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Biwaksteine

A cache by Dr. Wash Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 04/29/2016
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size: other (other)

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Geocache Description:


Die Biwaksteine im Spittelforst


Bei diesen eigenartig geformten Steinen handelt es sich genau genommen um Rundhöcker. Diese Steine werden manchmal mit Findlingen verwechselt. Findlinge wurden allerdings vom Eis an Ort und Stelle gebracht und bestehen daher oft aus Gestein welches es in der Gegend wo sie gefunden werden eigentlich gar nicht gibt. Rundhöcker gehören dagegen schon immer zum vorhandenen Gebirge und wurden lediglich durch die Eiszeiten verändert. Die Biwaksteine sind allerdings nicht wie die Rundhöcker nur durch natürliche Einflüsse geformt worden, sondern auch durch Menschenhand.

Entstehung

Zunächst zur Entstehung von Rundhöckern. Während der Elster-Kaltzeit wurde das frühere Grundgebirge mehrfach von Gletschereis "überfahren". Dabei wurden Aufragungen (aus dem Grundgebirge aufragende Felsen), welche aus porphyrisch ausgebildeten Biotitgranodiorit bestehen, an der Luvseite vom Gletscher abgeschmirgelt, während an der Leeseite immer wieder Steine abgebrochen wurden. Die tieferliegenden Gesteinsschichten blieben dagegen vom Eis weitestgehend unberührt. Der Prozess an der Luvseite heisst fachlich korrekt "Detersion". Das Eis gleitet auf einem Schmelzwasserfilm über das Gestein wobei es Gesteinsbrocken mitführt. Der Prozess an der Leeseite wird "Detraktion" genannt. Das Eis gefriert wieder und reißt durch die Gletscherbewegung immer wieder Brocken von der Aufragung ab. An dieser Stelle im Forst ist die Gletscherbewegung teilweise noch recht gut erkennbar. Auch ist die flachere, dem Gletscher zugewandte Seite deutlich von der steilen, dem Gletscher abgewandten Seite zu unterscheiden.

Einfluss des Menschen

Aber was hat der Mensch hier zur Form der Biwaksteine beigetragen? Ich meine nicht die Graffitis die zwar unschön sind, aber erdgeschichtlich keinen langen Bestand haben werden. Wenn ihr genau hinschaut, seht ihr, dass es eigentlich gar keine richtigen Rundhöcker sind, eher Vierecke (der Hauptstein hat durch den Gesteinsabbau einen nahezu quadratischen Grundriss). Das liegt daran dass im Forst Festgestein abgebaut wurde (siehe Multi "Restlöcher im Kamenzer Forst"). Die Gesteinsgewinnung machte auch vor den Rundhöckern nicht Halt, sodass diese stark überprägt wurden.

Verwitterung

Leider sind die typischen, beim Übergleiten des Inlandseises entstehenden Gletscherschrammen nicht mehr zu sehen. Grund dafür ist die schleichende Verwitterung des Gesteins. Durch Umwelteinflüsse wie Regen und Frost wird der Stein nach und nach abgetragen. Der Stein wird dadurch weiter geschliffen. An Vertiefungen schreitet die Verwitterung besonders voran. Dort kann Wasser leicht eindringen und löst das Gestein auf oder entfaltet wenn es gefriert sehr große Kräfte die das Gestein aufsprengen. Dies ist auch an den Biwaksteinen zu erkennen. Die Oberfläche wird immer glatter. Vertiefungen werden größer wobei eindringendes Wasser Risse bildet, der Frost sorgt dann dafür dass aus den Rissen eingeschnittene Furchen werden, bis der Felsen irgendwann zu einzelnen Brocken zerfällt. Stark verwitterten Granodiorit oder Granit trifft man in Form von sogenanntem Granitgrus an. Es handelt sich dabei um ein sandähnliches, grobkörniges Material. Es wird gern als Rohstoff für verschiedene Baumaterialien verwendet.

Wem dass alles zu schnell ging, kann nochmal meine selbstgezeichnete Beschreibung in Bildform auf sich wirken lassen:

Nun zur Aufgabe:


1. Frage: Wie nennt man den Prozess des Abschleifens auf der Luvseite der Rundhöcker und wie den Prozess des Herausbrechens von Gestein an der Leeseite?

2. Aufgabe vor Ort: Woran erkennst du Einflüsse der Verwitterung? Beschreibe deine Beobachtung in einigen kurzen Stichpunkten. (Tipp: Erfühlen bringt den Aha-Effekt)

3. Aufgabe vor Ort: Welche Veränderungen an der Beschaffenheit der Steine würdest du Eingriffen seitens des Menschen zuschreiben?

4. Aufgabe vor Ort: Ermittle den Umfang des quadratischen Hauptsteins (Anzahl Meter).

5. freiwilllig: Wer es ganz besonders toll machen möchte, darf gern die Richtung des Eisvorschubs versuchen herauszufinden, man erkennt dies wenn man die Luv- und Leeseite vergleicht. (Das ist nicht ganz einfach und erfordert eine intensivere Beschäftigung mit den Steinen vor Ort.)

6. Fügt eurem Online-Log ein Vor-Ort-Foto von euch oder einem persönlichen Gegenstand mit eurem Cachernamen als Anwesenheitsbeweis hinzu! Fotos sind mit der Änderung der Earthcache-Guidelines vom 10.06.2019 nicht mehr zwingend optional, sie dürfen eine Logbedingung sein!

Die Antworten bitte an: dr.wash@posteo.de , per Kontaktformular oder Messagecenter!

Ihr könnt den EC sofort nach Beatwortung der Fragen loggen, sollte etwas nicht stimmig sein, melde ich mich.

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