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Löcher im Käse: #5 Wändlispitzloch

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Hidden : 11/01/2014
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
4.5 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:


Wändlispitzloch

Löcher im Käse: #5 Wändlispitzloch

Eine Serie zu Felslöchern in der Schweiz

Die Schweizer Alpen sind durchlöchert wie ein Käse. Tunnels, Militäranlagen und Minen wurden von Menschenhand in die Berge gebohrt. In dieser Serie sollen aber die Löcher im Zentrum stehen, die durch Erosion entstanden sind. Einige kann man sogar durchschreiten oder zumindest hinein- oder darunter stehen. Das Wändlispitzloch ist das fünfte dieser Serie. Weitere Caches sind geplant und werden gepublisht, sobald es Zeit und Verhältnisse zulassen.

Bereits veröffentlichte Käselöcher
#1 Stoggloch (GL - Mürtschenstock)
#2 Bogartenfenster (SG - Alpstein)
#3 Martinsloch (GL/GR - Sardona)
#4 Gämsiloch (SZ - Silberen, Pragel)
#5 Wändlispitzloch (SZ - Fluebrig, Sihlsee)
#6 Greina Bogen (TI/GR - Greina)
#7 Himmelstor (GR - Julier)
#8 Das Tor (UR - Grosstal [Isenthal])
#9 Flying Dirloch (BE - Hinteres Lauterbrunnental)

Erklärung zum Phänomen von Felsenlöchern

Den folgenden Text bekam ich von «Geologie erleben», als Antwort auf meine Frage, wie solche Felslöcher entstehen:

Jedes Felsenloch und deshalb auch jeder Arch/Gesteinsbogen entsteht aufgrund von Unterschieden in der Felsfestigkeit. Karst ist die Folge von vorher angelegten Schwächezonen wie Brüchen, Unterschieden im Schichtaufbau, manchmal Überschiebungen oder anderen sedimentären oder strukturellen Phänomenen. Die Erosion führt meistens zu einer Verwitterung/Entfestigung des Gesteins, das anschliessend abgetragen wird.
Karsterscheinungen gehören zur chemischen Erosion, da Kalk durch Regenwasser gelöst und andernorts wieder ausgefällt wird. Auch wenn chemische Erosion wie Karst im Untergrund bereits solche Strukturen formen kann, überwiegt wahrscheinlich die physikalische Verwitterung. Dazu gehört das Ausweiten von bereits bestehenden feinen Rissen/Klüften aufgrund von Temperaturschwankungen an der Erdoberfläche. Auch trägt wohl der gravitative Abtrag des stark entfestigten Gesteins dazu bei, dass schlussendich das Loch freigelegt wird. Bei den meisten Felslöchern kann man gut sehen, dass das Kalkgestein, feinmaschig geklüftet und stark zermürbt ist (Gämsiloch, Martinsloch, Mürtschenloch, etc).
Die Erosion (Verwitterung und Abtrag) ist mehr eine Folge von früher angelegten Unterschieden in der Gesteinsfestigkeit. Diese entsteht beispielsweise bereits durch die Ablagerung leicht unterschiedlicher Gesteine, aber noch häufiger aufgrund Strukturen die während der Alpenbildung angelegt wurden (grössere Brüche, kleinere Klüfte, Überschiebungen, etc.). Als letztes spielt dann noch die Morphologie (Oberflächenform) eine Rolle, hier sind typischerweise Gratlagen notwendig um die Freilegung eines Felsenloches zu ermöglichen.

Der Cache

Das Wändlispitzloch gibts gleich in 3-facher Ausführung. Das Grosse ist beim Aufstieg auf den Diethelm gut sichtbar. Daneben gibt es noch zwei kleinere Löcher. Das spezielle beim Wändlispitzloch ist, dass man es überschreiten kann, davon aber nichts mitbekommt. Das Loch kann nicht durchschritten werden, aber man kann so weit drunter stehen, dass man in beide Richtungen durchschauen kann. Die schönste und spekakulärste Route ist die Überschreitung des Wändlispitzes. Technisch ist die Tour aber sehr anspruchsvoll. Geämss SAC-Skala eine T6. Besonders der Abstieg vom Gipfel, dem Grat entlang und über das Loch, ist zum Teil sehr luftig. Der Grat ist bröcklig und viele Steine wackeln. Es ist also grösste Vorsicht geboten! Alternativ gelangt man vom Sattel (Pt. 1972), oberhalb Alp Obergross, auf einer etwas einfacheren und weniger anstrengenden Route zum Loch. Aber auch die ist nicht ohne und erfordert ein bisschen gekraxel (T5 SAC-Skala).
Der Cache ist links vom dritten und kleinsten Loch, direkt an der Felswand, versteckt.

Stoggloch

Routenvorschlag:

3 Gipfel Rundtour mit Wändlispitz-Überschreitung:
Der Ochsenboden ist mit dem Auto und Bus gut erreichbar. Parkplätze sind beim Golfplatz genügend vorhanden. Der Bus fährt nicht ganz so weit. Die Haltestelle ist bei der Brücke vor dem Golfplatz. Beim Golfplatz folgst du dem Wanderweg Richtung Diethelm bis zum Abzweiger (Ref.1) auf ca 1160m. Dort gehts dann steil, auf einem nicht immer gut sichtbaren Weg, hinauf zur Alp Unterwand. Hinter dem grösseren Gebäude beginnt dann der kaum sichtbare Pfad zur Leiter, dem Einstieg des Schäferwegs. Ein paar Bändel in Tannen und hin und wieder ein Steinmännli helfen bei der Orientierung. Den Wegpunkt bei der Leiter habe ich nicht explizit ausgemessen und nur aus dem Track ausgelesen, sollte aber zur Orientierung genügen. Der Schäferweg ist ziemlich stotzig und sollte nicht unterschätzt werden, die Wegführung sollte klar sein. Oben angelangt, gehts dann über weite Wiesen recht einfach bis zum Gipfelkreuz. Beim Abstieg über den Südostgrat ist dann Vorsicht geboten. Die Routenwahl lässt aber keine grossen Optionen und Wegspuren sind sichtbar. Einmal kann ein Felsgrätchen nördlich umgangen werden. Eine letzte kleine Stufe bringt dich auf einen kleinen Grasboden. Von dort gehts der Felswand entlang zum Loch. Der weitere Abstieg führt nochmal kurz über den felsigen Grat, danach gehts dann gemütlicher über den Grasgrat, mit kurzem Gegenanstieg, hinunter zum Sattel (Pt. 1972). Natürlich gehört der Besuch des Diethelms, dem höchsten Gipfel des Fluebrig zur Pflicht. Der Wanderweg ist viel begangen, der Aufstieg mit einer Leiter und Ketten gut gesichert. Und um die Dreifaltigkeit voll auszukosten, sollte man auch noch den schönen Gratweg, hinüber zum Turner mitnehmen. Danach auf der Aufstiegsroute wieder zurück zum Sattel und über den offiziellen Wanderweg via Obergross und Schärmen zurück zum Ausgangspunkt. Natürlich kann die Tour auch in umgekehrter Richtung begangen werden. Hier ist aber der Einstieg über den Schäferweg nicht ganz einfach zu finden und auch der Abstieg über die steile Grasflanke, kann bei nicht idealen Bedingungen ziemlich unangenehm und gefährlich werden.

Panorama Wändlispitz

Das atemberaubende Panorama auf dem Wändlispitz, sollte man sich nicht entgehen lassen. Grösseres Bild, auf dem du auch die Legenden gut lesen kannst

Vom Golfplatz ins Loch
Wem die Überschreitung und die T6-Variante etwas zu heftig ist, der kann das Wändlispitzloch über den offziellen Wanderweg vom Ochsenboden angehen. Aufstieg über Schärmen (Schärm, je nach Kartenmassstab) und Obergross bis in den Sattel (Pt. 1972). Dort südwestlich über den Grasgrat den Wegspuren folgen. Der Einstieg auf den Felsgrat kann links umgangen werden. Nach ein paar Metern gehts rechts durch eine kleine Lücke auf den Grat. Ein bisschen muss auch hier gekraxelt werden (T5 nach SAC-Skala). Beim kleinen Wiesenrücken, vor der nächsten Stufe auf den Grat, kann man ein paar Meter auf der linken Seite der Wand folgen und steht schon gleich vor dem ersten Loch. Zurück gehts auf derselben Route.

Vom Aegeri- zum Sihlsee
Für ÖV-Cacher, die gerne auch ein bisschen weiter wandern gibts noch eine reizvolle Variante, wo man die 3 Gipfel gleich noch mit einer Zweiseenwanderung kombinieren kann. Dazu muss man allerdings von der Staumauer beim Wägitalersee, bis fast ans hintere Ende des Sees der kleinen Fahrstrasse folgen. Bei Au gehts dann via Schlänggen und Fluebrig hinauf in den Sattel zwischen Diethelm und Turner, wo gleich der mit Ketten und Leitern gesicherte Einstieg zum Diethelm ist. Der Rest der Route kann dann mit den obigen Vorschlägen kombiniert werden und natürlich gilt auch hier: Die Route kann auch in umgekehrter Richtung begangen werden.

Finkenmann wünscht viel Spass, bei der Wanderung zum Wändlispitzloch und freut sich über viele schöne Fotos von unterwegs.

Additional Hints (No hints available.)



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