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Die Feuersteinlinie am Niederrhein

A cache by Team N51E06 Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 10/17/2017
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size: other (other)

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Geocache Description:


Hinweis vorweg in eigener Sache:
Dieser EarthCache bestand ursprünglich aus 3 weiteren virtuellen WayPoints, an denen Aufgaben erledigt werden konnten. Einige An- und Nachfragen haben uns aber dazu veranlasst, diese wieder zu entfernen, da es teilweise Unstimmigkeiten an den Punkten gab und diese auch nicht immer und zu jeder Zeit frei zugänglich waren. Es bleiben nun lediglich die Listingkoordinaten mit den Aufgaben.


Die Feuersteinlinie am Niederrhein

Feuersteine als Markierung des letzten Eisvorsprungs.
Die Feuersteinlinie ist insbesondere von geologischem und historischem Interesse, da diese den südlichen Rand der letzten Eiszeiten darstellt. Das von Norwegen, Schweden und Finnland kommende Gletschereis drang im Quartär mehrfach bis nach Deutschland vor. Die Route der Feuersteinlinie folgt dem Verlauf der nördlichen Linie der deutschen Mittelgebirge. Beginnend an der Nordseeküste in den Niederlanden startet die deutsche Feuersteinlinie nördlich vom Teutoburger Wald bis zum Harz, Thüringer Becken, Vogtland, Erzgebirge weiter hinein bis ins Böhmische Gebirge.

 
Feuersteine auch bei uns am Niederrhein?
Ja, die Feuersteinlinie verläuft auch entlang eines Teils dieser Region, und zwar ungefähr an den gelisteten Koordinaten (bis auf einige hundert Meter ist das nun nicht mehr zu bestimmen). Feuerstein ist eines der häufigsten eiszeitlichen Geschiebe. Außerhalb des Ostseeraumes zeigt er eindeutig an, wie weit die skandinavischen Gletscher nach Süden vorgerückt sind und daher kann man in einigen Regionen Deutschlands sicher Feuersteine entlang der Feuersteinlinie finden. Hierzu haben wir auch im oberen Listingbild eine Markierung gesetzt.

 
Auf dem Weg von Skandinavien in Richtung Mitteleuropa bearbeiteten die Gletscher neben den Landschaften auch Gesteine und Felsen. Entsprechendes Lockermaterial wurde als Geschiebe mit dem Gletscher verfrachtet und an anderen Orten als dem der Entstehung abgelagert. Neben Findlingen, die meist aus kompakten Gesteinen wie Granit, Porphyr und Gneis bestehen, wurden auch Feuersteine im Gletscher eingeschlossen, an der Vorderseite und/oder unter dem Gletscher transportiert. Der Grund, warum diese Steine nicht durch den Gletscher zerschmirgelt oder zerstört wurden bzw. teilweise in Gänze heute noch erhalten sind, liegt in der widerstandsfähigen Härte selbiger begründet.
 
Das Eis dehnte sich während der letzten Eiszeiten nicht beliebig weit aus – die Gebirge Mitteldeutschlands stellten für die mächtigen Eismassen ein unüberwindbares Hindernis dar. Prägend für die Feuersteinlinie waren Elster- und Saalekaltzeit, im nördlichen Mecklenburg-Vorpommern auch die Weichsel-Kaltzeit. Die Grenze der Feuersteine wird im nordwestlichen Deutschland bestimmt durch die Eisrandlagen der Saale-Kaltzeit, die hier weiter südlich verlaufen als im Bereich Mittel- und Ostdeutschlands, wo die Eisrandlagen der Elster-Kaltzeit weiter vorgedrungen waren.


Wie entsteht Feuerstein?
Der Feuerstein beschreibt ein aus Opal, Achat und Moganit aufgebautes Silizit, das durch eine besondere Farbgebung auffällt und als Sedimentgestein im Meer gebildet wird. Feuersteine werden den Kieselsteinen zugeordnet, da sie hauptsächlich aus Kieselsäure, durch diese aufgelösten Skelettresten sowie Siliziumdioxid bestehen. Die Entstehung von Feuerstein verläuft in mehreren Stadien. Bereits zur Wende vom Erdzeitalter Jura zur Kreidezeit vor etwa 145 Mio. Jahren setzte die Entstehung der heutigen Feuersteine ein. Im Meerwasser befindliche sowohl anorganische – z.B. verwittertes Silikatgestein – als auch organische Substanzen wie Coccolithe, Diatomeen und Radiolarien, lieferten das Ausgangsmaterial von Feuersteinen. Über Millionen von Jahren hinweg verdrängten kieselsäurehaltige Lösungen die Carbonate aus den Skeletten der Kieselsäurelieferanten; Kieselsäure ist der Baustein von Feuersteinen. Im ersten Stadium verfestigt sich die Kieselsäure zu einem Gel, indem enthaltenes Wasser abgegeben wird - es entsteht amorpher Opal. Auflösungs- und Rekristallisationserscheinungen kennzeichnen das zweite Stadium – die Bildung von Porzellanit, d.h. unregelmäßiger, kristalliner Opal entwickelt sich. Ist die diagenetische Verfestigung abgeschlossen, sind alle karbonathaltigen Anteile im Gestein durch Siliciumdioxid ersetzt. Als Zeugnis der organischen Beteiligung an der Gesteinsentstehung des Feuersteins sind häufig Skelette oder Schalen zu erkennen. Dass die Verkieselung von innen nach außen verläuft, beweisen feine Bänder im Feuerstein, resultierend von unterschiedlichen Gehalten an Kieselsäure und Verfestigung, sog. Bänderfeuerstein.

 
Wie erkennt man Feuerstein?
Wähle einen Bereich entlang des Ufers von Frischwasser oder eine andere Stelle, wo es viele verschiedene Steine gibt. Suche nun nach Steinen, die das schroffe Aussehen haben wie Pyrit oder solche, deren Seiten sehr glatt sind. Manchmal haben sie vielleicht abgeplatzte Ränder oder eine Spitze, wie man sie dann auch als Werkzeug nutzen würde. Sieh dir den Stein genauer an. Die Farbe sollte entweder, schwarz, grau, kastanienbraun, tiefblau sein oder weißliche Stellen haben. Um sicherzugehen, dass du wirklich einen Kiesel hast, nimm ein Messer aus Stahl oder Eisen und schlage es gegen den Stein. Wenn nach mehreren Versuchen Funken fliegen, dann Glückwunsch zu einem gefundenen Feuerstein. Also, kurz zusammengefasst ist Feuerstein ein blaugraues bis blauschwarzes Gestein oft mit einer weißen Kruste. Mineralien sind nicht zu erkennen. Beim Schlagen entwickelt sich ein typischer Geruch wie bei Sylvesterknallern und es bilden sich Funken (Name „Feuerstein).

 
Physikalische Eigenschaften:
Feuerstein wird durch seine amorphe isotrope (Fehlen einer Vorzugsorientierung) Struktur ausgezeichnet. Wenn ein großer Druck schlagartig oder ansteigend auf einen Punkt des Feuersteins ausgeübt wird, wird die kinetische Energie vom Gestein aufgenommen und breitet sich konzentrisch kegelförmig vom Schlagpunkt ausgehend im Gestein aus. Bei ausreichend hoher Schlagenergie wird das Gestein durch die sich ausbreitenden Schlagwellen gespalten. Die hierbei entstehende Bruchfront hat meist eine muschelige Form, wie sie auch an zerbrochenem Glas beobachtet werden kann. Im Bereich einer Bruchstelle weist der Feuerstein u. a. Schlagwellen auf, die Wallnerlinien. Sie entstehen vor allem bei intentionell abgespaltenen Teilen des Steins, die als Abschläge bezeichnet werden.

Wie kommt das Loch in den Feuerstein (Hühnergott)?
Die Feuersteine, meist schwarz und umgeben von einer weißen Kruste, können in Hohlräumen winzige Kristalle, Schreibkreide oder auch fossile Einschlüsse haben. Verwitterung, Brandung und mechanische Einflüsse durch Sand und Steine lösen die Einschlüsse. Übrig bleiben tiefe Hohlräume oder gar ein Loch oder Löcher quer durch den Stein. Die Herkunft des Wortes "Hühnergott" ist bis heute nicht endgültig geklärt.



Zu diesem EarthCache:
Wir laden ein und bringen euch mit einigen themenbezogen Aufgaben unsere imaginäre Feuersteinlinie etwas näher. Die Anforderungen sind so gestellt, dass eine tatkräftige Mitarbeit nötig wird und somit auch letztendlich ein Lerneffekt aus diesem spannenden geologischen Bereich erzielt werden kann. Wie ihr im oberen Listingbild sicherlich erkannt habt, bewegen wir uns mit diesem EarthCache in einem kurzen Bereich entlang der Feuersteinlinie und demnach auch an den südlichsten Rand des seinerzeitigen Eisvorstoßes. Den Bereich haben wir mit einem Kreis und einem Pfeil markiert.

 
Um diesen EarthCache zu loggen,
geht zu den Listingkoordinaten und befasst euch dann mit den nachstehenden 2 Aufgaben, deren Antworten ihr teilweise auch nur vor Ort finden werdet. Ihr benötigt hierzu lediglich Auffassungsgabe und Erkenntnisse, die Ihr durch eigene Ermittlungen dort erfahren müsst. Ein wenig spätere Nacharbeit am heimischen PC könnte die Sache noch abrunden.

 
Hintergründe/Aufgaben/Fragen:
 
Aufgabe 1
= Mitten drin in der Feuersteinlinie. Die Listingkoordinaten und Parkplatz haben wir hier gesetzt.
 
a)
An diesen Koordinaten findet ihr eine größere Aufschüttung aus einem der naheliegenden Kieswerke und das ist ganz bewusst so angelegt worden. Hier könnt mit Herzenslust nach den Feuersteinen und auch Hühnergöttern suchen. Berichtet kurz darüber, was genau ihr gefunden habt und vergleicht eure Funde mit mit Bild der "freien Auswahl". Wie Feuersteine bestimmt werden, ist oben im Listing beschrieben.


b)
Nennt uns bitte die Fläche in qm von der gesamten Aufschüttung der Kiese in diesem öffentlichen Bereich des Parkplatzes incl. der Zufahrt. Es reicht völlig aus, wenn ihr für die Ermittlung die Schrittmaße ansetzt.
 
Aufgabe 2
= Fleißarbeit mit Lerneffekt.

 
Die Feuersteinlinie, d.h. die Südgrenze der Verbreitung nordischen Feuersteins in eiszeitlichen Sedimenten, nahmen sowohl die Vertreter der Drifttheorie wie auch die der Inlandeistheorie für sich in Anspruch.
Versuche zu erklären, worin sich die beiden Theorien begründen sollen. Der Ansatz dafür ist im Listing bereits kurz beschrieben und für den Rest wirst du sicherlich im Netz fündig.

Eure Antworten
aus den Aufgaben schickt uns bitte per Mail und danach dürft Ihr den EarthCache sofort loggen. In den EarthCache-Guidelines ist bewusst nicht vorgesehen, dass auf eine Logfreigabe seitens des Owners gewartet werden muss. Wir werden die uns zugesandten Antworten und Lösungen auf ihre Richtigkeit prüfen. Sollte es gravierende Abweichungen zu denen geben, die wir erwarten dürfen, werden wir uns melden. Found it- Logs, die - auch auf Nachfrage hin - ohne Antworten zu den Aufgaben kommen, werden natürlich kommentarlos gelöscht. Es ist zwar keine Logbedingung, aber wenn Ihr wollt, macht ein Foto von Euch und einer frei wählbaren Position an den Listingkoordinaten.

Viel Vergnügen bei diesem EarthCache für die ganze Familie und wir würden uns natürlich über eine Weiterempfehlung an Freunde und Bekannte sehr freuen.

Team N51E06

 
 
Quellen und Nachweise:
Wikipedia, Geo-Lexikon, Steine und Minerale, Feuersteine, Norddeutsches Tiefland, eigene Erkundungen und Exkursionen vor Ort.


Nederlands-Version:
Info voor onze Nederlandse cachervrienden:
Helaas moeten we afzien van een vertaling in het nederlands. Zouden we dit toch doen, wordt de lijst (Listing) veel te lang en verwarrend. Mocht u desondanks een versie in het nederlands wensen, vertel het ons, en wij nemen contact met jullie op. Of jullie maken gebruik van een andere dienst, of andere hulp. Zoals bv."https://translate.google"

Hartelijk dank voor uw begrip,
Bernd van Team N51E06


English-Version:
"Unfortunately we needed to refrain from adding an English version as it would have made the listing too long, complex and confusing. In case you do need an English translation kindly do not hesitate to contact us and we will look for a solution. Or you may want to try an online translation service.

Thank you very much for your kind understanding."
Bernd of team n51e06




Additional Hints (No hints available.)



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