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Shooting Star

A cache by maulstar Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 4/18/2016
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size: micro (micro)

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Geocache Description:

I thought it would be nice to have a cache next to the town of Erle's beloved Schützenfest Platz. It's not just for the yearly Schützenfest but also for other events such as a Circus and Oktoberfest.

Ich dachte einer Cache beim Erle's Schützenfest Platz wäre schön. Der Platz wurde auch nicht nur für den jährlichen Schützenfest benutzt, sondern auch für Zirkus und Oktoberfesten.


Please place the cache in exactly the same spot that you found it.

Bitte den Cache genau so platzieren wo sie er gefunden haben.

 

Aus der Vereins-Chronik

 

Die ersten glaubwürdigen Nachrichten über Schützengesellschaften tauchten Ende des 13. Jahrhunderts auf. Hauptsächlich in den aufblühenden Städten entwickelte sich das Schützenwesen. Neben den Berufsschützen der Landesfürsten und Gemeinden gab es auch den Schützendienst der Bevölkerung, aus denen von Fall zu Fall Schützen rekrutiert wurden.

 

Von den Städten, in denen sich eine Schützengilde gebildet hatte, strahlte die Wirkung wiederum auf das Umland aus. Viele von den städtischen Schützen gepflogenen Bräuche wurden auf dem Lande in leicht abgewandelter Form übernommen. Die Wurzel beider aber ist gemeinsam. Städtische und ländliche Schützenvereinigungen sind als nachbarschaftliche Notgemeinschaften zur Abwehr allgemeiner Gefahren entstanden.

 

Alle Bestandteile einer eigenverantwortlichen Gemeinschaft mit einem sicheren Bestand an religiösen Bräuchen und eine Nachbarschaft auf gegenseitige Hilfe und Schutz, finden sich mehr oder weniger stark ausgeprägt im ländlichen Schützenwesen wieder.

 

Die bäuerliche Arbeit, die durchweg die persönliche Anwesenheit auf Hof und Feldern verlangte, war einem kriegerischen Leben im Grunde stets abgeneigt. Dennoch musste man sich wirkungsvoll verteidigen können und so blieb den Bauern und Bürgern nichts anderes übrig, als zu den Waffen zu greifen.

 

An Gelegenheiten, die Gemeindemitglieder zu den Waffen zu rufen, fehlte es nicht. Angriffe von Räuberbanden, Söldnerscharen oder Übergriffe von Nachbargemeinden waren an der Tagesordnung. Somit ergab sich, dass Schießübungen im organisatorisch bewährten Rahmen einer Schützenvereinigung durchgeführt wurden.

 

Das zuverlässige Zeugnis für die Existenz einer Vereinigung sind im allgemeinen ihre Statuten. Man kann jedoch davon ausgehen, dass eine Vereinigung schon Jahre existiert hat, bevor ihre Statuten schriftlich niedergelegt worden sind, denn dem gesprochenen Wort wurde mehr Bedeutung beigemessen.

 

Der Allgemeine Bürgerschützenverein Erle e.V. ist sehr viel älter als 100 Jahre. Das geht aus den mündlichen Überlieferungen ganz eindeutig hervor. 1895 wurde eine prächtige Fahne gestiftet. Dieses Datum nehmen wir zum Anlass, in diesem Jahr 1995 ein Jubelfest zu feiern. Im Jahre 1895 beging man das Schützenfest bei Wolberg. Das Haus Wolberg stand früher westlich der St. Silvester Kirche direkt neben Ohsing. Dem Schützenvorstand von 1895 gehörten an: Wilhelm Menting, Franz Güniker, Johann Limberg, Johann Horstmann, Heinrich Goosen, Johann Meis, Bernhard Aulenkamp und Johann Heidermann. Schützenoberst war damals Bernhard Horstmann. Das Vereinslokal – Zur alten Eiche – war damals schon auf dem heutigen Platz, nämlich die Gaststätte Aulenkamp, vormals Böckenhoff, heute Schneemann-Hagemann.

 

Bereits vor 1895 feierte man in Erle nachweislich schon Schützenfest. Aus dieser Zeit ist bekannt, dass z.B. 1891 unter den Majestäten König Hermann Mecking, der auf dem Hofe Menting, heute Braems, tätig war, und Königin Katharina Kruse ein großes Fest gefeiert wurde. Der König erhielt zum Zeichen seiner Würde eine lange Pfeife und der Königin wurde ein Gebetbuch überreicht.

 

Franz Heidermann und Anna Kemper waren auch ein Königspaar aus dieser Zeit. Ebenfalls ist bekannt, dass Johann Limberg zu den ganz frühen Königen zu zählen ist. Die älteste Plakette an unserer Königskette stammt aus dem Jahre 1896. Sie wurde gestiftet von König Franz Güniker und Königin Anna Menting. Franz Gülker war damals Buchhalter in der Brennerei Bernhard Böckenhoff. Er heiratete sich auf dem Hofe Menting ein.

In alter Zeit war Johann Schwering Präsident des Schützenvereins. Schon damals feierte man traditionell am Sonntag nach Pfingsten. Die Erler Schützen waren in der ganzen Herrlichkeit bekannt, dass sie ohne Ausnahme am Festzug teilnahmen, die besten Paraden vorlegten und ungeheuer trinkfest waren. Aus dem Jahre 1911 wird berichtet, dass der König Theodor Röhling nachmittags vor der Abnahme der Parade die Kutsche verließ, sich an die Ecke des Bataillons begab, die Front anpeilte und befahl, das Bataillon ausrichten zu lassen. Röhling war zuvor langjähriger Major. Danach bestieg die Majestät die Staatskarosse, um unter großem Beifall die Front abzufahren.

Die Erler Schützen sind ihrer Geselligkeit wegen dafür bekannt, dass sie harmonische Feste feiern und sich wenig kriegerisch gebärden. Bei ihren Paraden nehmen sie an Stelle von Holzgewehren, die in anderen Vereinen geführt werden, stets einfache Holzstöcke mit. Diese Holzknüppel erhielten nach dem 1. Weltkrieg, angeregt durch den damaligen Oberst Bernhard Böckenhoff, grün-weiße Wimpel, die heute noch das Bild des Erler Bataillons verschönern.

 

Im Jahre 1913 fiel das Schützenfest aus, weil die Erler Bürger vom Kriegerverein ein großes Scheibenschießen veranstalteten. Die Leitung hatte Hauptmann Platzköster. Der Ort des edlen Wettstreits war der Platz unter den Buchen in der Östrich. Nachdem die Erler im Dorf angetreten waren, gab Hauptmann Platzköster mit gezogenem Degen das Kommando „Wir marschieren gegen Österreich“.

 

Im Jahre 1920 wurde zusätzlich auf dem Hofe Breil in der Westrich ein Schützenfest gefeiert. Auf der Weide bei Wilms fand das Vogelschießen statt. Oberst war Theodor Breil, Major Johann Stegerhoff. Das Präsidium hatte Alois Schwane inne. Der damalige Präsident animierte seinen noch sehr jungen Sohn Josef, die Königswürde zu übernehmen. Seine Königin war Maria Honvehlmann.

 

Später im Jahre 1930 wurde Josef Schwane noch einmal König. Diesmal beim Allgemeinen Bürgerschützenverein. Im Jahre 1921 wurde im Dorf wie auch in der Westrich gefeiert. Damals war Wilhelm Kuhlmann König und Christine Olbing Königin. Das Zelt stand auf Olbings Weide, wo auch das Vogelschießen stattfand. Alois Schwane war damals Oberst.

 

1923 während der Besetzung des Ruhrgebiets wurde der passive Widerstand ausgerufen und daher kein Schützenfest gefeiert. In den nachfolgenden Jahren fielen die Feste in den Bauernschaften gänzlich aus, und die gesamte Bürgerschaft beschränkte sich auf das Fest des Jahres im Dorf. Aus dem Jahre 1932 wird berichtete, dass der damaligen Wirtschaftskrise wegen das Schützenfest ausfallen sollte. Hierüber war die Bürgerschaft so sehr enttäuscht, dass am Donnerstag vor dem Schützenfest Bernhard Böckenhoff und Heinrich Schneemann kurzerhand ein Zelt von Kurig aus Schermbeck besorgten. Das Zelt wurde noch sonntags vormittags  aufgebaut und nachmittags bereits bezogen.

 

Wie aus der Liste der Majestäten hervorgeht, wurde fortan alljährlich am Traditionstag um die Königswürde geschossen. Das letzte Schützenfest vor dem Kriege fand 1939 statt. Wilhelm Siemen der damalige König, der Frau Husmann zu seiner Königin erkor, hat das Verdienst, die traditionelle Königskette über die Wirren des 2. Weltkriegs hinweg gerettet zu haben.

 

Sie wurde in einer Milchkanne vergraben und ist bis zum heutigen Tage erhalten. Während des Krieges wurden keine Feste gefeiert. Bei Kriegsende lag Erle in Schutt und Asche. Aber schon einige Jahre später besannen sich die Erler auf ihre alte Tradition und auf die Satzung des Vereins, in der es u.a. heißt: Ziel und Zweck des Schützenvereins ist die Erhaltung und Förderung alten Volksbrauchtums und Pflege der Geselligkeit.- Laut Alliiertem Kontrollratsgesetz druften beim Vogelschießen keine Feuerwaffen benutzt werden. Das störte die Erler Schützen nicht, denn militaristisch im schlechten Sinne waren sie nie.

 

Der sehr aktive Vorstand bestehend aus Präsident Fritz Heidermann, Alois Nüssing, Bernhard Gördes, Anton Willing, Heinrich Krampe und Paul Braems organisierten unmittelbar nach der Währungsreform im Herbst 1948 das erste Schützenfest nach dem Kriege und besorgten eine Armbrust, mit deren Hilfe der stolze Vogel, diesmal nicht aus hartem Holz, sondern aus einer Runkelrübe bestehend, durch Stahlbolzen fiel. In dem nur 400 qm großen Zelt, welches auf dem Acker bei Stevens stand, feierten die Erler voller Begeisterung wieder Schützenfest. Damals wurde Bernhard Böckenhoff, gerade 21 Jahre alt, Schützenkönig. Der Alkohol war noch sehr knapp. Damals arbeiteten in Erle fast 100 Brennereien – allerdings Balkenbrand und „Runkelinchen“. Oberst Heinrich Limberg hatte sein Bataillon in erstklassiger Verfassung. Ganz Erle freute sich, dass wieder Schützenfeste stattfinden konnten.

 

Zweimal gab es bislang den Fall, dass König und Königin nach ihrere Regentschaft geheiratet haben. Das waren die Majestäten des Jahres 1920: Josef Limebrg und Johanna Ohsing und des Jahres1958: Heinz Kuhlmann und Elisabeth Pieper.

 

Der Vorstand ist überzeugt, dass Schützenvereine auch in der heutigen Zeit noch ihre Existenzberechtigung haben. Den Beweis hierfür lieferten die Bürger unserer Gemeinde, die alljährlich mit Begeisterung dieses alte Traditionsfest immer wieder begehen.

Additional Hints (Decrypt)

Zntargvp. Zntargvfpu.

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)



 

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