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Flugzeug Ausgrabungsstelle - "Das Fundstück"

A cache by Der_Ponyfish Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 5/12/2016
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size: regular (regular)

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Geocache Description:


Republic P-47D-28 „Thunderbold" Ausgrabungsstelle

Hier findest du ein Fundstück! - Bitte wieder sehr gut tarnen!

Dies ist ein historischer Ort.

Im Frühjahr 2016 wurden hier umfangreiche Ausgrabungen durchgeführt!

Schau dir dazu die Bilder an und lese dir das Listing durch!




Die historischen Hintergründe der Grabungsarbeiten im Wald von Buschhoven.

Am 23.12.1944 flog ein 2nd Leutnant einer Fighter Group der 8. USAAF einen Einsatz
in den Raum Bonn-Koblenz („Area Patrol“). Sein Flugzeug war ein schwerer Jäger vom Typ
“Republic P-47D-28 „Thunderbold“. Gegen 11:45 Uhr stieß das JG 27 (bis dahin in etwa 8.000m Höhe
im Geschwaderverband fliegend und vielleicht begleitet von Formationen des JG 26 und JG 54)
im Großraum Bonn auf die Fighter Group FG, die sich dahin in ihre Squadrons auflöste und den
Luftkampf aufnahm. Zur selben Zeit waren auch mehrere Gruppen P-51 in diesem Gebiet unterwegs.
Etwa gegen 12.15 Uhr wurde vom „Element Leader“ (Gruppenführer) beobachtet, wie sein „Wingman“
nach dem Angriff einer einzelnen Bf 109 diese in Brand schoss, dann aber selber seine ebenfalls
brennende Maschine mit dem Fallschirm verlassen musste.
[Anm. d. Red.: vermutlich wurde hier das Aussteigen des deutschen Piloten beobachtet]
Das deutsche Feindflugzeug soll auf den am Fallschirm hängenden Leutenant geschossen haben.


Verlustumstände

Die deutsche J-Meldung [Anm.: Auffindemeldung von alliierten Jäger durch deutsche Einheiten]
bestätigte den Absturz einer „Thunderbold“ am 23.12.1944 (Zeit zwischen 10.00 und 12.00 Uhr).
Am 26.12.1944 sollten dessen sterblichen Überreste an der Absturzstelle beigesetzt worden sein.


Nach dem Krieg

Nach Kriegsende (Mai 1947/Januar 1948) unternehmen amerikanische Dienststellen den Versuch,
die sterblichen Überreste aufzufinden. Die „Ermittler“ graben am Trichter [im Wald),
fandet aber keinerlei sterbliche Überreste. Sie gingen davon aus, dass die P47 beim Aufschlagbrand
vollständig (99%) zerstört wurde und die Leichenteile über ein weites Gebiet verstreut wurden sind.
Sie beziehen sich dabei auch auf deutsche Dokumente. Man deklarierte die Überreste als ,,nicht zu bergen“.


Etwa Mitte der 90er Jahre

Wolfgang Meyer (Mitglied der Luftkriegsgeschichte Rheinland) lokalisiert mit Hilfe lokaler Augenzeugen
einen Trichter in einem Waldgebiet nahe Buschhoven. Die Stelle wurde von ihm untersucht,
Teile wurden geortet und bestimmt und mittels Archivarbeit dem 2nd Leutnant zugeordnet.
Weitere Nachforschungen vor Ort folgten, welche aber keine weiteren Hinweis auf den Verbleibt des 2nd
Leutnant zuließen.


2007

Weitere Zeugenbefragungen durch Axel Paul (+) und Frank Güth von der Arbeitsgemeinschaft
Luftkriegsgeschichte Rhein / Mosel e.V. wurden durchgeführt und erbrachten neue „Erkenntnisse“
zum Verbleib des 2nd Leutnant.
So wurde von einer Augenzeugin, welche unmittelbar nach dem Absturz mit weiteren Jugendlichen
vor Ort war, die Stelle, als denn auch die Situation genauestens beschrieben.
Zeitlich parallel hat Patrick Gniesmer, welcher sich in seiner Freizeit mit „Survival Tours“ beschäftigt,
an der Stelle neben Blechfragmenten, auch persönliche Gegenstände des 2nd Leutnant gefunden
und somit dem „Fall“ neuen Schwung gebracht.
Diese neuen Hinweise wurden von der Arbeitsgemeinschaft unmittelbar an die lokalen Archäologen
der Außenstelle Overath (seinerzeit Hr. Dr. Gechter) sowie an
JPAC (Joint POW/MIA Accounting Command = den staatlichen Suchdienst der Streitkräfte
der Vereinigten Staaten für Gefangene und Vermisste)


Im Herbst 2007 wurde die Stelle von v.g. Personenkreisen besucht, eingemessen und bewertet.



2015/2016

Im Laufe des Jahres 2014/2015 fand in Amerika eine Umorganisation der zuständigen Behörden
für die Suche und Klärung von Vermisstenschicksalen statt.
Die staatlichen Einrichtung JPAC (Joint POW/MIA Accounting Command) und das
DPMO (Defense Prisoner of War Missing Personnel Office) wurden zusammengelegt.
Es entstand das DPAA (Defense POW/MIA Accounting Agency).
In diesem Zusammenhang wurde es erstmals privaten Unternehmungen gestattet,
sich im staatlichen Auftrag an der Suche nach Vermissten zu beteiligen.
So wurde z.B. die private Organisation „History Flight“ unter anderem damit beauftragt.
Sie hatte bisher Bergungsaktionen in Belgien und vor allem im Pazifikraum durchgeführt.


Gegen November 2015 hat die AG Luftkriegsgeschichte Rhein / Mosel e.V, welch schon
über Jahre einen engen Kontakt zu „History Flight“ unterhält, diese auf die Stelle des
2nd Lieutenant aufmerksam gemacht.
Im Februar begannen die Arbeiten vor Ort, welche durch Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft
Luftkriegsgeschichte Rhein / Mosel e.V., hier vor allem von Peter Kraut und Patrick Gniesmer,
intensiv begleitet werden.
Die Arbeitsgemeinschaft Luftkriegsgeschichte Rhein / Mosel e.V. stellt regelmäßig Mitglieder
ihres Vereines zur Verfügung um die personelle Situation vor Ort zu unterstützen.



Text: Frank Güth Bearbeitet: W.Graff Bearbeitet: M.Ponath

Du befindest dich im Naturschutzgebiet "Kottenforst Ville".
Verhalte dich bitte dementsprechend.
Die Wege müssen nicht verlassen werden.
Folge bitte den Waldwegen!

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