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Die jüdische Geschichte Schermbecks

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Hidden : 12/5/2018
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size: regular (regular)

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Geocache Description:


Dieser Cache thematisiert die jüdische Geschichte Schermbecks.

Der Geocache ist in einer Projektarbeit von Schülerinnen und Schülern der Gesamtschule Schermbeck in Zusammenarbeit mit der Museumspädagogik des Jüdischen Museums Westfalen im Rahmen der Veröffentlichung des Büchleins „Der Jüdische Friedhof in Schermbeck: Ein kleiner Leitfaden“ entstanden. Er erinnert an das jüdische Leben in Schermbeck und informiert exemplarisch über die jüdische Geschichte Schermbecks.

Viel Vergnügen und Happy Hunting wünscht das Geocachingteam des JMW!

Achtung: Dieser Cache führt auch zum Jüdischen Friedhof in Schermbeck: Jüdische Friedhöfe sind Orte des Gedenkens und Erinnerns an die Verstorbenen. Männer (auch nichtjüdische) tragen dort eine Kopfbedeckung, d.h. einen Hut oder eine Kippa. Auf Essen, Trinken, Rauchen und Telefonieren während des Aufenthalts sollte verzichtet werden. Am Schabbat oder einem jüdischen Festtag werden jüdische Friedhöfe nicht betreten. Nach jüdischer Tradition beginnt der Tag am Abend, so sollte z. B. der Besuch am Schabbat zwischen Freitagabend und Samstagabend ausbleiben. Über kommende jüdische Festtage können Ihr euch hier informieren: (visit link)

Der erste Hinweis auf jüdisches Leben in Schermbeck  reicht bis in das Jahr 1676 zurück. Die Gemeinde war bis in das 19. Jahrhundert klein, um das Jahr 1855 allerdings war sie mit 97 Personen die größte Landgemeinde am Niederrhein. Die Synagoge wurde während der Novemberpogrome 1938 von Angehörigen der SS und HJ verwüstet, aufgrund der Nähe zu anderen Gebäuden aber nicht niedergebrannt. Bei einem Luftangriff 1945 wurde sie schließlich zerstört. Einige Mitglieder der Familie Adelsheimer konnten in die USA auswandern, die übrigen in Schermbeck lebenden Juden wurden deportiert und überlebten die Schoa nicht.

 

1. Die Familie Schönbach

Wir starten bei: N 51° 41.351 E 006°52.181

Eine jüdische Familie, die über viele Generationen in Schermbeck wohnte und aktiv am öffentlichen Leben teilnahm, war die Familie Schönbach. Die Familiengründer David Schönbach (1784-1871) und seine Frau Hetzel Moses verrerbten ihr Haus in der Georgstraße, das sich in der Nähe der Synagoge befand, an ihren zweitältestenSohn Philipp Schönbach. Philipp Schönbach wiederrum vererbte es seinem Sohn Salomon und dieser vererbte es seinem Sohn Hugo. Hugo, der wie sein Vater Viehändler war, lebte dort mit seiner Schwester Amalie, seiner Frau Else und seiner Tochter Mirjam bis zum Dezember 1941. Er war unter seinen Nachbarn beliebt, hatte als Soldat im 1. Weltkrieg gekämpft und engagierte sich in Schermbecker Vereinen: Hugo gehörte zur Schützengilde und war Mitglied im Männergesang Eintracht. In der Pogromnacht 1938 wurde die Einrichtung des Hauses von Angehörigen der SS und HJ zerstört. Hugo, Amalie, Else und Mirjam wurden in das Ghetto nach Riga deportiert und kehrten nicht zurück.

Suchte nach Hinweisen auf frühere Bewohner! Gefunden?Hier braucht ihr das Geburtsdatum von Else Schönbach.

Die vier letzten Ziffern beider Koordinaten ergeben jeweils eine Jahreszahl. Else Schönbach würde genau 176 Jahre nach dem Jahr x geboren und genau 176 Jahre vor dem Jahr y.

Nach dem Einsetzen ergeben sich die Koordinaten zur nächsten Station.

N 51°4 _ , _ _ _  (x) E 006°5_ , _ _ _ (y)

 

2. Der jüdische Friedhof

Nun am Friedhof angekommen, geht es durch das Tor hinein. Verhaltet euch ruhig und respektvoll.

Der älteste noch erhaltene Grabstein stammt aus dem Jahre 1801, die erste nachweisliche Bestattung fand im Jahre 1678 statt. Heute sind auf dem Friedhof noch 31 Grabsteine und 2 Gedenksteine vorhanden. Er ist einer von ca. 450 jüdischen Friedhöfen in Nordrhein-Westfalen. Sie alle sind als steinerne Archive lokalhistorisch sehr bedeutsam und liefern, oft als einzige Quelle, Fakten gerade dort, wo während des Nationalsozialismus das jüdische Leben und die damit verbundenen Institutionen und Dokumente zerstört wurden.

Die jüdische Nachbarschaft in Schermbeck hat sich bei einem Todesfall unterstützt und untereinander geholfen, alle Nachbarn, auch die christlichen, beteiligten sich an den Kosten für den Beerdigungswagen und den Sarg. Alle Gemeindemitglieder begleiteten die Tote/den Toten auf dem Weg zum Friedhof.  Die Frauen zerrissen unter lautem Klagen ihre Kleider und blieben mit den Kindern am ehemaligen Ortsausgang Schermbecks (heute Ecke Georgstraße/Steintor/Mittelstraße) zurück, die mit dem Tod nicht belastet werden sollten. Der Sarg wurde unter Gebeten in die Erde gelassen, die Trauergäste warfen Erde in die Grube. Am Ausgang des Friedhofs wartete ein Mitglied der christlichen Familie Großespel (später Kölken) mit Wasser und Handtuch zur rituellen Handreinigung, die die Trauergäste vom Tod „reinwaschen“ sollte.

Geht ihr nun die Stufen hinauf steht ihr in der Mitte dieses Ortes. Die Aufgabe, die ihr nun lösen müsst, ist den Grabstein  zu suchen auf dem der Name eines Vaters, Großvaters und Urgroßvaters der Familie Schönbach steht. Er ist jedoch kein Ur-Urgroßvater. Gebt Acht, die vielen Jahre sorgten für Verwitterung des Steines, jedoch nicht bis zur Unlesbarkeit. Nun schaut auf das Geburts- und Todesjahr und setzt eure Ergebnisse ein, um die Koordinaten für das Final zu ermitteln:

Geburtsjahr - 34=_ _ _ _     N 51°4 _ , _ _ _

Todesjahr + 84=_ _ _ _   E006°5 _ , _ _ _

 

 
3. Final
Ihr habt es geschafft und unseren Cache erfolgreich gemeistert. Sicher habt ihr die Steine auf einigen Grabstätten des Jüdischen Friedhofs gesehen. Der Brauch, zum Andenken an die Verstorbenen Steine niederzulegen entstand vor vielen tausend Jahren, als die Israeliten ihre Toten in der Wüste bestatteten und mit Steinhaufen markierten, um den den Leichnam so vor wilden Tieren zu schüzten.  Vielleicht findet ihr hier in der Dose oder am Wegesrand einen kleinen Stein, und möchtet ihn als Zeichen des Gedenkens auf einer Grabstätte auf dem Friedhof platzieren. Wenn ihr einen Stein zu Anfang des Caches aufgesammelt habt, könnt ihr diesen auch benutzen oder in der Dose für andere Cacher zurücklasen.

Wenn der Cache zum jüdischen Friedhof euer Interesse geweckt hat, empfehlen wir euch folgendes Buch: Der jüdische Friedhof in Schermbeck: Ein Leitfaden, hrsg. vom Jüdischen Museum Westfalen. Dorsten 2017. Die Informationen aus diesem Listing sind aus dem Büchlein entnommen.

Wer nach dem Finden des Finals noch weiter Zeit auf dem Friedhof verbringen möchte, kann gerne das vorhandene Exemplar des Leitfadens, das dem Final beigelegt ist, ausleihen. Bitte legt ihn anschließend zurück, damit er auch anderen zur Verfügung steht.

Vielen Dank!

Weitere Caches über die jüdische Geschichte hier in der Umgebung:
(visit link) (Auf jüdischen Spuren in Dorsten)
(visit link) (Der Jüdische Friedhof in Dosten)

Additional Hints (Decrypt)

1. Qvr Snzvyvr Fpuöaonpu1: Fgbycrefgrvar: Qnf Trohegfqnghz iba Ryfr vfg 1904: 1904-176; 1904+176 Yöfhat A 51° 41.728 R 006°52.080 2. Qre Wüqvfpur Sevrqubs: Trohegfwnue+ Gbqrfwnue =37154: Yöfhat A 51° 41.788

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)



 

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