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#06 Walserdorf & Naturjuwelen - Fellchessel

A cache by TANNBERG Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 03/17/2015
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size: other (other)

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Geocache Description:


"Ein Strudeln und Stieben, ein Walzen und Wirbeln, eine unbändige Kraft, die über Jahrtausende das Gestein brach und schliff und beim Blick hinab in den brodelnden Kessel im Nu die Lunge weitet." Kurz nach Zusammenfluss von Fellebach und Bregenzerach stürzt das Wasser rund 10 Meter stäubend in den "Fellchkessel" hinab. Das wundersam glattpolierte Felsenrund ist dabei weniger das Werk tosenden Wildwassers als ein Relikt der Eiszeit. Als Schmelzwasser in einer Gletscherspalte strudelartig herabstürzte, bildete sich unter enormem Druck eine Gletschermühle aus. Die mystische Anziehungskraft des kleinen Naturwunders rührt neben der Ästhetik von den in Aberzahl aufsteigenden Sauerstoffmolekülen, die das Immunsystem stimulieren. Kein Trug, dass die Walser den "Fellchessel" seit jeher als Kraftquell sahen.

Die letzte Eiszeit


Das Lechtal war - wie große Teile Österreichs und sogar über die heutigen Landesgrenzen hinaus - während der verschiedenen Eiszeiten vergletschert. Die "Hinterlassenschaften" der letzten Eiszeit sind noch heute in Form von abgeschliffenen Felskuppen ("Rundhöcker"), ausgehobelten Mulden ("Kare"), Moränen und Gletschermühlen zu sehen. Mit der letzten genannten, eiszeitlichen Erscheinung möchten wir uns bei desem Earthcache beschäftigen.

Zu Beginn des Quartärs vor rund 2,6 Millionen Jahren begann auf der Nordhalbkugel ein Eiszeitalter, das bis heute anhält. Charakteristisch für ein solches Eiszeitalter ist die Vereisung der Polkappen. Dieses Eiszeitalter ist geprägt mit einer zeitlichen Staffelung mehrerer Warm- und Kaltzeiten.

Die letzte Kälteperiode im Alpenraum, die "Würm-Eiszeit" begann vor etwa 80.000 Jahren und ist erst vor rund 10.000 Jahren zu Ende gegangen. Ihren Kälte-Höhepunkt erreichte sie vor ca. 20.000 Jahren. In diesem Abschnitt wurden die letzten Waldbestände in höheren Lagen vernichtet und es kam zur Bildung großer Schuttmengen. Diese wurden vom abfließenden Gletschereis als Moränen fortgetragen und schließlich abgelagert.


Quelle: Wikipedia

In der Würm-Eiszeit war ganz Vorarlberg von Eis bedeckt. Vor 20.000 Jahren erreichten die Gletscher ihre grösste Ausdehnung. 2.000 Jahre später begann der Rückzug. Vor 14.000 Jahren war das Rheintal bereits wieder eisfrei. An diese Kälteperiode erinnern unsere heutigen Gletscher. Auch sie sind ständigen Schwankungen unterworfen. Während der mittelalterlichen Warmzeit zwischen 900 und 1100 n.Chr. waren sie weit zurück geschmolzen. Ab 1570 führte kühleres Klima mit Neuschnee im Sommer bis unter 1000 Meter Seehöhe zu einem ersten Gletscherhochstand um 1640. Es folgten starke Schwankungen mit durchaus warmen Einzeljahren, bis zum letzten Maximum von 1850. Seither schmelzen die Gletscher rasch zurück.


Die Gletschermühle


Ein interessantes, eiszeitliches Relikt befindet sich hier am Fellbach: Eine Gletschermühle aus der Würm-Eiszeit. Als die riesigen Gletscher zu schmelzen begannen, flossen die entstandenen Schmelzwässer durch Spalten im Eis wasserfallartig ab und konnten so an der Gletschersohle befindliches Gestein in kreiselnde Bewegungen versetzen. Diese "Schleifsteine" schliffen sich in den Fels und bildeten und nach und nach immer größere und tiefere, zylindrische Vertiefungen.


Quelle: Wikipedia

Noch heute befinden sich oft auf dem Boden ("Sohle") dieser Kessel Reste der "Schleifsteine". Die Gletschermühle am Fellbach entstand in verhältnismäßig weichem Gestein und ist durch die anhaltende Strömung des Fellbach nicht mehr komplett erhalten, aber noch gut zu erkennen. Sie besteht aus mehreren übereinander liegenden, rundlichen, kesselartigen Auskolkungen im karbonatischen Gestein, deren Ränder im oberen Bereich wegerodiert wurden.


Der Cache


Beantworte die folgenden Fragen vor Ort und sende uns die Antworten per Kontaktformular oder Message Center. Der Cache kann gleich geloggt werden, bei Rückfragen melden wir uns. Außerdem freuen wir uns über Bilder von euch oder eurem GPS-Gerät an der Gletschermühle! (optional).

1. Schätze, wie tief sich der Fellbach bis heute in den Fels gefressen hat und formuliere mit eigenen Worten, was deiner Meinung nach die Ursache dafür ist!
2. Schätze den Durchmesser der Auskolkungen gegenüber des Aussichtspunktes und versuche zu erklären, warum die Durchmesser in der Größe so stark variieren.
3. Etwas weiter flussaufwärts vereinigen sich die Bregenzer Ach und der Fellbach. Beschreibe, was dies für einen Einfluss auf den heutigen Zustand der Gletschermühlen haben könnte!

Viel Spass!


Geocaching kann gefährlich sein! Das Suchen der vom Geocache-Owner "TANNBERG" erstellten Geocaches erfolgt ausdrücklich auf eigene Gefahr. Die Cachebeschreibung, sowie Schwierigkeits- und Terrainwertung sind unbedingt zu beachten! Jeder Geocacher muss vor der Suche eines Geocaches in der Lage sein, die Situation vor Ort und die eigenen Fähigkeiten richtig einzuschätzen. Kein Geocache ist es Wert, die eigene Gesundheit zu gefährden!

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