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Kammquarzit-Schuppe EarthCache

Hidden : 6/8/2020
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Kammquarzit-Schuppe

 

 

Hier vor Ort findet Ihr an der Grenze zur Hörre-Zone, Dill Mulde und des Westerwalds eine Kammquarzit-Schuppe im Ulmbachtal. Markantes Schichtglied hierbei ist der vielfach in einzelnen Klippen auftretende Kammquarzit. Die aus ehemals reinen Strandsanden hervorgegangene Schichtenfolge aus der Unterkarbon-Zeit erstreckt sich in streichender Richtung (Südwest nach Nordost gerichtete Orientierung) bemerkenswerterweise über 200 km vom Rheinischen Schiefergebirge bis in die Gegend von Magdeburg. Das Ulmbachtal bietet dabei den südwestlichsten Aufschluss.

 

Jetzt schauen wir uns mal das Gestein des Jahres 2012 an. „Quarzit“

Portrait

Der Begriff Quarzit wird in der Literatur für verschiedene Gesteinsarten benutzt. Wir können zwischen Quarzit, quarzitischem Sandstein, Einkieselungsquarzit und dem Quarzsandstein unterscheiden. Nur der metamorphe Quarzit, bei dem die Quarzkörner unter hohem Druck und hoher Temperatur  verändert wurden, kann aber als „echter“ Quarzit verstanden werden.

Quarzit der umgewandelte Sandstein

Quarzit ist wie Gneis und Schiefer ein metamorphes Gestein. Ausgangsgestein für Quarzit ist im Allgemeinen quarzreicher Sandstein. Allen Quarziten ist der hohe Quarzanteil gemein, der bei 80% und höher liegt. Das Gestein kann daher oft als monomineralisch angesprochen werden. Quarzit besteht im Wesentlichen aus miteinander verbundenen, rekristallisierten Quarzkörnern, die durch Drucklösung an den Korngrenzen verwachsen sind. Die ursprünglichen Porenräume sind fast vollständig verschwunden. Aus diesem Grund ist das Gestein sehr hart und spröde und bildet in der Natur oft massige Gesteinskörper aus.

Quarzit kann sich bilden, wenn die Ausgangsgesteine, wie z. B. die Quarzsandsteine, tief in die Erdkruste versenkt und hohen Temperaturen und Drucken ausgesetzt werden. Dann nämlich löst sich der Quarzzement im Gestein auf und die Kristallgitter ordnen sich neu, d. h. die Quarzkörner kristallisieren um (rekristallisieren) und verzahnen sich miteinander. Infolge von Drucklösungen an den Korngrenzen entstehen so sehr enge porenraumfreie Korngefüge, die nun ein sehr dichtes Gestein bilden.

Die Quarzite sind aufgrund ihrer Reinheit und ihres hohen Quarzanteils häufig sehr helle (weiße, graue, gelbliche, rötliche) Gesteine. Sie können aber auch sehr vielfarbig sein, wenn als Nebengemenge Eisen-, Manganoxide, Glimmer (Serizit, Muskovit, Biotit), Feldspat oder diverse Schwerminerale (Zirkon, Ilmenit, Magnetit, Granat, Kyanit) vorkommen. Diese färben die Quarzite bunt und sind später als Schlieren und Linsen im Gestein erkennbar.

Quarzite sind sehr verwitterungsresistente Gesteine. Sie werden in der Natur deutlich langsamer abgetragen als andere Gesteine. Oftmals bilden Quarzite Klippen, Rücken und Hügel in der Landschaft

Quarzitischer Sandstein ein Zementquarzit

Viele der gemeinhin als Quarzit bezeichneten Gesteine sind keine echten Quarzite, sondern durch Kieselsäure verfestigte Sandsteine. Der Begriff Quarzit wird daher häufig nicht ganz zutreffend auch für quarzreiche Sedimentgesteine  verwendet, in deren Gesteinsporen ein SiO2-reiches Gel zur Auskristallisation kam, eine metamorphe Gesteinsumwandlung nachweislich aber nicht stattgefunden hat. Dieser „Quarz-Zement“ hat die Quarzkörner der bereits zu Quarzsandstein verfestigten Gesteine miteinander „verklebt“ bzw. verkieselt, sodass diese Gesteine als quarzitische Sandsteine oder aber als Zementquarzite angesprochen werden. Die Verkieselung hat zur Folge, dass die Gesteine kaum bis gar nicht absanden und in ihren Eigenschaften den „echten Quarziten“ nahe kommen können. Schon früher war der harte, gut spaltbare quarzitische Sandstein deshalb bei den Handwerkern sehr begehrt.

Einkieselungsquarzit der jüngste Zementquarzit

Die Zementation von Kieselsäure zu einem dichten Quarzzement wird auch als „Einkieselung“ bezeichnet. Die daraus entstandenen eingekieselten Sandsteine sind den Quarziten in Zusammensetzung und Gefügeeigenschaften sehr ähnlich, obwohl sie keine Metamorphose durchlaufen haben. In Hessen zählen die „Tertiärquarzite” bzw. „Braunkohlequarzite“, die in den Braunkohlenlagerstätten auftreten, zu dieser Gesteinsart Hier sind die Gesteinsbildungsschritte vom lockeren Quarzsand bis zum lagigen Tertiärquarzit noch nachvollziehbar. Die „Tertiärquarzite” verkieselten unter tropischen Klimabedingungen. Die Kieselsäure löste sich mit dem Grundwasser und wurde an anderer Stelle der Gesteinsabfolge wieder abgeschieden.

 

Quelle:

  • Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

  • Neuauflage der Geologischen Karte GK 25 Blatt 5315 Herborn im Lahn-Dill-Gebiet Heiner Flick & Heinz-Dieter Nesbor

 

Um diesen Earthcache zu loggen, müsst ihr die folgenden Fragen beantworten:

  1. Beschreibe die hier vorgefundene Struktur/Schichtung, gibt es Schichtgrenzen oder ist der Übergang fließend? Und woran liegt das?

  2. Könnt Ihr etwas über die Festigkeit des Gesteins sagen? Wie sehen die Abbruchkanten aus? (Fingenageltest)

  3. Was glaubst du wieviel Prozent (Quarzit) findet man hier in der Schuppe?

  4. Welche der drei aufgeführten Quarzitformen findet ihr hier ?

  5. Mache bitte mindestens ein Foto von dir / deinem GPS oder einem anderen mitgebrachten Gegenstand bei der "Kammquarzit-Schuppe" und hänge es deinem Log an.


 


 

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Und wie immer: Hinterlasst keine Spuren!!!

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