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Dune de Kloster Zinna

A cache by Sonnenmilch Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 01/01/2016
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
3.5 out of 5

Size: Size: other (other)

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Geocache Description:


Binnendüne zu Kloster Zinna


Panorama

Zwischen der Stadt Luckenwalde und dem kleinen Örtchen Kloster Zinna südlich von Berlin, findet man auf dem ehemaligen sowjetischen Truppenübungsplatz Zinna eine der letzten aktiven Binnendünen des Landes Brandenburgs.

Sie befindet sich in einem Naturschutzgebiet (NSG) "Fort Zinna-Jüterbog-Keilberg". Diese NSG steht unter der Verwaltung der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg. In einem Naturschutzgebiet sind alle Handlungen verboten, die zu einer Zerstörung, Beschädigung oder Veränderung oder zu einer erheblichen oder nachhaltigen Störung führen können.

Binnendünen sind im Land Brandenburg relativ häufig zu finden. Der Dünenanteil des Landes liegt mit 748,3 km² bei beachtlichen 3,2% der anteiligen Landesfläche.

Nirgendwo anders in Deutschland gibt es so ausgedehnte Dünengebiete wie in Brandenburg. Sie sind nicht nur Lebensraum einer speziell angepassten Tier- und Pflanzenwelt, sondern in erster Linie auch eine geomorphologische Besonderheit. Mit den Dünen der Sahara, den Küstendünen einiger Nordseeinseln oder beispielsweise des polnischen Nationalparks Wollin können sich die Brandenburger Binnendünen hinsichtlich ihrer Höhe nicht messen. Doch auch hierzulande erreichen sie vereinzelt bis über 30 Meter Scheitelhöhe und ragen damit für Flachlandverhältnisse deutlich sichtbar über ihre Umgebung hinaus. Solche prägnante Dünen sind zum Beispiel die Waltersberge bei Storkow oder der größtenteils in Berlin gelegene Wilhelmshagen-Woltersdorfer Dünenzug mit den bekannten Püttbergen als höchstem Teil. Doch auch die flacheren, nicht einmal 10 Meter hohen, aber mehrere Kilometer langen Jahnberge bei Nauen und die Prähmer Berge bei Friesack sind weithin sichtbare Binnendünen. Vor allem in Ost- und Südbrandenburg sind flache, oft nur wenige Dezimeter oder Meter mächtige, flächige Flugsandfelder weit verbreitet, in die immer wieder auch höhere Dünenzüge eingebettet sind.

Die Entstehungsgeschichte der Brandenburger Dünen führt in die Nacheiszeit zurück. Als sich vor mehr als 12.000 Jahren die Gletscher der letzten Inlandvereisung aus Brandenburg zurückzogen, blieben am Gletscherrand große vegetationsfreie Landschaften mit Moränenschutt und Sandern zurück. In Mitteleuropa war es in der ausgehenden Weichsel- beziehungsweise Würm-Eiszeit ca. 10 Grad kälter als heute.

Es gab daher keinen Baumwuchs und auch nur eine lückenhafte Vegetationsdecke in Form der Tundra. Zudem musste sich in den von den Gletschern erreichten Gebieten mit dem Rückschmelzen des Eises die Vegetation erst wieder neu etablieren. Somit konnte die Kraft der Winde nahezu ungebremst wirken. Leichte, feinkörnige Bodenpartikel, vor allem Schluff und Sand wurden von den Luftströmen erfasst, oft kilometerweit verfrachtet und an anderer Stelle wieder abgelagert. Durch die sortierende Wirkung des Windes – Schluff wird deutlich schneller transportiert als Sand – entstanden so im Laufe der Zeit vielerorts Flugsandflächen und Dünen, während der Schluff weiter transportiert wurde und, beispielsweise am Nordrand der Mittelgebirge, als Löss wieder abgelagert wurde.

Oft waren dies die Ränder von Urstromtälern, an denen sich eine Leewirkung ausbildete. Kleinere oder größere Moränenkerne dienten als Initiale für die Entstehung leeseitiger Dünen. Noch heute sind Strichdünen an den Rändern der Urstromtäler zu sehen, beispielsweise zwischen Pritzerbe und Marzahne im Havelland oder bei Niebel im Baruther Urstromtal. Für Geologen ein Begriff sind die wie Staffeln aufeinanderfolgenden Parabeldünen bei Horstwalde am Baruther Urstromtal. Dort haben die einzelnen Dünenstaffeln die Form von nach Westen offenen Parabeln oder Sicheln.

Dünenkarte

Das Besondere an dieser Düne ist, dass sie immer noch aktiv ist. Bei starken Winden ist sie in der Lage zu „wandern“. Unbestätigte Quellen gehen von einer jährlichen Bewegung von 1m pro Jahr aus.

Und nun kommt und seht selber einmal nach.

Zum Cache:

Ausgehend vom angegebenen Parkplatz erwartet euch ein kleiner Spaziergang von ca. 2,5 Km bis zur Düne. Da dies ein ehemaliges Militärgelände ist, sollte alle Warnschilder entsprechend beachtet werden. Bitte bewegt euch nur auf den offiziellen Wanderwegen der Gemeinde Luckenwalde (Wanderweg Wurzelberg).

Der Wanderweg darf nicht verlassen werden. Dies bedeutet, dass die Düne nicht betreten werden darf.

  1. Begebe dich in die Nähe des Punktes N 52° 03.942 E 013° 06. 152 und beschreibe mit eignen Worten wie sich der Sand anfühlt. Im Vergleich zu Ostseesand (Strand, kann man einen signifikanten Unterschied feststellen. Bestimme auf Höhe des Baumes (am Wegesrand) die Geländehöhe und schätze an dieser Stelle die Höhe der Düne.
  2. Welche Form weist die Düne auf und in welche Richtung bewegt sie sich?

Sobald ihr dort wart kann der Cache gelogt werden. Sendet mir eure Ergebnis mir per Mail.

Viel Spaß

 

Quellenangabe:

Dieter Göllnitz; http://www.geobasis-bb.de/GeoPortal1/produkte/fachkarten/lbgr/pdf/2_99_Goellnitz_39-41.pdf

Agrar- und UmweltJournal Nr. 19 2003; Lebensraumtypen der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie in Brandenburg-Binnendünen

Wikipedia; https://de.wikipedia.org/wiki/Binnend%C3%BCne

Bildernachweis: Europa in der Weichsel- bzw. Würm-Kaltzeit; https://de.wikipedia.org/wiki/Weichsel-Kaltzeit

Additional Hints (No hints available.)



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