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Im Schatten der Burg

A cache by FriedrichFröbel Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 7/7/2015
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size: small (small)

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Geocache Description:

Kleine Wandertour rund um den Greifenstein bei Bad Blankenburg.


Blankenburg: Der Greifenstein

Ein Graf von Käfernburg kam gern zur Jagd in die herrliche Umgebung des heutigen Bad Blankenburgs. Sein Jagdfalke, den er Greif genannt hatte, ging ihm über alles. Doch in einem Jahr entkam ihm der wertvolle Vogel. Alle Jagdgenossen suchten den Falken. Ohne Erfolg. Der Graf selbst entdeckte ihn aber auf einem hohen Felsen, wagte den gefahrvollen Aufstieg und bekam den Ausreißer wieder. Als sich der glückliche Ritter von der Höhe umsah, fiel ihm der Plan ein, hier oben eine Burg anlegen zu lassen. Das Bauwerk soll innerhalb von drei Jahren entstanden sein. Nach seinem Falken soll die Burg, die längst Ruine ist, Greifenstein benannt worden sein.

Sagen sind häufig ein gutes Mittel, um sich erst einmal mit einem Thema vertraut zu machen. Das Problem dabei ist das Fantastische, welches die Wirklichkeit übersteigt. Während auch möglicherweise nicht korrekte Angaben in der Sage enthalten sind, so folgt diese meist auch einem wahren Kern.
Die Suche nach Bezügen zur Realität stellt den Forscher immer wieder vor ungeahnte Herausforderungen. Während sich neuere Begebenheiten meist anhand vieler Berichte weitgehend konstruieren lassen, fällt dies mit Ereignissen aus längst vergangenen und teilweise auch vergessenen Zeiten deutlich schwerer.
Auch die historische Entwicklung des heute "Greifenstein" genannten Bauwerkes bei Bad Blankenburg wartet mit mehr oder minder unklaren Zeitabschnitten auf. Ausschnitte aus der Geschichte sollen im Folgenden näher beleuchtet werden.

"Die Trümmern des Schlosses Blankenburg breiten sich, mitternächtlich von der Stadt gleiches Namens, über den ganzen Rücken eines (251 alte Pariser Schuhe hohen) Flözkalkberges aus. Die südliche und westliche Hälfte desselben schmückte noch im vorigen Jahrhundert die Rebe, von deren reichem Ertrag in diesem Bezirke die Schwarzburgischen Geschichtsschreiber staunenerregende Zeugnisse aufbehalten haben. Ihre Stelle nehmen jetzt Feldfrüchte verschiedener Gattung und der lieblich duftende Lavendel ein, mit dessen Blüthen sonst vortheilhafter Handel getrieben wurde. Der Kräuterkundige, welcher die nähern und entferntern Umgebungen Blankenburgs durchforscht, wird seine Mühe durch die unerwartet ergiebige Ausbeute an merkwürdigen, zum Theil auch seltenen Pflanzen hinlänglich belohnt sehen." Mit diesen Worten beginnt Ludwig Friedrich Hesse 1820 seine Beschreibung des Schlosses Blankenburg. Bevor hier allerdings die Ruine übrig blieb, musste das Ganze natürlich erst einmal erbaut werden.

Das 170 m über dem Tal gelegene Muschelkalkplateau diente mindestens seit der Jungsteinzeit als Zufluchtsort, der seit dem 12. Jahrhundert zu einer der größten deutschen Feudalburgen mit einer Grundfläche von rund 250 mal 100 m ausgebaut worden ist. Sie sollte als militärischer Schutz und gräfliche Residenz dienen, möglicherweise diente sie auch der Kontrolle der alten Heerstraße, die sich von Saalfeld über Schwarza das Saaletal herunterzog.
Die erste urkundliche Erwähnung der Burg findet um das Jahr 1208 statt, "Henricus capellanus noster de Blankenburg" wird zu diesem Zeitpunkt als Zeuge einer Rechtshandlung erwähnt. Der hier erwähnte Capellan lässt vermuten, dass zu diesem Zeitpunkt bereits ein Raum für gottesdienstliche Zwecke existiert haben muss. Der Chor war aber aus Platzmangel so gebaut, dass er die innere Umfassungsmauer etwas überragte. 1992 wird berichtet, dass die Burgkapelle des Greifensteins mittlerweile verschwunden ist, einzelne Reste allerdings wenige Jahre zuvor noch vorhanden waren.
Zur Wasserversorgung gab es auf dem Burggelände zwei Brunnen im Graben, die laut Hesse wahrscheinlich dem Bette der Schwarza gleich gewesen seien, allerdings nach seinem Bericht zu seiner Zeit bereits zugeschüttet waren. Zusätzlich gab es in der Nähe des Hauptgebäudes einen zum Aufsammeln des Regenwassers angebrachten Behälter.

Kapelle

Wenn man sich näher mit der Burganlage befasst, so gibt es auch gewisse Auffälligkeiten. Am interessantesten ist hierbei, dass die heutige Bezeichnung Greifenstein erst 1642 auf einer Merian-Karte ihre Erwähnung fand. Andere Quellen sprechen davon, dass die älteste Erwähnung unter diesem Namen bereits 1137 stattfand, wo Sizzo III. von Kefernburg dort Conrad von Watzdorf als Vogt hatte. Greifenstein komme nach Anemüller von "greopan", was "Bergkuppe" bedeutet. Diese Bezeichnung wäre jedoch später zu "Blankenburg" geändert und der Name "Greifenstein" dann in neuerer Zeit wieder aufgenommen worden. Den Begriff "Blankenburg" leiten sich verschiedene Quellen aus dem weißen, in die Ferne schimmernden (Kalk-)Gestein des Berges ab, auf dem das Schloss liegt (im Gegensatz zur Schwarzburg im düsteren Fichten-Tannen-Wald). Laut dieser Definition bedeutet Blankenburg also eine weiße, glänzende Burg (im 13. und 14. Jahrhundert wurde für den Bau der Burg Sandstein in großen Quadern von trefflicher Fügung verwendet, im 15. bis 17. Jahrhundert Muschelkalk mit weniger solider Bauweise).

Das Ende der Burg wurde im 16. Jahrhundert eingeläutet. Mit der Verbreitung stärkerer Feuerwaffen war eine Wertverlust der Burg zu beobachten. Zudem wird die Heidecksburg zu Rudolstadt gräfliche Residenz und der Greifenstein zu Weinkellerei und Amtsmannsitz.
1548 berichtet Graf Wolrad von Waldeck vom fortgeschrittenen Verfall und drohenden Einsturz und der Burg als Zufluchtsort von Eidechsen, Nachtraben und Eulen.
1630 schreibt dann Jovius in seiner Schwarzburger Chronik: "Diese Haus ist lange nicht bewohnt und stehet nunmehr öde und wüste."
Mit der Erneuerung alter Burganlagen in Deutschland aufgrund der bestehenden Gefahr eines Einfalls der Türken findet noch einmal eine mehr oder weniger umfangreiche Instandsetzung der Burg Greifenstein statt, die beiden Bastionen an der nordwestlichen Mauer werden auf diese Zeit datiert (1664).
Am 20. August 1785 haben Schatzgräber dann den Berfried derart unterwühlt, dass er einstürzt. Auch weitere Teile des Geländes werden zu einer Art "Steinbruch".

Im 19. und 20. Jahrhundert werden Teile der Burg nun nach und nach wieder aufgebaut. Damit wurde auch die zunehmende touristische Nutzung des Greifensteins eingeläutet.

Vielen durchaus unbekannt mag die Tatsache sein, dass auch Friedrich Schiller im Juli 1788 die Burg besuchte und dazu in einem Brief an Cornelius Ridel bemerkte: "Gestern habe ich die schönen und ehrwürdigen Ruinen vom Schlosse Plankenburg gesehen, die größten, die mir noch vorgekommen sind. Es verlohnte sich wohl der Mühe, eine Zeichnung davon zu machen. Ich wünschte mir einen Tag hier zuzubringen und mich ganz in die alte Ritterzeit hineinzuträumen."

Alte Ansicht

Quellen (und ergänzende Lektüre):

  • www.burg-greifenstein.de
  • Ludwig Friedrich Hesse: Geschichte des Schlosses Blankenburg im Fürstenthume Schwarzburg-Rudolstadt. Rudolstadt: Dr. Carl Poppo Froebels Hofbuchdruckerei, 1820.
  • Prof. Dr. Paul Lehfeldt: Bau- und Kunst-Denkmäler Thüringens - Fürstenthum Schwarzburg-Rudolstadt. Jena: Verlag von Gustav Fischer, 1894.
  • Hanns H. F. Schmidt: Sagen und Bilder um das Thüringer Land. 1. Auflage. Taucha: Tauchaer Verlag, 2000.
  • Dr. Rüdiger Spengler: Brockhaus Wanderheft 71 - Schwarzatal. 11. Auflage. Leipzig: VEB F.A. Brockhaus Verlag, 1975.
  • 1267 - 1992: 725 Jahre Bad Blankenburg - Festschrift zum Jubiläum. Herausgegeben von der Stadtverwaltung Bad Blankenburg und dem Heimat- und Fremdenverkehrsverein Bad Blankenburg, bearbeitet von Rolf Ose. Bad Blankenburg: Harfe-Verlag und Druckerei GmbH, 1992.
Blaetter

"Die Stadt Bad Blankenburg, von üppigen Saaten und fruchtbaren Obstgärten umkränzt, die silberhelle Schwarza, welche, sobald sie aus dem Schoose des Gebirges hervortritt, den eilenden Lauf hemmt und in ihren von malerischen Baumgruppen beschatteten Ufern sanfter einherfließt, die ehemalige Pulvermühle, die Papier- und neue Mühle, welche durch Erlen, Pappeln und Linden freundlich hervorblicken, die Rinne, welche die Stadtmühle treibt und bald hernach ihre Fluthen mit jenem Strome vermischt, diese und noch unzählige Reize der Natur lassen eine Zeitlang vergessen, daß der Fuß auf Trümmern weilt, bis ein Blick nach Norden die verwaiste Burg wieder darstellt und das Herz zu Gefühlen der Wehmuth über den Untergang ihrer ehemaligen Herrlichkeit umstimmt." Um diese von Ludwig Friedrich Hesse beschriebenen Gefühle auch selbst erleben zu können und die "schöne und weitumfassende Aussicht, die man von diesem, etwas erhabenen Standpunkte auf die umliegende Gegend genießt" zu erfahren, haben wir einen Multi-Cache über eine Strecke von reichlich 6 km vorbereitet, der Euch die Burg aus verschiedenen Blickwinkeln näherbringen wird.
Vom unteren Parkplatz geht es über den Burgblick zum Burgtor und dann in Richtung Kleingölitz. Von dort führt Euer Weg über die Jugendherberge zum Final.

Nachdem Ihr Euer Cachemobil an den Startkoordinaten (unterer Parkplatz, Stage 1) abgestellt habt, begebt Ihr Euch zur hier angebrachten Informationstafel, die Euch ein paar Worte über das Naturschutzgebiet erzählt. Ihr erfahrt hierbei Hintergrundinformationen, doch Ihr benötigt lediglich bei der Größe des NSG die Nachkommastelle. Diesen Wert notiert Ihr Euch unter A.
Es geht weiter zum Stadtblick (Stage 2). Wenn Ihr Euch ein wenig umschaut, werden Euch die vielen Buchen auffallen. Diese wurden, als die Burg noch bewohnt war, als Brennmaterial eingesetzt. Am Wegpunkt angekommen, könnt Ihr die schöne Aussicht genießen und vielleicht auch einmal versuchen, die im Listing genannten Orte zu entdecken. Für den Cache ist aber eigentlich nur die Anzahl der Absätze bzw. stufenähnlichen Gebilde interessant, die Ihr auf den letzten Metern zum Aussichtspunkt überwindet. Dieser Wert sei B.
Weiter geht es zur eigentlichen Burg bzw. zum Burgtor (Stage 3). Ganz in der Nähe findet Ihr eine Karte, die Euch anhand von Nummern die Lage der einzelnen Bestandteile erklärt. Schaut sie Euch genau an, denn die Brücke vermindert um die alte Kapelle ergibt Euren Wert für C.
Damit Ihr auch noch ein wenig mehr von der Burg sehen könnt, begebt Ihr Euch zurück zum unteren Parkplatz, am besten über den oberen Parkplatz.
Der Weg zum oberen Parkplatz geteilt durch einhundert, der hier (Stage 4) angegeben ist, bezeichnet D.
Der Wert für E ergibt sich am nächsten Wegpunkt (Stage 5) aus der ersten Ziffer auf dem blauen Schild.
Von hier geht es weiter zu einem Wegweiser (Stage 6), dessen Aussage bezüglich der Entfernung zur Burg Ihr mit zehn multiplizieren müsst, um den Wert F aufschreiben zu können.
Der Straße weiter bergab folgend, kommt Ihr an die nächste Station (Stage 7), an der sich gleich zwei Werte ermitteln lassen. Die Entfernung nach Kleingölitz sei G, die Quersumme der Steigung H.
Die Greifensteinstraße wieder bergauf absolvierend, kommt Ihr bald an den genannten Orientierungspunkt (O1), an dem Ihr Euch rechts haltet und somit unterhalb der Burg lauft. Sobald Ihr den nächsten erreicht (O2), nehmt Ihr den Weg Richtung Jugendherberge (Stage 8), um dort K als die Nachkommastelle der Entfernung nach Rudolstadt zu notieren.
Jetzt könnt Ihr die finalen Koordinaten ermitteln:
N 50° (B)(G).(A-B)(C)(G) E 011° (G)(E).(F-C*D)(K-G)(H)
Versteckt bitte unbedingt alles wieder so, wie Ihr es vorgefunden habt, damit die nachfolgenden Cacher auch noch Spaß an der Suche haben.

Wir wünschen Euch bei Eurer Wanderung viel Spaß. Wir freuen uns natürlich über schöne Bilder und Logeinträge, solange diese frei von Spoilern sind.
Sollten Probleme auftauchen, so könnt Ihr uns gerne kontaktieren.

Ein letzter Hinweis: Ihr bewegt Euch hier im Naturschutzgebiet. Haltet Euch daher bitte an die gültigen Regelungen, vor allem an das Verbot des Verlassens der Wege.

Letzte Aktualisierung: 08.08.2017

Additional Hints (Decrypt)

Süe O znpug ahe rva Jreg Fvaa.

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)



 

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