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Die Schlatts in der Fahle Heide

A cache by Röbü-Cacher Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 01/17/2018
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size: other (other)

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Geocache Description:


Earthcache Schlatts

Situation während der Saale-Kaltzeit

Während der Saale-Kaltzeit war Norddeutschland komplett mit Eis bedeckt. Die skandinavischen Gletscher reichten bis an die nördlichen Mittelgebirge wie das Rothaargebirge und den Harz. Gegen Ende der Saale-Kaltzeit – vor etwa 130.000 Jahren – bildeten sich die Gletscher zurück. Die gewaltigen Schmelzwassermassen schürften in nordwestlicher Richtung eine breite Abflussrinne zur Nordsee aus und schufen somit das Aller-Urstromtal. Das heutige Naturschutzgebiet „Fahle Heide“ westlich der Stadt Gifhorn ist Teil des Aller-Urstromtals. Charakteristisch für diese Landschaftsform sind nicht nur die Heideflächen, sondern auch die hier noch recht häufig vorkommenden Binnendünen und Schlatts (niederdeutsch: „slat“ = moorige Vertiefung). Schlatts haben in der Regel keine Verbindung zum Grundwasser, werden ausschließlich durch Regenwasser gespeist und können zeitweilig trocken fallen.

Eisrandlagen in Norddeutschland: rot - Weichsel-Kaltzeit; gelb - Saale-Kaltzeit (Quelle: Wikipedia)

Entstehung der Schlatts

Schlatts sind während der letzten Kaltzeit, der Weichsel-Kaltzeit durch Windausblasung (Deflation) entstanden. Ausblasungsfähiges Material (z. B. Sand) wurde durch Wind abgetragen, so dass sich eine Senke bildete. Für diesen Vorgang darf höchstens eine lückenhafte Vegetationsdecke vorhanden sein und der Boden muss zum Großteil aus Sand oder Sandlöss bestehen. In der Weichsel-Kaltzeit, erreichte das nordische Inlandeis (Gletscher) nicht mehr das heutige Niedersachsen. Bei sehr kaltem (arktischem bis tundrenartigem) Klima konnte sich allerdings lediglich eine lückenhafte Vegetation aus Gräsern, Flechten, Moosen und wenigen Kräutern ausbilden. Weiterhin wurden während der Saale-Kaltzeit sehr große Mengen Geschiebelehm (Grundmoräne) und Schmelzwassersand im Aller-Urstromtal angelagert. Dies waren ideale Voraussetzungen für das Entstehen von Schlatts als auch für Binnendünen.

Schematische Darstellung der Ausblasung

Quellen: eigene Recherche

Logbedingungen:

Um diesen Earth Cache zu loggen, musst du die folgenden Fragen beantworten. Als Hilfsmittel benötigst du einen Zollstock oder ein vergleichbares Messwerkzeug. Schicke deine Lösungen bitte über unser Profil. Gehe zu den beiden Wegpunkten WP1 und WP2 und mache einige Beobachtungen:

  1. Vor wie vielen Jahren sind die Schlatts entstanden?
  2. Besuche zunächst den WP1 (gelistete Koordinaten). Gehe bis ans Ufer des Schlatts und messe eine Armlänge vom Ufer entfernt die Wassertiefe (z. B. mit einem Zollstock). Sieh dir weiterhin (soweit möglich) den Verlauf des Grunds an. Gib in deiner Antwort die gemessene Tiefe an und interpretiere deine Beobachtungen im Hinblick auf die Entstehung des Schlatts.
  3. WP 1: Sieh dir die Landschaft in der direkten Umgebung an, insbesondere die Dünen westlich und südlich des Schlatts. Kannst Du aus deren Gestaltung die Hauptwindrichtung "ablesen", die während der Zeit der Entstehung geherrscht haben muss?
  4. Gehe nun zum WP 2 (ZS1): Gehe auch hier an das Ufer des Schlatts und messe die Wassertiefe. Interpretiere deinen Messwert und deine Beobachtungen.
  5. WP 2: Hier findest du keine dominaten Dünen wie bei WP 1. Kannst du die Hauptwindrichtung während der Weichsel-Kaltzeit trotzdem anhand der Gestaltung der Landschaft bestimmen? Woran?

(optional) Es wäre schön, wenn du ein Foto von dir mit einem der Schlatts im Hintergrund hochladen würdest. Dies ist natürlich keine Logbedingung

Additional Hints (No hints available.)



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