Bäche sind die „Lebensadern“ unserer Landschaft – vor allem im unverbauten und naturnahen Zustand. Sie sind Lebensraum und Wanderweg für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten und natürliche „Wasserrückhaltebecken“ bei Hochwasser.
Der „Alte Floßgraben“ ist bereits im Augsburger Stadtrecht von 1276 erwähnt. Dieser Wasserlauf diente wirklich der Flößerei von Holz und anderen Waren. Hier verlief im frühen Mittelalter das westliche Ufer des Lechs. Der Fluss wanderte in mehreren Jahrhunderten ein bis zwei Kilometer weiter nach Osten. Aber die altbayerische Staatsgrenze verblieb beim „Alten Floßgraben“. Seit 1972 verläuft hier die innerstädtische Grenze zwischen den Gemarkungen Haunstetten und Meringerau. Weitere Infos...
Einige alte Kanäle im Stadtwald werden sukzessive renaturiert, um die ökologische Durchgängigkeit wieder herzustellen. So auch hier. Am alten Floßgraben wurden Sohlschwellen zu Rampen (Fischtreppen) umgebaut. Der Bach kann jetzt wieder von Gewässerorganismen durchwandert werden. Zudem wurde der Uferbereich erweitert. Bei starker Wasserführung soll der bachbegleitende Erlenbestand damit wieder regelmäßig vernässt werden. Typische Bewohner des alten Floßgrabens sind z.B. der seltene „Drachenfisch“ Mühlkoppe und Gebänderte sowie Blauflügelige Prachtlibelle.
Hier handelt es sich um ein Naturschutzgebiet/Biotop, die offiziellen Wege müssen zu keiner Zeit verlassen werden. Bewegt euch bei der Suche in diesem ökologisch sensiblen Bereich entsprechend verantwortungsvoll. Happy Hunting!
Parken kann man z.B. hier: N48° 17.682 E010° 54.427
Cacheinhalt: FTF Urkunde, Logbuch, 2 Tauschgegenstände
Update am 6.7.2019: Wir sind Weltkulturerbe!
In seiner 43. Sitzung hat das UNESCO-Welterbekomitee in Baku/Aserbeidschan der Augsburger Bewerbung um „Das Augsburger Wassermanagment-System“ die exklusive Auszeichnung als UNESCO-Welterbe zugesprochen. Damit reiht sich Augsburg ein in Welterbestätten wie z.B. die Pyramiden von Gizeh, die Chinesische Mauer oder Angkor Wat.