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Michelsberg - ein alter Vulkan

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Hidden : 12/22/2015
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size: other (other)

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Geocache Description:


Landschaft erweist sich bei näherem Hinsehen immer als Dokument ihrer eigenen Erdgeschichte.

Weithin sichtbar ist der 588 Meter hohe Michelsberg mit seiner großen weiß getünchten Wallfahrtskapelle auf dem Hauptgipfel, die dem Erzengel Michael geweiht ist.

Nicht so offensichtlich ist, dass es sich hier wie auch bei der Hohen Acht und der Nürburg um einen alten Basaltvulkan handelt, dessen dicht bewaldeter Spitzkegel aus schwarzem körnigem Eruptivgestein besteht. Sein letzter Ausbruch erfolgte in der Zeit des Tertiärs vor rund 40 Millionen Jahren. Die meisten Vulkane in der Eifel sind viel jünger und entstanden in der Zeit des Quartiärs vor ca. 11.000 bis 20.000 Jahren.

Tertiärer Vulkanismus:

Beim tertiären Vulkanismus ist relativ wenig Material aus dem Erdinnern zutage getreten. Keiner der tertiären Vulkane hat einen Lavastrom geliefert. Dieser Vulkanismus hatte seine Ursache im Aufschmelzen von Mantelgestein in Tiefen von 100 - 150km Tiefe. Die Schmelze stieg bis zur Grenze Mantel/Kruste auf und sammelte sich in Magmenkammern. Dort differenzierte die Schmelze in eine ultrabasische Bodenschicht und eine Schicht alkalibasaltischer Zusammensetzung, die aufgrund ihrer geringen spezifischen Dichte eruptionsfähig war.

Die meisten tertiären Basaltvulkane sind kreisrund oder elliptisch und haben selten Durchmesser bis zu 100 Metern. Viele Basaltkuppen sind von Tuffringen umgeben, da dem Ausdringen der Lava Tuffexplosionen vorausgegangen sind, welche die Schlote ausräumten. Man nimmt an, dass sich in einer Tiefe von ca. 30 Kilometern Magmakissen gebildet haben, die durch Schwächezonen in der Erdkruste ihren Weg an die Oberfläche gefunden haben.

 

Basalt:

Basalt ist ein basisches (SiO2-armes) Ergussgestein. Es besteht vor allem aus einer Mischung von Eisen- und Magnesium-Silikaten mit Pyroxen und calciumreichem Feldspat (Plagioklas) sowie meist auch mit Olivin. Die Farbe von Basalt ist dunkel, wie es für Gesteine mit basischer Klassifikation charateristisch ist. Oft erscheint das Gestein blau, graublau, dunkelgrau oder schwarz. Ursache für die Farbgebung sind die gesteinsbildenden Gemengteile (= die Minerale, aus denen ein Gestein besteht).

Er besteht zum größten Teil aus einer feinkörnigen bis dichten Grundmasse; die Kristalle sind aufgrund der Größe nicht einfach zu erkennen. Infolge von Eruptionen oder Verschlackungen weist Basalt häufig eine Fließrichtung auf. Selten befinden sich im Basalt kleinere Hohlräume oder Einsprenglinge bestehend aus Pyroxen- oder Olivinnestern.
Die Dichte von Basalt beträgt 3,0 bis 3,5 g/cm3.

Michelsberg:

Die aus dem 17. Jahrhundert stammende Kapelle ist auf den Fels gebaut; am Turm sieht man außen noch den Basaltsockel.

Unterhalb des Gipfels der Hauptkuppe sind in einem kleinen alten Steinbruch (Referenzpunkt) noch einige Basaltsäulen zu sehen.

Im kleinen Steinbruch kann man gut sehen, wie die Baumwurzeln festen Halt im Fels gesucht haben. Leider ist er aufgrund der Vegetation schlecht zugänglich.

Der Basalt enthält häufig zentimetergroße Einschlüsse, die fast ganz aus dem Mineral Olivin bestehen.

 Eine etwa 170 Meter  südwestlich davon liegende Nebenkuppe besteht ebenfalls aus Basalt. Von diesem Eifelblick hat man unter anderem eine herrliche Aussicht hinüber zu den Vulkankegeln der Basaltvulkane Hohe Acht, Nürburg und Aremberg.

An der Südseite der Nebenkuppe findet sich auch ein alter Steinbruch.

Die Tatsache, dass die relativ kleinen Basaltvorkommen so weit sichtbare Kuppen bilden, geht darauf zurück, dass sie dem 530 m hohen Rücken aufgesetzt sind, welcher die Wasserscheide zwischen Ahr- und Erftgebiet bildet. Der widerstandsfähige Basalt hat die Unterdevongesteine seiner Umgebung auch vor der Abtragung geschützt, deshalb ziehen im Sockel des Michelsberges die Unterdevon-Schiefer noch ein Stück den Berghang hinauf.

Logbedingungen:

 

1. Die angegebenen Listingkoordinaten führen dich zur Nordseite des Turmes.

a) In welcher Farbe zeigt sich der Felsbrocken, auf dem der Turm der Kapelle errichtet ist?

b) Wie ist die ursprüngliche Farbe des hier vorkommenden Basalts, erkennbar an den Stellen, an denen das Wasser aus den beiden Wasserspeiern auf das Gestein trifft?

 

2. Wegabschnitt im Bereich von Station 2

Beschreibe den Untergrund dieses Weges, der zur Kapelle führt in eigenen Worten.

Um welches Gestein handelt es sich deiner Meinung nach. Begründe!.

 

3. Eifelblick

Das tertiärzeitliche Vulkanfeld mit etwa 350 Aussichtspunkten hat mit dem Michelsberg einen markanten, aus weiten Teilen der Eifel und des Siebengebirges sichtbaren Eckpfeiler. Von hier hast du eine gute Aussicht auf vier weitere Erhebungen des Tertiärs.

Um welche handelt es sich? Sortiere sie bitte nach ihrer Entfernung von hier und nenne die Himmelsrichtung, in der sich das Vulkanfeld erstreckt.

Über ein Foto von dir an einem der Wegpunkte würden wir uns sehr freuen (keine Logvoraussetzung).

Quellenverzeichnis:

-GeoRallye Buch

-Wikipedia.de

-eifeltour.de

-eigene Bilder

Additional Hints (No hints available.)



 

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