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Geopunkt Weddigen

A cache by ToblZobl + Trödeltrupp Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 11/22/2014
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
3 out of 5

Size: Size: small (small)

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Geocache Description:





Eine Kooperation von ToblZobl und Trödeltrupp

 

Geopunkt Weddigen

 

Wer kennt es schon das Weddigen, oder auch Wedchen? Kaum einer. Selbst viele Pößnecker kennen es nur vom Hören und Sagen als ehemaliges Bad. Selten verläuft sich ein Spaziergänger in die ehemalige Tongrube der Jüdeweiner Ziegelei um sich ein Bild von diesem Ort zu machen.

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Man findete hier ein Idyll, die Natur hat wieder den Besitiz über die 3 Teiche ergriffen und es scheint teilweise recht wild. In dem dunkel gefärbten, aber klaren Wasser leben verschiedene Lurche. Der Ufersaum ist begrünt, die Hänge mit Sträuchen und Bäumen bewachsen. Die Felswände werden von lockeren Schichten des unteren Buntsandsteins gebildet. Darunter steht ein dunkler, rotbrauner Ton an, der früher abgebaut und in der Jüdeweiner Ziegelnei verarbeitest wurde.

Die einstige Tongrube und späteres Badeanstalt trägt den Namen Weddiigen nach einem Mann, der der Pößnecker Bevölkerung wohel kaum bekannt ist: Kapitän-Leubtnant Otto Eduard Weddigen, ein Kriegsheld des 1. Weltkrieges. Nähere Infos zu Otto Weddigen hier: de.wikipedia.org/wiki/Otto_Weddigen

Der Pößnecker Schwimmverein wurde wohl 1923 gegründet und zu Ehren des Kriegsheleden in SV Weddigen benannt. Jeden Dienstag und Donnnerstag bot der Vereins in den Abendstunden Schwimmunterreicht sowie ein Training für Sportschwimmer an. Bischer wurde das Rehmer Moohr zum Schwimmen genutzt, jedoch zwangen Streitigkeiten mit dem Besitzer zu einer Umschau nach einer geseigneten Alternative.

Während des 1. Weltkrieges stieß man in der Tongrube auf eine Wasserader. So musste jeden Morgen vor Arbeitsbeginn Wasser gepumpt werden, um ein Volllaufen der Grube zu verhindern. Etwa 1920 stellte man das Pumpen ein, da der Aufwand zu groß war. Innerhalb weniger Wochen füllte sich die Grube und es entstand inmitten von Steilwänden ein romantisch gelegener Teich mit einer Größe von 80 m Länge und 40 m Breite.

Der Geschäftsführer der Ziegelei erteilte 1924 dem Schwimmverein die Erlaubnis, den Teich in seiner Tongrube als Badeanstalt zu nutzen. Noch im gleichen Jahr begannen die jungen Sportler dieses bisher unberührte Gewässer, welches nun den Namen Weddigen-Bad erhielt, in ein ansehnliches Freibad umzugestalten. Mit viel Fleiß, Eifer und Freude nutzten sie jede freie Minute um ihre neue Sportanlage zu bauen. Am Nordende wurde ein Nichtschwimmerbereich abgegrenzt, ein Uferweg wurde angelegt, die Hänge mit Blumen und Bäumen bepflanzt. 2 Startbrücken, die genau 50 m voneinander entfernt waren, wurden gebaut. So stand eine 50 m- Bahn zur Verfügung, die einzige in der näheren Umgebung. Im vorderen Bereich des Ostufers bildete ein Holzgerüst einen Sprungturm mit 3 m- und 5 m- Brett. Bald entastanden auch eine Umkleidebaracke, sowie eine Baracke mit kleiner Gastwirtschaft darin. Das Kassiererhäuschen stand am Weg, der von der Lohstraße in die Grube hinunterführt.

Der Schwimmverein Weddigen hatte ca 200 Mitglieder und man trug ein „W“ auf der Badehose. Die Voraussetzungen für ein Training waren für damalige Verhältnisse vorbildlich, sodass die Erfolge nicht lange auf sich warten ließen. Schon wenige Jahre nach der Gründung hatte der Verein mehrere Thüringer und sogar 3 mitteldeutsche Meister hervor gebracht. 1927 und 1928 fanden die Wassersportmeisterschaften im Weddigen statt. Aber in erster Linie wurde die Anlage für den normalen Badebetrieb genutzt.

Der Verein bestand bis 1945, auf Anordnung der sowjetischen Besatzungsmacht wurden damals alle Vereine aufgelöst. Von da an verfiel die Einrichtung des Bades. Balken und Bretter waren damals sehr begehrt. Kinder und Jugendliche nutzten das Weddigen weiterhin zum Baden.

Anfang der 60er Jahre wurde das Weddigen als Badeanstalt wieder hergerichtet. Es wurden hunderte „NAW“- Stunden geleistet, es wurden Liegeflächen planiert, Terrassen und Wege angelegt. Es wurden Lampen und Betonplatten von ansässigen Firmen spendiert. Ein neuer 3 m- Sprungturm aus Eisen entstand. 1964 wurde dasch Freibad übergeben und aus politischen Gründen in „Bad der Jugend“ benannt, im Volksmund blieb es immer das „Wedchen“. Das Interesse flaute allerdings recht bald wieder ab, mag es an der fehlenden 50 m- Bahn gelegent haben. Der offizielle Betrieb wurde wieder eingestellt und die Anlage verkam erneut. Es wurde wieder nur noch wild gebadet. Die Übergabe des „Bad am Wald“ 1978 brachte dem Weddigen das Endes als Badeanstalt.

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In dene folgenden Jahren ergriff die Natur allmählicch von der Tohngrube Besitz. Leider wird auch immer mal wieder eine Fuhre Müll den Hang hinunter gekippt. Den Cache findet ihr bei N 50° 42.176 E 011° 35.868.

Zur 1. Landesgartensschau in Thüringen im Jahr 2000 wurden noch einmal Plateaaus errichtet und Wecge gebaut. In den folgehnden Jahren wurde das Gelände durch einen Angelverein genutzt. Im Jahr 2012 wurden die verstopften Abflüsse des großen Teichs, in Privatinitiative, mit Hilfe eines Industrietauchers wieder funktionstüchtig gemacht, da im angrenzenden Wohngebiet einige Keller voll Wasser liefen. Aktuell werden ab und zu ein paar Bäume gefällt und es sieht leider nicht immer sehr gepflegtt aus.

Am 25.04.2015 gab es ein CITO im Weddigen, den "Frühjahrsputz im Weddigen" . Das war ein großer Erfolg, über 40 fleißige Geocacher sammelten Müll, sägten und sammelten die losen Äste und Büsche auf. Nun sieht es wieder etwas schöner hier aus, doch es gibt noch viel zu tun.

Wir wünschen viel Spaß beim Besuch des Weddigen

Fotos sind willkommen, außer natürlich vom Cache selbst.

 

Im Checker befinden sich noch ein paar Infos, auch eine genauere Lagebeschreibung







Additional Hints (Decrypt)

Va: rgjngf fgvvzzg uvre avpugc zvg qrz Grkcg...

Bhg: mhrefg rgjnf mvrura... haq qnaa?

Ovggr qnf Vaarayrora avpug nhs qra Obqra yrtra!!!

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)



 

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