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fogg: Forstarbeiten auf der B58 zwischen Freudenberg und Deuten.

Eventuell lässt sich Brotmanns Höhle auch von

N 51 42.713 E 006 55.754 oder vom Wanderparkplatz

N 51 42.334 E 006 57.367 erreichen.

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In den Haltener Sanden: Glycymeris geinitzii

A cache by Consortin & Fogg Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 09/27/2019
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size: other (other)

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Geocache Description:


Brotmanns Höhle liegt in einem Naturschutzgebiet. Sie ist über schmale Pfade erreichbar. Bitte nutzt die vorhandenen Pfade und lauft nicht kreuz und quer durch das Gelände. Moose, Pilze und andere Pflanzen werden es Euch danken!
Bitte brecht auch keine Steine aus der Steinwand! Legt gefundene Versteinerungen wieder zurück. Bei Euch zu Hause verstauben sie auf dem Schrank oder werden in Kisten und Kasten vergessen. Hier freut sich der nächste Besucher daran!

Halterner Sande aus dem Kreidemeer

Im Santon und Untercampan vor 86 bis ca. 78 Mio Jahren befanden sich dort, wo wir heute Brotmanns Höhle und die Sandgruben finden, flache Randbereiche des Kreidemeeres. Es lagerten sich große Mengen von Sand ab, die sich später zum Teil zu Sandsteinbänken verfestigten. Die Geologen nennen diese Sandschichten „Halterner Sande“. Brotmanns Höhle liegt in den oberen Sandsteinbänken dieser Sandablagerungen.


Glycymeris geinitzii

Schaut man sich die Sandsteine rund um den Eingang genauer an, entdeckt man rundliche Abdrücke der Muschel „Glycymeris geinitzii“.

Die Muschel liebte warmes Salzwasser, tolerierte aber auch Brackwasser, wie es in den flachen Bereichen des Kreidemeeres durch Eintrag von Süßwasser der ins Meer mündenden Flüsse immer wieder vorkam. Im stark bewegten Wasser des flachen Meeres benötigte sie eine dicke Schale zu ihrem Schutz. Auf der Oberfläche zeigte die Schale strahlen- und ringförmige Linien, die man auf den Steinkernen manchmal gerade noch sehen kann. An der ringförmigen Linien kann man das Wachstum der Muschel erkennen, denn sie wuchs, indem sie die Schale am Ende verlängerte.

Die Muschel grub sich in den sandigen Meeresboden. Ihre heutige Verwandte, die Meermandel (Glycymeris glycymeris), lebt am liebsten in Tiefen von 20 bis 50 cm unter der Oberfläche. Manche Muscheln besitzen rudimentäre Sehorgane. Glycymeris geinitzii war blind. Sie ernährte sich von Mikroplankton, das sie aus dem Wasser oder Sand filterte.


Was blieb von der Muschel erhalten?

Starben die Muscheln, füllten sich ihre Schalen mit Sand und blieben in den Sandschichten zurück. Die Sandschichten, in denen die Muschel lebte, wurden von anderen Schichten überdeckt. Der Druck der neuen Schichten führte zur Verfestigung der Sande. Es bildete sich der heutige Sandstein.

Die Kalkschale der Muschel löste sich in den verstrichenen Jahrmillionen vollständig auf. Sie hinterließ, wie das Sandförmchen im Sandkasten, allerdings ihre sandige Füllung, den sogenannten Steinkern.


Den Steinkern kann man im Ganzen, als Bruchstück oder auch als hellen Streifen im Querschnitt entdecken. Fiel der Steinkern aus der Wand, findet man nur noch seine Hohlform im Sandstein.Wir sehen heute also nur noch die Abdrücke der äußeren oder inneren Muschelschale im umgebenden Sandstein oder auch ihren Steinkern.

Rund um den Höhleneingang liegen zudem Bruchstücke des Sandsteins mit Steinkernen und Hohlformen dieser Muschelart.


Fragen und Aufgaben:

1. Konntest Du Muscheln entdecken? In welcher Form? Steinkern, Hohlform?

2. Welche Größe haben die von Dir entdeckten Exemplare? Sind sie alle gleich groß? Was kann man aus der Größe schließen?

3. Muscheln bohren sich gern senkrecht in den Sandboden. In welcher Lage findest Du die Muschelabdrücke in der Wand rund um den Eingang? Wie erklärst Du Dir ihre Lage?

4. Schau Dich um. In der Grube vor der Höhle und am Rand der Pfade in die Grube liegen aus der Wand gebrochene Steine mit Muschelabdrücken. Nimm eines der Exemplare und fotografiere es neben einem von Dir entdeckten Abdruck am Höhleneingang.

Logbedingung:

Schickt uns die Antworten per Messenger oder Email. Danach könnt ihr sofort loggen. Hängt das Foto aus Aufgabe 4 an Euren Log.(Achtung Rudelcacher: Jeder Account benötigt ein eigenes Foto für den Log!) Sollte etwas nicht stimmen, melden wir uns.

Literatur, Webseiten, Fotos:

E. Fraas, Der Petrefaktensammler. - Leitfaden zum Sammeln und Bestimmen der Versteinerungen Deutschlands, Stuttgart 1910

Andreas Abels, Georoute Lippe. Von Eisensteinen, Dünenfeldern und Mäandern der Lippe - durch den Norden des GeoPark Ruhrgebiet, Essen o.J.

Harald Polenz, Lust auf Steine. Geologisch-paläontologische Momentaufnahmen aus 360 Mio. Jahren Ruhrgebeit vom Karbon bis zum Ende der Eiszeit, Korb 1999

Paleobiology Database: https://paleobiodb.org/classic/

Fotos aus Fraas, Wikipedia sowie eigene Fotos.

Tipp:

Der Tradi „Brotmanns Höhle“ von Maronski (GC7KWTF) ist eine Suche wert!

Additional Hints (No hints available.)



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