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Hans Erlwein in Dresden - Der Schlachthof

A cache by saschmensch Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 08/28/2015
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size: micro (micro)

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Geocache Description:


Zur Person

Johann Jacob Erlwein (* 13. Juni 1872 in Bayerisch Gmain; † 9. Oktober 1914 Amagne-Lucquy bei Rethel (Frankreich)) war ein Dresdner Stadtbaurat des frühen 20. Jahrhunderts, unter dessen Leitung die Stadt ein modernes Antlitz erhielt. Den Vornamen Hans hatte er sich selbst gegeben.

Er wurde am 17. November 1904 auf Empfehlung seines Vorgängers Cornelius Gurlitt als Stadtbaurat von Dresden gewählt und übernahm 1905 das Hochbauamt der Stadt, nachdem er hier zuvor schon vielbeachtete Bauten geschaffen hatte. 1910 erhielt er die lebenslange Berufung zu diesem Amt. Erlwein baute in Dresden ein Dutzend Schulen, Verwaltungsgebäude, aber auch den großen Schlachthof, ein Wasserwerk und einen Gasbehälter.

Hans Erlwein gründete 1906 in Dresden die Künstlervereinigung Die Zunft, die neben ihren hehren Absichten, der Sicherung von Zweckmäßigkeit, Klarheit, Schlichtheit und Gliederung des Aufbaus sowie Einordnung in die Umgebung, auch die Auftragsvergabe positiv nur für ihre Mitglieder bestimmte. Erlwein war Vorstandsmitglied im Dürerbund, und er gehörte dem Deutschen Werkbund an. 1910 verlieh ihm die TH Dresden den Professorentitel. Seit seiner Zeit in Bamberg war Erlwein Freimaurer, bei der Dresdner Loge Zum Goldenen Apfel hatte er Gaststatus.

Weitere Infos: saebi.isgv.de/biografie/Hans_Erlwein_%281872-1914%29

Zum Gebäude

Der Städtische Vieh- und Schlachthof wurde 1906/10 im Ostragehege angelegt, nachdem die bisher genutzten Gebäude an der Leipziger Straße (Alter Schlachthof) nicht mehr den Anforderungen an eine moderne Fleischverarbeitung genügten. Für den Bau nutzte man eine Erhebung in der Nähe der alten Weißeritzmündung, die zu einer künstlichen Insel hochwasserfrei aufgeschüttet wurde. Offizieller Baubeginn war am 30. September 1906.

Nach Plänen des Stadtbaurates Hans Erlwein und unter Leitung des Stadtbaumeisters Dr. Geißler entstand auf einer Fläche von 36 Hektar eine architektonisch interessante abgeschlossene Anlage mit 68 Einzelgebäuden. Darunter befanden sich der Viehhof, Ställe für Groß- und Kleinvieh, Schlachthallen sowie Kühl- und Lagerhäuser. Im Mittelpunkt lag das Kessel- und Maschinenhaus (Foto) mit seinem markanten, weithin sichtbaren Schornsteinturm. Hinzu kamen eine Pumpstation für Hoch- und Regenwasser, acht Trinkwasserbrunnen, ein Anlage zur Herstellung von Trockeneis sowie ein eigenes Klärwerk für anfallendes Abwasser. Außerdem gab es eine Gaststätte mit Hotel, in welchem auswärtige Viehhändler übernachten konnten. Geschickt gelang es dem Architekten, dem Gebäudeensemble den Charakter eines ländlichen Gutsbetriebes zu verleihen und so den Charakter als Industrieanlage zu kaschieren. Am 19. August 1910 ging der neue Schlachthof, der seinerzeit zu den modernsten Europas gehörte, in Betrieb. Für sein Werk wurde Hans Erlwein der Titel eines Professors verliehen, Stadtbaumeister Geißler bekam den Albrechtsorden.

Bereits nach Ende des Ersten Weltkrieges machten sich einige Erweiterungsbauten erforderlich, die in das Ursprungskonzept der Erlweinschen Anlage eingefügt wurden. Glücklicherweise blieb das abseits gelegene Gelände des Städtischen Vieh- und Schlachthofes 1945 von größeren Zerstörungen verschont. Nach 1945 übernahm der VEB Dresdner Fleischkombinat das Areal und produzierte hier bis 1994 Fleisch- und Wurstwaren. Für die ca. 2000 Beschäftigten richtete man zu DDR-Zeiten eine eigene Kinderkrippe, einen Kindergarten, ein Betriebsambulatorium sowie ein eigenes Kulturhaus ein. Hinzu kam ein 1982 errichtetes Wohnheim für die Auszubildenden des Schlachthofes. Trotz Mangelwirtschaft gelang es, Teile der Produktionsstätten zu rekonstruieren und an moderne Qualitätsstandards anzupassen. Größtes Investitionsvorhaben war der Bau eines modernen Verarbeitungsbetriebes für Fleisch- und Wurstwaren auf dem Gelände des früheren Viehhofes. Unzureichende Werterhaltungsmaßnahmen und einige maßstabslose Neubauten beeinträchtigten jedoch das historische Erscheinungsbild.

1990 wurden die beiden auf dem Areal bestehenden Betriebe Dresdner Vieh- und Schlachthof GmbH und Sachsenhof GmbH i. G. durch die Treuhandanstalt an westdeutsche Unternehmen veräußert. 1994 erfolgte die Schließung des Schlachthofes und die Verlegung in einen Neubau in Naunhof bei Radeberg. Danach standen die Bauten zunächst leer, bevor der Stadtrat am 17. Dezember 1998 nach mehrjähriger Diskussion entschied, den Schlachthof künftig als Standort der Dresdner Messe zu nutzen. Zuvor hatte es Auseinandersetzungen um mögliche Alternativen in Kaditz-Mickten bzw. auf dem Gelände der früheren Heeresbäckerei gegeben.

Am 18. Januar 1999 begann die Sanierung des früheren Schlachthofes unter Beachtung denkmalpflegerischer Forderungen. Auch der frühere Eingangsbereich und weitere Erlweinbauten konnten äußerlich originalgetreu wiederhergestellt werden. Das nach Entwürfen von Walter Kaplan umgestaltete und um einige moderne Ergänzungen erweiterte Messegelände wurde am 24. September 1999 eingeweiht und wird seitdem für Messen, Ausstellungen, Konzerte und andere Großveranstaltungen genutzt. Weitere Bauten nutzen das Leistungszentrum von Dynamo Dresden sowie die Jugendsportschule mit Sportmittelschule und -gymnasium. Teile des Schlachthofes stehen jedoch noch immer leer.

Zum Cache

An den Listingkoordinaten steht Ihr vor einer „Skulptur“ mit einem Tier drauf. Hier findet Ihr einen Spruch mit 2 Jahreszahlen.

ABCD – EFGH

Ermittelt nun daraus die Finalkoordinaten.

51° 04.A(B-D+G)D

E 13° 42.(D-A)(4*G)A

Additional Hints (Decrypt)

Yvaxr Frvgr qrf Gberf, Crgyvat (xrvar Xnccra noaruzra)

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)



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