Skip to Content

This cache has been archived.

unplugged84: An die Cachergemeinde,

leider fehlt mir aktuell als Owner jegliche Zeit für unser schönes Hobby. Ich werde meinen Caches nicht mehr gerecht und die Wartung ist mehr eine Belastung, statt sie mir Freude bereitet. Aus diesem Anlass habe ich mich dafür entschieden, den Großteil meiner Caches zu archivieren.
Dieser gehört auch dazu. Ich bedanke mich für die schönen Logs. Das Lesen hat mir oft viel Freude bereitet.

More
<

Das Grubenfeld Stahlberg

A cache by die bEschten Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 10/14/2014
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size: other (other)

Join now to view geocache location details. It's free!

Watch

How Geocaching Works

Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions in our disclaimer.

Geocache Description:


Das Grubenfeld Stahlberg

Als ich vor kurzem von Kall nach Urft wanderte, führte mich mein Weg über Abschnitte des Pingenwanderpfad. Entlang der Wege liegen zahlreiche Pingen, die meine Aufmerksamkeit weckten. Auch wenn es hier keine Aufschlüsse gibt, deuten die zahllosen Pingen auf die Erzvorkommen des Grubenfeldes Stahlberg. Nach mehreren Recherchen, möchte ich euch die durch diesen Earthcache vorstellen.

Die Erzlagerstätten und deren Entstehung

null

Der Bereich um die Ortschaft Kall gehört aufgrund der geologischen Situation zu den rohstoffreichsten Bereichen der Eifel. Seit über 2000 Jahren wurden vor allem Bleierze und Eisenerze geschürft und weiterverarbeitet. Die Abbildung gibt die Lage der Hauptvorkommen wieder. Sie befinden sich direkt am Südrand der Mechernicher Trias-Senke, die im Südosten an die Sötenicher Kalkmulde und im Westen an die Schichten des Unterdevons grenzt. Dadurch sind verschiedenartige Blei- und Eisenerztypen unterscheidbar, die wissenschaftlich in ihrer Entstehung jeweils anders gedeutet werden müssen (QUIRING 1935; RIBBERT 1985; STADTLER 1986):

Lagenweise Anreicherungen von Brauneisenstein finden sich auf den Perm-Schichten um Golbach. Hierzu zählen die Felder Stahlberg und Neue Concordia (1 und 2) an der Kindshardt und der Loshardt. Die ausgedehnten Vorkommen wurden hier durch die Verwitterung eisenschüssiger, permischer Kalksteinkonglomerate und Anreicherung der Eisenanteile in einem roten Ton unterhalb des Bundsandsteins gebildet und waren mit 40 - 50% Eisengehalt recht hochwertig. Zum Abbau mußte aber die über 10 m mächtige erzfreie Deckschicht durchteuft werden.

Das Grubenfeld Stahlberg und deren Geschichte

Die Grubenbetriebe dieses Grubenfeldes (1838 als Konzession Stahlberg dem Herzog von Arenberg verliehen) haben vorwiegend in der Blütezeit des Eifler Eisensteinbergbaus, also im 18. und 19. Jahrhundert gefördert. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass einige der verlassenen und verschütteten Gruben wesentlich älter sind. Auch noch im 20. Jahrhundert interessierte das hier vorhandene Erz. Die Mächtigkeit und Art der Lagerstätte wurden nämlich in der Zeit der Autarkiebestrebungen des Deutschen Reiches in den Jahren 1935 bis 1938 untersucht.

Aus dieser Zeit liegen Untersuchungsberichte, Analysen und Gutachten der Preußischen-Geologischen-Landesanstalt Berlin vor, welche die Beschaffenheit der Lagerstätte und ihre Ausdehnung beschreiben. Dazu wurden mehrere Versuchsschächte abgeteuft. Ein Schacht in der Nähe erreichte eine Teufe von 50 m. Er durchstieß dabei drei Eisenerzlager von 1 Meter bis 3 Meter Mächtigkeit. Das dabei aus den Lagerstätten geförderte Eisenerz hatte eine Zusammensetzung von bis zu 40% Fe (Eisen) und 54% Mn (Mangan) und besaß somit einen hohen Marktwert. Der Durchschnittsgehalt sämtlicher Erzproben dieses Schachtes betrug jedoch nur 15 % FE und 7% Mn.

Das Mangan ist in wechselden Anteilen oxidischer Manganminerale im Erz enthalten und tritt u.a. als „Schwarzer Glaskopf“, dem Mineral Psilomelan auf.

Es wurde hier relativ hochwertiges Eisenerz gefördert, die durch ihren hohen Mangananteil dem verhütteten Eisen eine ausgezeichnete Qualität verliehen. Da alle Kaller Reitwerke aus dieser Lagerstätte bedient wurden, war das aus Kall gelieferte Schmiedeeisen über die Grenzen Deutschlands begehrt. Aus alten Urkunden geht hervor, dass Kaller Eisen in Form von Stabeisen in die Waffenschmieden des Lütticher Raumes verkauft wurde und dass selbst in den Krisenzeiten des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) in der viele Eifler Reitwerke ihren Betrieb eingestellt hatten, die Eisenhütten Kalls weiter fertigten.

Was sind eigentlich Pingen?

null

Pingen sind verlassene Erzgruben oder Schürfstellen, in denen Eisenerze, Bleierze oder andere Mineralien der Erde abgerungen wurden. Im Kaller Gemeindegebiet trifft man ca. 2000 dieser Pingen an, die vom Rheinischen Amt für Bodendenkmalpflege Bonn unter Schutz gestellt worden sind. Der unbedarfte Wanderer wird diese Pingen als Bombentrichterfeld ansprechen, denn so stellen sie sich zunächst einmal dar: trichterartige Vertiefungen in großer Zahl, dicht beieinander liegend, mit ringförmigen Halden umgeben und teilweise von niederem Gestrüpp überwuchert oder von hohem Baumbestand durchsetzt. Sie geben den Eindruck einer ausgebeuteten, zerwühlten Landschaft, deren Narben durch die Natur notdürftig bedeckt wurden. Jeder Pingentrichter kennzeichnet den Standort eines Bergwerkschachtes. Hier standen die Haspelbäume, mit deren Hilfe der Bergmann das begehrte Erz ans Tageslicht holte, das er in gefahrvoller Arbeit in der Tiefe gewann. Die ringförmigen Halden um die Schächte bildeten sich durch das Ablagern des ”tauben Gesteins” (nicht erzhaltig und wertlos). Die große Anzahl dieser Halden und Pingen auf kleinstem Raum entstand durch die Kleinheit der damals vergebenen ”Mutungen” (vom Bergmeister ausgegebene Schürfrechte). Alle Gruben und Schächte sind verschüttet und nicht mehr zugänglich. Sie bilden jedoch auch heute noch eine Gefahr für Mensch und Tier, da hin und wieder der Erddruck auf die verbliebenen Hohlräume unter Tage so groß wird, dass es zu Einstürzen kommt. Die Bewohner Kalls und die der umliegenden Dörfer wissen zu berichten, dass Weidevieh und Haustiere in plötzlich sich öffnenden Erdlöchern verschwanden.

LOGBEDINGUNGEN:

Um diesen Eartcache loggen zu dürfen, beantwortet bitte folgende Fragen. Sendet mir eure Antwort über mein Profil. Danach könnt ihr sofort loggen. Ich melde mich, wenn etwas nicht stimmt. Ich wünsche euch viel Spaß bei der Erkundung der Erzlagerstätte Stahlberg.

Frage 1: Welche Erzsorten wurden hier in alten Grubenhalden gefunden? (Infoschild Pingenwanderpfad)

Frage 2: Welche dieser Sorten enthält den höchste Eisenanteil. (Infoschild Pingenwanderpfad)

Frage 3: In welcher Tiefe erreicht man hier den Grundwasserspiegel? (Infoschild Pingenwanderpfad) Was bedeutete dies für den Abbau des Erzes?

Frage 4: Geografisch befindest du dich an welcher Stelle des Grubenfeldes Stahlberg.(Infoschild Pingenwanderpfad) Schau dich in der direkten Umgebung um. Du wirst hier viele weitere Pingen sehen. Wenn du ihrem Verlauf folgst, kannst du auf die Erzader unter dir schließen. In welche Himmelsrichtung verläuft diese.

Aufgabe (freiwillig): Wenn ihr möchtet, macht ein Foto (optional) von euch oder eurem GPS (mit sichtbaren Koordinaten), vor dem Schild/ einer Pinge.

Dringend zu beachten: Pingen dürfen nicht betreten werden, da man hier einstürzen kann.

Quelen:

www.wisoveg.de

www.eifelverein.de

www.wikipedia.de

Beschilderung Pingenwanderpfad

Additional Hints (No hints available.)



 

Find...

114 Logged Visits

Found it 111     Write note 1     Archive 1     Publish Listing 1     

View Logbook | View the Image Gallery of 57 images

**Warning! Spoilers may be included in the descriptions or links.

Current Time:
Last Updated:
Rendered From:Unknown
Coordinates are in the WGS84 datum

Return to the Top of the Page

Reviewer notes

Use this space to describe your geocache location, container, and how it's hidden to your reviewer. If you've made changes, tell the reviewer what changes you made. The more they know, the easier it is for them to publish your geocache. This note will not be visible to the public when your geocache is published.