende Teil jedoch ist biogenen Ursprungs, wird also von Lebewesen gebildet und abgelagert. Kalkstein kann aber auch durch chemische Prozesse aus dem Wasser ausgefällt werden (die wiederum von Lebewesen beeinflusst werden können). Weiterhin können andere Calciumcarbonat-haltige Gesteine (etwa Kalkstein oder Marmor) abgetragen, transportiert und an anderer Stelle als klastisches Sediment abgelagert werden.
Bei biogenem Ursprung wird Kalkstein meistens von Mikroorganismen oder gesteinsbildenden Korallen abgelagert. Untergeordnet findet man auch Kalksteine, die zum überwiegenden Teil aus Schnecken, Muscheln oder Schwämmen bestehen. In jedem Fall besteht das Gestein dann aus Calciumcarbonat, welches Bestandteil der Lebewesen war und zum Aufbau von Außen- oder Innenskeletten abgeschieden wurde.
Das Mineral Dolomit, auch bekannt als Dolomitspat, Rautenspat oder Perlspat, ist ein sehr häufig vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der wasserfreien Carbonate ohne fremde Anionen.
Besteht Kalkstein zu mindestens 90% aus dem Mineral Dolomit so wird dann vom Gestein Dolomit gesprochen. Bei geringeren Gehalten handelt es sich um dolomitischen Kalkstein. Im Idealfall ist Dolomitstein weiß, meist aber eher elfenbeinfarben, hellgrau, graugelb oder grüngrau.
Dolomitgestein entsteht entweder durch die primäre Ausfällung von Dolomit oder durch die sekundäre Dolomitisierung von Kalkschlamm. Neusten Forschungen zufolge sollen Schwefelbakterien und Fäulnis einen erheblichen Beitrag zur Dolomitgenese beitragen.
Die Dolomitisierung bezeichnet dabei den Prozess, bei dem primärer Calcit oder Aragonit durch sekundären Dolomit ersetzt wird. Die Beobachtung, dass der Anteil dolomitischer Gesteine mit zunehmendem Gesteinsalter wächst, legt die Annahme nahe, dass bei der Dolomitisierung ein Alterungsprozess calcitischer Gesteine zu Dolomit vorliegt.
Riffgesteine sind recht häufig dolomitisiert. Ein Grund dafür ist die Porösität des Riffes, die selbst in größerer Versenkung eine Zirkulation der zur Dolomitisierung notwendigen Lösungen ermöglicht. Als weiterer Grund gilt anzuführen, dass Korallenkalk aus dem instabilen Mineral Aragonit besteht und sich dadurch leichter zu Dolomit umwandeln lässt.

Wie verwittern Gesteine?
Prinzipiell versteht man unter Verwitterung die Zersetzung von Gestein, wobei mehrere Prozesse zusammenspielen, die den physikalischen Zerfall, chemische Veränderungen oder die biogene Zersetzung des Gesteins wegen dessen exponierter Lage an oder nahe der Erdoberfläche herbeiführen. Physikalische Kräfte können beispielsweise die Einwirkungen von Bode- und Niederschlagswasser, Eis, Wind und Temperaturschwankungen sein. Die Produkte der Gesteinsverwitterung sammeln sich meist als lockere Oberflächenschichten (Regolith). Der Regolith geht nach abwärts in das feste, unveränderte Gestein über, das allgemein als das anstehende Gesten oder als gewachsener Fels bezeichnet wird.
Neben diesen physikalischen Verwitterungserscheinungen treten in diesem Gebiet allerdings oft auch Karsterscheinungen auf, die auf chemische Veränderungen in Form von Lösungs- und Kohlensäureverwitterung, sowie Ausfällung von biogenen Kalksteinen und ähnlichen Sedimenten mit hohen Gehalten an Calciumcarbonat zurückzuführen sind. Hauptmerkmal dabei ist der überwiegend unterirdische Wasserhaushalt, der nicht auf einer primären Porösität des Gesteins beruht, sondern vielmehr sekundär durch den in geologischer Zeit stattfindenden Prozess der Verkarstung (d.h. einer Korrosion des Gesteins) bedingt wird.
Die Kohlensäureverwitterung ist eine chemische Form der Verwitterung, die bei der Lösung von Carbonatgesteinen (Beispielsweise Kalkstein und Dolomit) durch Kohlensäure entsteht. Die Kohlensäure bildet sich in der Natur durch Lösung des in der Luft enthaltenen Kohlendioxids im Regenwasser. Die Kohlensäure löst das Calcit (aus dem Kalkstein und Dolomit hauptsächlich bestehen) auf unter der Bildung von Calciumhydrogencarbonat. Dadurch, dass das Gestein durch die Kohlensäure gelöst ist, kann Niederschlagswasser durch die entstandenen Kanäle unterirdisch abfließen und so auch die Überreste weiter abtragen.

Felsen als idealer Burgenstandort
Im Mittelalter wusste man natürlich die Felsen zusammen mit der Hügellandschaft zu nutzen: Man baute Burgen darauf, um eine natürliche Verteidigungskomponente auf seiner Seite zu wissen. Denn weit oben, kann man nicht ohne weiteres angegriffen werden. Und wenn doch, dann liegen die Vorteile klar auf der Seite der Verteidiger: Weite Sicht, beschwerlicher Anmarsch für die Angreifer, …
Deshalb überrascht es nicht, hier gleich auf zwei Burgruinen und eine erhaltene Burg zu stoßen, auch wenn es in dieser Dichte nicht gerade üblich ist.
Es handelt sich dabei um die Burgruine Tachenstein, die Burgruine Rabenstein und das Schloss Rosenburg. Die beiden Burgruinen sind jederzeit öffentlich zugänglich und bieten eine herrliche Aussicht über das Altmühl- und das Schambachtal. Das Schloss Rosenburg ist zu sehr großen Teilen gut erhalten und ist entsprechend den Öffnungszeiten zu besichtigen.

Umrahmung durch den Drei-Burgen-Steig
Wie eingangs erwähnt führt der Drei-Burgen-Steig einmal durch die beiden Geotope "Dolomitfelsen mit Ruine Tachenstein" und "Schlossberg Rosenburg bei Riedenburg". Dabei erhält man einen ziemlich guten Eindruck, wie die Felslandschaft die Natur hier prägt und der Pfad führt – wie der Name sagt – auch zu den drei Burgen. Weiterhin werden durch Informationstafeln sowohl Geologische und Historische Begebenheiten erklärt, als auch die Bedeutung der Felslandschaft und der Ruinen für die vorzufindende Flora und Fauna erläutert.
Die Fragen, die für eine erfolgreiche Logfreigabe dieses Earthcache zu beantworten sind, führen Euch zu allen sieben Infotafeln entlang des Drei-Burgen-Steigs, einigen historisch interessanten Orten und vielen schönen Felsgruppen.

Die Fragen für den Earthcache
Die Antworten zu den Fragen zum Earthcache sind alle bei den Stationen bzw. bei den Infotafeln zu finden oder über eine Internetrecherche herauszubekommen. Für die einzelnen Stationen könnt Ihr entweder die angegebenen Wegpunkte benutzen, oder einfach dem Drei-Burgen-Steig folgen, der Weg ist gut beschildert. Die Antworten zu den Fragen schickt mir bitte über das Kontaktformular in meinem Profil.
Nach Absenden der Antworten könnt Ihr sofort Loggen, sollte etwas nicht passen melde ich mich bei Euch!

1. Station 2 - Der Kreuzfelsen
Geht bis zum Geländer vor und versucht so gut es geht einen Blick auf die Struktur und Form des Felsens zu erhaschen. Im Kapitel "Felsen als Zeitzeugen..." werden verschiedene Felsformen aufgelistet. Welche könnt Ihr an dieser Stelle erkennen? Versucht das Zustandekommen dieser Form mit eigenen Worten zu erklären und mit Euren Beobachtungen vor Ort zu belegen.

2. Station 3 - Felsmassiv vor dem Tachenstein
Hier steht Ihr vor einem sehr beeindruckenden Felsmassiv unterhalb der Burgruine Tachenstein. Beschreibt seine Form und schätzt seine Höhe.

3. Station 6 - Schloss Rosenburg
Auf der Rückseite der Infotafel findet Ihr einige geologisch interessante Fakten.
Laut dieser Tafel wird durch kohlensaures Grund- und Sickerwasser das harte Kalkgestein über Jahrtausende lang gelöst. Wie nennt man diesen Prozess und was sind seine Auswirkungen? Welche der genannten Auswirkungen konntet Ihr entlang des Drei-Burgen-Steigs beobachten?

4. Station 7 - Burgruine Rabenstein
Auf dem Weg zu Station 7 des Drei-Burgen-Steiges geht Ihr eine längere Treppe hinunter. Linkerhand dieser Treppe befindet sich nun ein Felsmassiv. Beschreibt die Farbe dieses Felsmassivs und vergleicht sie mit der Farbe der Felsen unmittelbar auf der anderen Seite der Burgruine. Welche Unterschiede sind erkennbar und was sind Eurer Meinung nach die Gründe hierfür?

5. Zusatzfrage
Begründet in eigenen Worten, wieso Ihr denkt, dass sich in diesem Gebiet Dolomitgestein durchgesetzt hat.

6. Foto
Leider ist das Foto ja keine Logbedingung mehr, aber es ist seitens des Owners mehr als erwünscht, dass Ihr entweder von Euch, von Eurem GPS oder einfach nur von der Natur hier ein Foto macht und es Eurem Log beifügt. Bei welcher Station des Drei-Burgen-Steig Ihr das Foto macht und was ihr davon als Motiv wählt ist dabei komplett Eurer künstlerischen Freiheit überlassen.

Weitere Caches in der Nähe
Dieser Cache, lässt sich gut mit einigen anderen und einem schönen ausgedehnten Spaziergang entlang des Drei-Burgen-Steiges verbinden:
GC49KVN - Riedenburger Panoramatour
GC4RFGJ - Drei-Burgen-Steig - Natur und Historie
GC4PQRC - Eine Brücke mitten im Wald
GC3EVPP - Das einsame Bankl auf dem Jägerfelsen
GC4RFEG - Turnen am Fels
GC1EF5W - Drei-Burgen-Steig - TACHENSTEIN
GC39BBN - Stone Island
GC4RFF6 - Drei-Burgen-Steig - RABENSTEIN

Wir wünschen Euch viel Spaß bei der Wanderung und beim Erforschen und Genießen der herrlichen Natur





Quelle 1: Glossardatenbank Universität Halle
Quelle 2: Wikipedia

Additional Hints (No hints available.)



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