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Die Dalbek - Ein Flusslauf in Bewegung

A cache by Azra3l Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 4/28/2016
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size: other (other)

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Geocache Description:

Ihr befindet euch hier in einem Naturschutzgebiet und nach dem Naturschutzgesetz von Schleswig - Holstein dürfen Wälder nur auf Wegen betreten werden , bitte haltet euch unbedingt daran. Diese Information findet ihr auch am Eingang der Schlucht auf einem Schild.

 

Die Dalbek - Ein Flusslauf in Bewegung

 

 

Hier in der Dalbekschlucht kann man zwei geologische Besonderheiten finden welche, wenn man nicht darauf hingewiesen wird, recht unscheinbar wirken. Die Dalbek mäandriert hier natürlich über eine längere Strecke und bildete eine tief eingeschnittene Schlucht, die Dalbekschlucht über die man im nahe gelegenen Earth Cache mehr erfahren kann. Die stark ausgeprägten Mäander und Flussschleifen kann man hier sehr gut sehen und auch das Bachbett zeigt uns eine Besonderheit nämlich die prägnanten Strömungsrippel die sich hier zahlreich finden lassen. An den verschiedenen angegebenen Koordinaten könnt ihr sehr schön die besonders ausgeprägten Schlingen, auch Mäander genannt, der Dalbek und auch die zahlreichen Strömungsrippel im Bachbett sehen und euch näher mit diesen Besonderheiten auseinandersetzen.

Hier vor Ort könnt ihr anhand der mäandrierenden Dalbek auf wenigen 100 Metern, im kleinen und hautnah einen grösseren Zusammenhang, die Bildung und Ausprägung von Flusschlingen sehen und mehr darüber erfahren.

Meist sieht man Mäander, bei Earth Caches, an grossen Flüssen wie der Elbe, der Mulde, ... und dort kann man davon immer nur einen kleinen Ausschnitt überblicken. Hier könnt ihr auf einer kurzen Strecke diese grosse Besonderheit und ihre Ausprägungen überblicken und eure Beobachtungen über den gesamten Verlauf machen was an grossen Flüssen so teilweise nicht möglich ist.

An den Koordinaten sowie auf einer optionalen Wanderung werdet ihr den Unterschied zwischen einem Prall- und einem Gleithang sehen können und anhand dieser beiden Hangarten auch die Erosion sowie die Sedimentation näher kennenlernen dabei lernt ihr auch was es mit den Rippeln so auf sich hat.

Mäander

Mäander ist die Bezeichnung für eine Flussschlinge in einer Abfolge von solchen, wie sie sich in Abschnitten mit geringem Sohlgefälle und gleichzeitig transportiertem Geschiebe (Sand, Kies, Steine) bildet. Eine isolierte Flussschlinge im Flusslauf wie die Saarschleife wird dagegen nicht als Mäander bezeichnet, ebenso wenig ein Flussknie (Flussschlinge mit anschließend markant veränderter Fließrichtung). Als einfaches Maß für die Intensität des Mäandrierens wird die Sinuosität verwendet.

Etymologie

Das Wort Mäander stammt vom griechischen Namen Μαίανδρος (Maiandros) für die Flüsse Menderes (Großer Mäander und Kleiner Mäander) in der westlichen Türkei. Bereits in der Antike waren die genannten Wasserläufe bekannt für ihre zahlreichen Flussschlingen.

Ursache

Ursache der Mäandrierung ist eine durch die Bodenreibung des Wassers verursachte Querzirkulation, die entlang des Flussbodens von der kurvenäußeren Seite zur kurveninneren Seite führt und an der Flussoberfläche zurück zur kurvenäußeren Seite führt. Hierdurch wird Material des Flussbodens von außen nach innen getragen und die Kurven immer weiter. Diese Querzirkulation entsteht folgendermaßen:

  1. Bildet sich aus zufälligen Unregelmäßigkeiten im Flussbett eine leichte Kurve, bildet sich folgendes Kräftegleichgewicht bei Reibungsfreiheit aus. Der Wasserstand an der kurvenäußeren Seite des Flusses ist höher als auf der inneren Seite. Hierdurch entsteht in gleicher Wassertiefe für alle Wasserteilchen eine Druckgradientkraft in Richtung des Kurveninneren (Zentripetalkraft). Die Gegenkraft hierzu ist aus Sicht des Wassers die Zentrifugalkraft. Der Wasserstand ist somit eine Äquipotentialfläche aus dem Potential der Gravitation und der Zentrifugalkraft. Damit alleine hat man eine Gleichgewichtsströmung um die Kurve, die zunächst keine Querzirkulation verursacht.
  2. In der Nähe des Flussbettes spürt das Wasser jedoch die Rauhigkeit in Form einer Reibungskraft. Diese steht der Geschwindigkeit zunächst entgegen. Die Druckkraft bleibt gleich, weil die Statik der Wasseroberfläche hierdurch unverändert bleibt. Die Zentrifugalkraft wird jedoch abgeschwächt, wodurch diese Wasserteilchen eine Beschleunigung in Richtung Kurveninneres erfahren.
  3. An der Oberfläche entsteht aus Gründen der Massenerhaltung eine Komponente der Strömung in Richtung Kurvenäußeres. Jeder Flussbootfahrer kennt diese Strömung, die nicht durch die Zentrifugalkraft ausgelöst wird. Diese wird exakt balanciert durch den höheren Wasserstand an der kurvenäußeren Seite.

Wirkung

Wenn sich zwei benachbarte Schlingen berühren, nimmt das Wasser die entstandene Abkürzung und es bleibt ein Altwasser (auch Altarm) zurück, das mit der Zeit verlandet. Das vom Altwasser umgebene erhöhte Gebiet nennt man Umlaufberg.

Prallhang

Als Prallhang bezeichnet man das kurvenäußere Ufer eines Flusses, das durch die hier stärkere Strömung abgetragen wird. Das kurveninnere Ufer (im Strömungsschatten) wird als Gleithang bezeichnet; hier wird Material wegen der geringeren Strömung abgelagert. Die Begriffe werden in Zusammenhang mit der Mäanderbildung eines Flusses verwendet. Durch die Erosionsprozesse verlagern sich die Schlingen eines Flusses im Laufe der Zeit. Trifft ein wandernder Prallhang rückseitig auf einen anderen Prallhang, entsteht ein Umlaufberg.

Gleithang

Als Gleithang bezeichnet man das kurveninnere Ufer eines Flusses, an dem durch die hier geringere Strömung Material abgelagert wird. Das kurvenäußere Ufer wird als Prallhang bezeichnet. Die hier stärkere Strömung trägt Material ab. Die Begriffe werden in Zusammenhang mit der Mäanderbildung eines Flusses verwendet. Durch die Erosionsprozesse verlagern sich die Schlingen eines Flusses im Laufe der Zeit. Trifft ein wandernder Prallhang rückseitig auf einen anderen Prallhang, entsteht ein Mäanderdurchbruch.

Und was ist nun mit den Rippeln?

Rippel auch Rippelmarken, Wellenform sind von einem strömenden, Luft und Wasser hervorgerufene wellenartige Oberflächenformen. Rippel und die mit ihnen erzeugte Schrägschichtung zählen zu den Sedimentstrukturen. Bei Rippeln unterscheidet man je nach Entstehung zwei Formen: Strömungsrippel und Oszillationsrippel.

Strömungsrippel

Diese Rippel entstehen dadurch, dass Sandkörner bewegt werden und sich anhäufen. Diese Anhäufung ist kontinuierlich wobei sich in Strömungsrichtung ein flacher Anstieg, in strömungsabgewandter Seite der Anhäufung ein steiler Abstieg bilden. Die Strömungsrippel sind eher einheitlich und gleichförmig.

Oszillationsrippel

Diese Rippel entstehen bei häufigem Richtungswechsel und sind daher nicht gleichförmig sondern wirken eher chaotisch. Gebildet werden diese Rippel meist durch Wind oder durch das Meer da sich bei beiden Entstehungsvarianten die Richtung des Mediums (Luft und Wasser) häufig ändert.

Wo kann man Rippelmarken finden?

Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, man kann Rippelmarken am Meer, am Strand und auch in Steinbrüchen ( als versteinerter Meeresboden) finden. Am einfachsten und überall kann man diese Oberflächenform aber bei Wind auf einer Wasseroberfläche sehen, denn die erzeugten "Wellen" sind auch kurzlebige Rippel.

So nun aber genug der Theorie, jetzt wird es Zeit diese Besonderheit zu erkunden und etwas über die Mäanderbildung und die Rippelmarken vor Ort zu erfahren.

Hier kann der GPS Empfang sehr stark schwanken weshalb die Koordinaten etwas abweichend sein können. Deshalb beachtet bitte, egal wo die Koordinaten auch hinzeigen mögen, es muss nie der Weg verlassen werden! Das ist weder nötig noch erlaubt.

 

Ihr befindet euch hier in einem Naturschutzgebiet und da diese nach dem Naturschutzgesetz von Schleswig - Holstein nur auf Wegen betreten werden dürfen solltet ihr euch, bitte, auch daran halten.



Mit den Informationen des Listings und euren eigenen Überlegungen könnt ihr vor Ort alle Fragen beantworten, eine Informationstafel, welche euch die Antworten gibt, findet ihr hier nicht. Die Informationstafeln vor Ort geben nur Zusatzinformationen zur Dalbek, der Dalbekschlucht und der Geologie an.

Fotos von euch vor Ort sind sehr gerne gesehen aber absolut freiwillig.

Wichtig ist nur, dass die Antworten VOR dem Loggen an mich gesendet werden, dass im Log keine Antworten enthalten sind, dass der Name des Earth Caches für den ihr die Antworten an mich sendet irgendwo in der Mail steht und dass, z.B. bei Gruppen, jedes Teammitglied in der Mail mit den Antworten ( nick- ) namentlich genannt wird. Wenn ihr das beachtet könnt ihr nach dem Absenden der Antworten sofort euren online Log tätigen.

Auf Logfreigabe muss ausdrücklich NICHT gewartet werden, ich melde mich falls etwas nicht stimmen sollte.

Die Fragen können alle vor Ort an der Listingkoordinate und / oder dem Wegpunkt Brücke vom Weg aus gelöst werden, es ist niemals notwendig und erlaubt die Wege zu verlassen. Die weiteren angegebenen Wegpunkte sind optional (aber auch sehr sehenswert) und es gibt auf der optionalen Rundwanderung mehrere Stellen an denen ihr die gezeigte Thematik näher betrachten und eure eigenen Erfahrungen damit machen könnt.Wenn ihr diesen Cache als Rundwanderung machen möchtet folgt einfach den Wegen bis zum Wegpunkt Brücke und von dort zurück zum Parkplatz.

Listing Koordinaten:

- Wie unterscheiden sich hier die Prall- und die Gleithangseiten?

- Könnt ihr hier Hinweise auf die Erosion an der Prallhangseite erkennen (Unterspülungen, erodiertes

  Material, Auswaschungen, ...)? Warum wird hier Material abgelöst?

- Könnt ihr hier die Sedimentation an der Gleithangseite erkennen? Warum lagert sich hier etwas ab?

  Aus was bestehen diese Ablagerungen?

- Messt hier mit Hilfe eines Astes oder ähnlichem wo die Fliessgeschwindigkeit höher ist auf der Prall-

  oder der Gleithangseite? Warum meint ihr ist das so? (Zum ermitteln bitte nur natürliche Gegenstände

  und keinesfalls Müll nutzen)

- Könnt ihr die im Listing erwähnten Sandverfrachtungen im Bachbett auf beiden Seiten der Brücke sehen?

- Was ist eurer Meinung nach der Grund dafür?

- Beschreibt mir bitte euren Eindruck der Rippel vor Ort und bestimmt diese anhand des Listings.

- Optional wäre ein Selbstversuch zu Hause mit einem Gefäss voller Wasser sehr interessant. Ist es

  euch so möglich eine oder sogar beide Rippelarten auf der Oberfläche zu erzeugen? Wer will kann

  auch noch weiter gehen und dem Medium die Komponente Sand hinzufügen und durch das richtige

  Verhältnis Sand zu Wasser und etwas Bewegung versuchen eigene Rippel zu erzeugen.

 

 

Alle gestellten Fragen können an den angegebenen Standorten durch eure Eindrücke, Messungen und Beobachtungen beantwortet werden.

Bitte verhaltet euch entsprechend so dass Besucher auch nach euch noch den gleichen Spass haben können und einen unberührten Ort vorfinden.

Viel Spass beim Erkunden und Kennen - Lernen dieser geologischen Besonderheit unserer Region wünscht Azra3l

Fotos: Privat, Kartenausschnitt OSM                                                                                       Quellen: Wikipedia , Infotafeln vor Ort

Additional Hints (No hints available.)



 

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