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Hände ohne Seife

A cache by Vluetkens Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 2/20/2016
Difficulty:
4 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size: small (small)

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Geocache Description:

Hände ohne Seife

 

Bei diesem Rätsel geht es um einen Menschen, der Urheber einer bahnbrechenden Erkenntnis bzw. Erfindung ist, die vermutlich eine der wichtigsten der Neuzeit war. Leider hat ihm damals keiner geglaubt. Und seinen Namen kennt heute auch kaum noch jemand.


Die Richtigkeit und Tragweite seiner Erkenntnis wird heute (unabhängig von Religion, Bildung oder Nationalität) weltweit niemand mehr ernsthaft bestreiten wollen. Allenfalls mit Ausnahme meiner Kinder und vielen anderen Kindern auf dieser Welt.

Trotzdem ist der „Erfinder“ fast vollständig in Vergessenheit geraten. Warum?

Hier ist ein Bild von ihm in jungen Jahren. Nennen wir ihn im Folgendem in Anlehnung an seinen wirklichen Namen: Herrn Brötchenrot.

 

 

 

Wie so oft bei wichtigen Erfindungen oder Erkenntnissen wurde sein Schaffen zu seinen Lebzeiten nicht gewürdigt.

Denn manche Erkenntnis, die einem heute als selbstverständliches Allgemeingut erscheint, war noch vor überraschend wenigen Jahren alles andere als selbstverständlich. Ganz im Gegenteil wurde sie vom sog. „wissenschaftlichen Establishment“ ohne ausreichende Prüfung abgelehnt und die Urheber der Erkenntnis als „Verrückte“, ihre Ideen als „Blasphemie“ verurteilt. Denn widerspricht jemand der vorherrschenden Theorie, so riskiert er damit oft seinen Ruf, seinen Job und manchmal auch seine nervliche Gesundheit.

So erging es auch Herrn Brötchenrot.

Nun könnte man leicht glauben, dies sei ein typisches Problem unserer "dummen" Vorfahren. Der aufgeklärte Mensch, in der Schule mit dem „Leben des Galilei“ konfrontiert und als Norddeutscher zudem protestantisch geprägt, steht da selbstverständlich über den Dingen.

Er „weiß“, dass die Erde keine Scheibe ist, die Sonne sich nicht um die Erde dreht, Hexen nur in Märchen vorkommen, die Evolutionstheorie stimmt, Atome teilbar sind, es einen Urknall gab, Quasikristalle existieren, der Ödipuskomplex real ist, der Klimawandel durch den Menschen verursacht wird, Homöopathie hoch wirksam ist, Impfungen das Gegenteil vom eigentlich Gewollten bewirken, Chemtrails uns vergiften und wir besser Aluhüte tragen sollten, damit Aliens nicht weiter unsere Gedanken beeinflussen können. Und, dass es -selbstredend- Bielefeld gar nicht gibt. Wobei die behauptete Existenz von Bielefeld eine kleine Ausnahme bildet, weil der Irrtum und die Verschwörung dahinter so lachhaft einfach zu erkennen ist, dass die Existenz wirklich keiner ernsthaft vertreten kann.

Im vorhergehenden Absatz kurz gestockt? Wo genau? Warum?

Was stimmt? Und woher weiß man, dass man richtig liegt, auch wenn alle andere das Gegenteil behaupten?

Für bahnbrechende neue Erkenntnisse braucht es schon von der Definition her vorher einen Zustand der verbreiteten, begründeten gegenteiligen Annahme. Nur weil es etwas verrückt klingt, ist es noch nicht verrückt, sondern manchmal genau richtig. Also nicht aufhalten lassen.

Im Gegenzug werden aber auch irrige Thesen nicht automatisch dadurch richtig, dass die große Mehrheit sie als Unsinn bewertet. Unverstanden zu sein, liegt nämlich leider auch erschreckend oft daran, dass es gar nichts an der vertretenen These zu verstehen gibt, sondern sie schlicht und einfach tatsächlich Unsinn ist; auch wenn sich der vermeintliche Entdecker darauf versteift hat, sich als Rebellen zu sehen und sich gar in der Richtigkeit seiner These dadurch bestätigt fühlt, dass das „wissenschaftliche Establishment“ sie ablehnt.

Aber wie bahnbrechende, neue und richtige Erkenntnisse von blankem Unsinn unterscheiden?

Was ist Wissenschaft, Protowissenschaft oder nur Pseudowissenschaft? Ist nur das wirklich, was man beweisen kann? Und wie steht es in diesem Zusammenhang mit der Religion?

Hätte Herr Brötchenrot darauf eine gute Antwort gehabt, wäre ihm und fast eine Generation nach ihm, bis sich seine Erkenntnis durchgesetzt hat, vieles erspart geblieben. Offensichtlich hatte er aber keine gute Antwort.

Dabei ist diese Frage alles andere als neu. Vom griechischen Philosophen Aristoteles über Mönche im Mittelalter, den Vertretern der Aufklärung bis Karl Popper haben sich viele an der Lösung dieses Dilemmas versucht. Popper, der sich vor fast 100 Jahren zuletzt damit so umfassend und differenziert beschäftigt, dass man beim Lesen seiner Theorien auf jeden Fall ausrufen kann: „Interessant!“, schafft zwar nach der Lektüre das Gefühl zu vermitteln, irgendwie schlauer zu sein. Alltagssituationen meistert man jedoch damit eher weniger. Denn hatte ich nicht gerade erst den noch lebenden Elvis an einer Tankstelle in Las Vegas mit eigenen Augen gesehen?

Zum Glück bedarf es bei den meisten Fällen, die das Alltagsleben des Normalbürgers betreffen, keine große Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Theorien. Denn es ist eigentlich ganz einfach: Die meisten haben für sich entschieden, dass wohl nicht alles, was in der Zeitung mit den großen Buchstaben steht, stimmt. Dafür stimmt aber konsequent und auf jeden Fall alles, was ein Freund eines Freundes dessen Schwager erlebt oder gehört und im Gesichtsbuch gepostet hat. Oder soll stimmen. Oder kann stimmen. Sagen es viele, stimmt es auch. Von manchen wird diese sogenannte „kollektive Intelligenz“ als bahnbrechende neue Erkenntnis vertreten, andere halten sie für: Unsinn.

Es wäre spannend zu sehen, wie es Herrn Brötchenrot und seiner Erkenntnis in unserer heutigen aufgeklärten Welt mit „kollektiver Intelligenz“ ergangen wäre und was der Freund des Parkwächter meines Schwagers und seine Familie dazu gedacht hätte. Und ob das irgendetwas geändert hätte.

Herrn Brötchenrot erging es jedenfalls sehr schlecht. Er war von seiner Idee völlig zu Recht überzeugt. Nur leider überzeugte er niemand anderen, weder im beruflichen, noch im privaten Umfeld. Auf vielfältigen, leider nicht besonders diplomatischen Wegen, versuchte er sich insbesondere in der Wissenschaft immer lauter Gehör zu verschaffen. Sein Scheitern wird heute nicht nur seiner für damalige Verhältnisse abwegigen Theorie, sondern auch seiner von seinem cholerischen Charakter geprägten Art sie zu vertreten, zugeschrieben. Er scheiterte völlig. Zunächst verlacht, dann aktiv bekämpft, schließlich als geisteskrank abgetan, drang er mit seiner Erkenntnis nicht durch. Und vielleicht war er sogar etwas geisteskrank. Geisteskrankheit schützt bekanntlich nicht vor bahnbrechenden Erfindungen. Und leider ist es manchmal auch anders herum.

1865 wurde Herr Brötchenrot schließlich in der Nähe von Wien in eine Irrenanstalt eingeliefert, wo er wenige Wochen später starb. Todesursache des Mannes in seinen besten Jahren war offiziell eine Blutvergiftung. Heute geht man aber davon aus, dass er vom Pflegepersonal der Anstalt erschlagen wurde. Er hinterließ Frau und drei Kinder, Nachrufe waren knapp und distanziert.

Erst Jahrzehnte später erkannte man die Tragweite seiner Erkenntnis. Und während andere, mit vergleichbar bahnbrechenden Idee bis heute mit ihrem Namen dafür stehen (Röntgen, Pasteur, Diesel, Tesla, Zeppelin, etc.), steht sein Name nicht für die eigentliche Erfindung. Vermutlich empfindet man sie heute für zu banal, um ihr einen besonderen Eigennamen zu geben.

Dafür dient sein Name aber heute im Englischen zur Beschreibung einer Situation, in der man sich mit einer bahnbrechenden, richtigen Erkenntnis nicht durchsetzen kann. So wie eben Herr Brötchenrot. Ob er mit dieser Ehrung glücklich wäre? Wahrscheinlich würde es ihm zumindest etwas Genugtuung verschaffen. Dass man inzwischen ganze Universitäten nach ihm benennt, hätte er sich am Ende vermutlich nicht mehr vorstellen können.

Glücklich wäre er aber sicherlich über den Ort, an dem die Dose liegt. Denn er zeigt, wie ernst man ihn heute nimmt.

 

Rätsel

 

Gesucht werden:

  1. der wirkliche (Nach-)Name des Herrn, der hier als „Brötchenrot“ bezeichnet wird (Anzahl der Buchstaben = A)
  2. Jahreszahl, an der die Deutsche Bundespost eine Briefmarke zum Gedenken an "Herrn Brötchenrot“ heraus brachte ( = B)
  3. Anderer Begriff für „kollektive Intelligenz“ (Anzahl der Buchstaben = C)
  4. Jahr der Veröffentlichung der „Bielefeldverschwörung“ (= D)

 

N 53° 32. [(A x B) - 19470]

E 10° 02. [(C x D)- 35181]

 

Da das Final an einem öffentlichen Ort liegt, an dem man die längere Anwesenheit eines Suchenden missverstehen könnte, war das Final ursprünglich einfach gestaltet (Petling), um ein schnelles Suchen & Finden zu ermöglichen. Trotzdem hat der Petling nicht lange überdauert. Die Ersatzdose ist nun besser getarnt und gleich auch eine größere Bastelarbeit geworden. Damit diese "Dose" überlebt, bitte nicht in größeren Gruppen auftreten und die "Dose" nur heben, wenn keine Muggel vor Ort sind. Da gerade das hier eine echte Herausforderung ist, habe ich die Schwierigkeitsstufe angehoben und gleichzeitig einen deutlichen Spolier auf die "Dose" in den Hinweisen gegeben, damit hier nicht lange gesucht bzw. verweilt werden muss. Bitte daran denken, dass auch das Fehlen der Dose während des Logvorgangs deutlich sichtbar ist und daher zügig geschehen sollte.  Die Dose ist in der "Dose" mit einem Magneten befestigt und kann einfach abgenommen werden. DANKE!


Die Lösung für die Koordinaten dieses Rätsels können auf geochecker.com überprüft werden: GeoChecker.com.


Wer die verrückte These von Herrn Brötchenrot weiterverbreiten möchte, kann das in seinem Profil gerne tun. Ein Aluhut wird nicht benötigt, einfach folgenden Code kopieren und in das eigene Profil einsetzen:

<a href="http://coord.info/GC6BN28"><img src="http://i.imgur.com/3fqqbnW.jpg" style="width: 280px; height: 99px;" /></a>


 

Wählt Hamburgs Cache des Jahres


Additional Hints (Decrypt)

[Raetsel:] N = fvrur Gvgry qrf Pnpurf, O = Jvxv uvysg, P = qraxr na Gvrer, Q = Jvxv uvysg
[Final:] Obqra, rva fnhorere Fgrva, "Rv", Fntebgna!

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)



 

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