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Die Horchstelle Lauf

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Hidden : 4/10/2015
Difficulty:
3.5 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size: small (small)

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Geocache Description:


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Feste Nachrichten-Aufklärungsstelle Lauf



Bereits seit dem Ersten Weltkrieg unterhielt das Oberkommando des Heeres über 20 Feste Funkempfangsstellen, meist entlang der Grenzen des damaligen Deutschen Reiches. 1937 begann man mit Planungen für eine weitere dieser Empfangsstellen, vermutlich um den militärischen Funkverkehr in der Tschechoslowakei zu überwachen. 1938 durchgeführte empfangstechnische Messungen ergaben, dass der Standort in Lauf an der Pegnitz gut geeignet, weil störungsfrei, sei.

Nach dem Einmarsch deutscher Truppen in Prag im März 1939 musste ein neuer Verwendungszweck für die fast fertige Horchstelle im Laufer Haberloh gefunden werden. Zum Jahresende 1939 begann der Betrieb mit einer vordringlichen Aufgabe - das Abhören des zwischenstaatlichen Kurzwellen-Funkverkehrs von Regierungen bzw. Ministerien mit ihren diplomatischen Vertretungen in anderen Ländern, sowie die unverzügliche Weiterleitung der meist verschlüsselten Funksprüche zur Entschlüsselung und Information der Heeresführung.

Die Horchstellen Lauf und Treuenbrietzen südwestlich von Berlin zusammen mit Außenstellen in Madrid und sogar auf den Kanarischen Inseln unterstanden direkt der Amtsgruppe Chiffrierwesen im Wehrmachtsführungsstab des Oberkommandos der Wehrmacht. Die abgefangenen Sprüche, ausschließlich Morsezeichen im internationalen Morse-Code, wurden in Fernschreiber eingetippt und per Standleitung nach Berlin zur Chiffrierabteilung CHI-OKW gesendet. In Lauf gab es keine Dechiffrierer. Der Inhalt der Funksprüche wurde auch den ca. 120 Mitarbeitern, die in 6-Stunden-Schichten rund um die Uhr an bis zu 20 Plätzen arbeiteten, nicht bekannt. Er blieb streng geheim.

Es gibt wenige Ausnahmen, z.B. konnte Rommel über die Absichten der 8. englischen Armee informiert werden, die aus abgehörten Funksprüchen der amerikanischen Botschaft in Kairo an das auswärtige Amt in Washington gewonnen wurden. Das funktionierte bis zur Umstellung des amerikanischen Codes im Juli 1942. Oder dem Vorhaben der Briten, Norwegen zu besetzen, kam die Wehrmacht aufgrund der in Lauf abgehörten Funksprüche einen Tag zuvor.

Im April 1945 wurde die Einheit an den Schliersee verlegt und als die Amerikaner auch Südbayern erreichten, wurde kurzerhand die verbliebene technische Ausstattung und kistenweise Chiffriermaterial im See versenkt. Amerikanische Taucher bargen sie unmittelbar nach Kriegsende. In den 1990er Jahren wurden durch Hobbytaucher noch weitere Geräte aus dem Schliersee gezogen, die heute im Wehrtechnikmuseum Röthenbach ausgestellt sind.

Die Soldaten der Festen Nachrichten Aufklärungsstelle hatten einen vergleichsweise ungefährlichen, wenn auch anstrengenden Job. Anlässlich eines "Wettbewerbs im Rahmen der Freizeitgestaltung" entstand 1943/1944 ein Modell der Stadt Lauf im Maßstab 1:200. Es steht heute in der Eingangshalle des Rathauses.


Die Gebäude der Horchstelle Lauf waren von 1945 bis 1951 von den Amerikanern besetzt. 1952 übernahm eine "Funktechnische Versuchsanstalt" vom BND den Betrieb. Die technische Funkaufklärung wurde nun mit Horchrichtung Osten bis zum Umzug nach Gablingen Mitte der 1970er Jahre weiter geführt.

Im Laufe der Zeit wurden das Peilhaus und das Mannschaftsgebäude abgerissen und die Flächen neu bebaut. Seit 1977 nutzt das Technische Hilfswerk Betriebsgebäude und Werkstatt der ehemaligen Horchstelle.

Quellen: Fundgrube 3/1995, Wehrtechnikmuseum Röthenbach, Technisches Hilfswerk und Rathaus Lauf

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