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Nakata52: Ende vom Glücks-Gelände ...

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Statist Tick Affe #4 (Glück!?)

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Hidden : 01/16/2018
Difficulty:
4 out of 5
Terrain:
3 out of 5

Size: Size: micro (micro)

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Geocache Description:


Viele Menschen um mich herum behaupten, ich hätte großes Glück im Leben gehabt. So bekomme ich ein interessantes Fremdbild geliefert und gespiegelt, das in mir die Frage aufwarf, was denn wohl für wen im Leben Glück bedeute. Wikipedia brachte mich schon einmal nicht weiter:

„Als Erfüllung menschlichen Wünschens und Strebens ist Glück ein sehr vielschichtiger Begriff, der Empfindungen vom momentanen bis zu anhaltendem, vom friedvollen bis zu ekstatischem Glücksgefühl einschließt, der uns aber auch in Bezug auf ein äußeres Geschehen begegnen kann, zum Beispiel in der Bedeutung eines glücklichen Zufalls oder einer das Lebensglück begünstigenden Schicksals­Wendung. In den erstgenannten Bedeutungen bezeichnet der Begriff Glück einen innerlich empfundenen Zustand, in den letzteren hingegen ein äußeres günstiges Ereignis. Glück darf nicht mit Glückseligkeit verwechselt werden, die meist in Zusammenhang mit einem Zustand der (religiösen) Erlösung erklärt und verstanden wird.

Das Streben nach Glück hat als originäres individuelles Freiheitsrecht Eingang gefunden in die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten, das Gründungsdokument der ersten neuzeitlichen Demokratie. Dort wird es nach Thomas Jefferson als Pursuit of Happiness bezeichnet. Die Förderung individuellen menschlichen Glücksstrebens ist heute Gegenstand spezifischer Forschung und Beratung unter neurobiologischen, medizinischen, soziologischen, philosophischen und psychotherapeutischen Gesichtspunkten.“ Aha. Hm. Soso. Scheint eine vielschichtige Sache zu sein und für jeden etwas anderes zu bedeuten: Verwirrend für mich v.a., dass die Einen Glück über das Innen (Emotionen), die Anderen über das Außen (Materie) und die Nächsten über beides definieren.

Noch schwieriger wird es, wenn man „sein Glück“ in der Philosophie sucht:

Da ist von dem „Paradox des Solon“ zu lesen: Nach dem Tode ist keine Stellungnahme mehr möglich, sodass zu keinem Zeitpunkt des Lebens jemand überhaupt von sich sagen dürfe (oder jemand anderer von einem Lebenden), er oder sie sei glücklich.

Die Eudamonie spricht von tugendhafter Lebensführung und einer der Gerechtigkeit verpflichteten Lebenskunst, die angeblich Glück bringe. Auwei, auwei. Zu dieser Gruppe gehöre ich sicher auch schon einmal nicht.

Wieder Wikipedia: „Im Rahmen der Nikomachischen Ethik hat Aristoteles den Glücksbegriff seinerseits eingehend untersucht und seiner umfänglichen Abhandlung vorausgeschickt, dass man sich dabei mit demjenigen Grade von Bestimmtheit begnügen müsse, der dem gegebenen Stoffe entspricht. Im Ergebnis präsentiert er ein abgestuftes Glücksmodell, das sich aus mehreren Komponenten zusammensetzt. Als höchstes und sich selbst genügendes Ziel sei die Glückseligkeit allen anderen menschlichen Strebungen wie Ehre, Lust und Vernunft vorgeordnet. Gebunden sei die Eudaimonie an eine Tätigkeit, andernfalls sie ja auch im Schlaf oder in der Art des Pflanzenlebens erlangt werden könnte;[ und wie die Glückseligkeit müsse auch die zugehörige Tätigkeit sich selbst genügen. Diese Voraussetzung sieht Aristoteles für geistige Betrachtungen als erfüllt an:Der Geist nämlich ist das Beste in uns, und die Objekte des Geistes sind wieder die besten im ganzen Bereich der Erkenntnis. Sodann ist sie die anhaltendste. Anhaltend denken können wir leichter als irgend etwas anderes anhaltend tun. Ferner glauben wir, dass der Glückseligkeit Lust beigemischt sein muss. Nun ist aber unter allen tugendgemäßen Tätigkeiten die der Weisheit zugewandte eingestandermaßen die genussreichste. Und in der Tat bietet die Philosophie Genüsse von wunderbarer Reinheit und Beständigkeit…“

Hier also werden geistiger Reichtum und Weisheit als Grundlage des Glücks genannt. Huijuijui! Da fällt mir doch ein kürzlich gelesener, absolut schlüssiger „Gottesbeweis“ ein: Hätte es die von Darwin postulierte Evolution tatsächlich gegeben, so hätte diese auf alle Fälle die überall auf der Welt herrschende, nicht nur in einem twitternden Amerika zu beobachtende Dummheit, vollständig ausgerottet, elimiert. Nachdem die Dummheit jedoch allüberall blüht, muss es ergo einen Gott geben und kann keine Evolution nach Darwin gegeben haben. Ihr seht, meine Verwirrung steigt ins Unermessliche.

So verschone ich Euch von weiteren Theorien von Immanuel Kant bis hin zu der modernen Bedürfnis-Pyramide, auf deren Spitze das Glück thront. Bestenfalls schreibt Ihr ja bitte in Euren Logs, was für Euch Glück bedeutet, auf dass somit ein Glücks-Log-Buch entstehe!

Und natürlich möchte ich Euch nach Euren Theorien fragen, warum mich ach so viele Menschen als einen „Glücklich-Sein-Müssender“ bezeichnen: Denkt Ihr, es liegt an meinem Lebenslauf und an meiner momentanen Wohnsituation (siehe die Bilder am Ende des Listings), behaupte ich doch bisweilen, ich lebe nun im Paradies:

Aufgewachsen unter ärmlichsten Verhältnissen im winzigen Ortsteil Gries des kleinen österreichischen Dorf Malta (ja, MALTA!) in Kärnten, war ich der erste, einzige und letzte in der Familie, der (in Wien BWL) studieren konnte. Meine erste berufliche Station führte mich gleich nach London, wo ich in kürzester Zeit als Investmentbanker Karriere machte. Die nächste Station war dann Goldman Sachs in New York. Dort dachte ich mir derart komplizierte Derivate aus, dass ich diese heute selbst nicht mehr verstehe. Aber so viel Geld damit verdiente, dass ich noch rechtzeitig vor der Lehman-Brothers-Pleite kündigte und mein Arbeits-Leben beendete. Wissend, dass 68% aller Privatiers auf Mallorca ganz schnell furchtbar depressiv werden, ging ich dennoch "back to the roots" und kaufte mir eine winzige Finca auf meiner Trauminsel Teneriffa. Dort lebe ich nun scheinbar faul und ziellos, man könnte auch sagen lasterhaft in dem kleinen Dörfchen Tacoronte und geniesse diese wunderschöne Insel mit ihren 17 Klimazonen und ihrem absolut beeindruckenden Vulkan Teide täglich einfach nur nichts tuend ...

Meine eigene Theorie: Glück gibt es nicht, Glück ist ein Abstraktum. Auf Dauer nicht zu haben. Ich folge lieber dem guten alten Goethe, der Alltagstauglichkeit als größtes Ziel auswies. 

Wir Menschen sind Mängelwesen. Wir leben immer im Mangel. Und projizieren diese unsere Mängel auf Mitmenschen, von denen wir uns einbilden, sie hätten diese unsere Mängel nicht, ohne auch nur irgendetwas vom (Innen-) Leben dieser anderen Menschen zu wissen. Was denkt Ihr?

So, eine zugegeben etwas lange Vorrede für das, was ich Euch eigentlich zeigen möchte:

Mein „kleines Paradies“:

 

Euer Glück könnt Ihr hier überprüfen:  

Checker

Additional Hints (Decrypt)

Orv teüarz Purpxre natrfvpugf qre G-Jreghat haq qre Hztrohat haaögvt, jrvy nygreangviybf.

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)



 

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