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Naturdenkmal "KEMITZENSTEIN" EarthCache

Hidden : 9/5/2020
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


K E M I T Z E N S T E I N

 


 

 

Am Anfang war das Meer...

Tatsächlich befindet sich die ganze Gegend hier auf dem Grund des ehemaligen Jurameers. Zu Beginn des Jura (vor ca. 200 Millionen Jahren) drang das Meer von Norden herkommend. Im Mitteljura (vor ca. 170 Millionen Jahren) dehnte sich das Meer dann weiter nach Osten aus. Fast die gesamte osteuropäische Plattform wurde überflutet. Am Ende des Jura (vor ca. 150 Millionen Jahren) verlagerte sich das Meer nach Süddeutschland weitgehend, während in Norddeutschland weitere marine oder brackische Ablagerungsbedingungen herrschten.


 

Felsen als Zeitzeugen...

Das Ende des Jura (Oberjura, oft auch als Malm, oder Weißjura bezeichnet) bedeutete für diese Gegend eine "Trockenlegung" der ganzen Landschaft, also den Startschuss für ein "neues Leben". Allerdings gibt es noch genug Zeugen des Jura-Zeitalter sind zahlreiche Felsburgen, -türme, -nadeln und -massive Überbleibsel dieser Zeit, kurz: ein Potpourri an Felsen in allen nur erdenklichen Größen und Formen. Zum großen Teil sind diese Felsen hier herausgewitterte Reste von Riffkuppeln aus Dolomit. Die Riffbildung seit dem Anfang des Oberjura (Oxfordium, vor ca. 160 Millionen Jahren). Diese Riffe wurden hauptsächlich von Schwamm- und Algenkolonien gebildet Besonders bei den Dolomitfelsen am Kemitzenstein zeichnen undeutliche Schichtfugen,Verwitterungen die Form des ehemaligen Schwammriffs nach. Bei vielen der Felsen sind auch Reste von Höhlen und Karsterscheinungen zu erkennen. Viele der Höhlenruinen sind Reste eines fossilen, hochliegenden Karstsystems.


 

Wieso Kalk und Dolomit?

Kalkstein besteht überwiegend aus den Mineralen Calcit und Aragonit, zwei Kristallisationsformen von Calciumcarbonat (kohlensaures Calcium), oft auch gemischt mit weiteren Mineralen, aber in geringeren und unsteten Anteilen (Beispielsweise Tonminerale, Dolomit, Quarz und Gips).

Überwiegt der Dolomitanteil, so spricht man vom Gestein Dolomit, bei einem hohen Anteil von Tonmineralen spricht man von Mergel. Kalkstein kann verschiedensten Ursprungs sein, der überwiegende Teil jedoch ist biogenen Ursprungs, wird also von Lebewesen gebildet und abgelagert. Kalkstein kann aber auch durch chemische Prozesse aus dem Wasser ausgefällt werden (die wiederum von Lebewesen beeinflusst werden können). Weiterhin können andere Calciumcarbonat-haltige Gesteine (etwa Kalkstein oder Marmor) abgetragen, transportiert und an anderer Stelle als klastisches Sediment abgelagert werden.

Bei biogenem Ursprung wird Kalkstein meistens von Mikroorganismen oder gesteinsbildenden Korallen abgelagert. Untergeordnet findet man auch Kalksteine, die zum überwiegenden Teil aus Schnecken, Muscheln oder Schwämmen bestehen. In jedem Fall besteht das Gestein dann aus Calciumcarbonat, welches Bestandteil der Lebewesen war und zum Aufbau von Außen- oder Innenskeletten abgeschieden wurde. Das Mineral Dolomit, auch bekannt als Dolomitspat, Rautenspat oder Perlspat, ist ein sehr häufig vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der wasserfreien Carbonate ohne fremde Anionen.

Besteht Kalkstein zu mindestens 90% aus dem Mineral Dolomit so wird dann vom Gestein Dolomit gesprochen. Bei geringeren Gehalten handelt es sich um dolomitischen Kalkstein. Im Idealfall ist Dolomitstein weiß, meist aber eher elfenbeinfarben, hellgrau, graugelb oder grüngrau. Dolomitgestein entsteht entweder durch die primäre Ausfällung von Dolomit oder durch die sekundäre Dolomitisierung von Kalkschlamm. Neusten Forschungen zufolge sollen Schwefelbakterien und Fäulnis einen erheblichen Beitrag zur Dolomitgenese beitragen. Die Dolomitisierung bezeichnet dabei den Prozess, bei dem primärer Calcit oder Aragonit durch sekundären Dolomit ersetzt wird. Die Beobachtung, dass der Anteil dolomitischer Gesteine mit zunehmendem Gesteinsalter wächst, legt die Annahme nahe, dass bei der Dolomitisierung ein Alterungsprozess calcitischer Gesteine zu Dolomit vorliegt.


 

Wie verwittern Gesteine?

Prinzipiell versteht man unter Verwitterung die Zersetzung von Gestein, wobei mehrere Prozesse zusammenspielen, die den physikalischen Zerfall, chemische Veränderungen oder die biogene Zersetzung des Gesteins wegen dessen exponierter Lage an oder nahe der Erdoberfläche herbeiführen. Physikalische Kräfte können beispielsweise die Einwirkungen von Bode- und Niederschlagswasser, Eis, Wind und Temperaturschwankungen sein. Die Produkte der Gesteinsverwitterung sammeln sich meist als lockere Oberflächenschichten (Regolith). Der Regolith geht nach abwärts in das feste, unveränderte Gestein über, das allgemein als das anstehende Gesten oder als gewachsener Fels bezeichnet wird.

Neben diesen physikalischen Verwitterungserscheinungen treten in diesem Gebiet allerdings oft auch Karsterscheinungen auf, die auf chemische Veränderungen in Form von Lösungs- und Kohlensäureverwitterung, sowie Ausfällung von biogenen Kalksteinen und ähnlichen Sedimenten mit hohen Gehalten an Calciumcarbonat zurückzuführen sind. Hauptmerkmal dabei ist der überwiegend unterirdische Wasserhaushalt, der nicht auf einer primären Porösität des Gesteins beruht, sondern vielmehr sekundär durch den in geologischer Zeit stattfindenden Prozess der Verkarstung (d.h. einer Korrosion des Gesteins) bedingt wird.

Die Kohlensäureverwitterung ist eine chemische Form der Verwitterung, die bei der Lösung von Carbonatgesteinen (Beispielsweise Kalkstein und Dolomit) durch Kohlensäure entsteht. Die Kohlensäure bildet sich in der Natur durch Lösung des in der Luft enthaltenen Kohlendioxids im Regenwasser. Die Kohlensäure löst das Calcit (aus dem Kalkstein und Dolomit hauptsächlich bestehen) auf unter der Bildung von Calciumhydrogencarbonat. Dadurch, dass das Gestein durch die Kohlensäure gelöst ist, kann Niederschlagswasser durch die entstandenen Kanäle unterirdisch abfließen und so auch die Überreste weiter abtragen.

Informationen von: Wikipedia

 

 

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FRAGEN:                                                                                              

1.Hier steht Ihr vor einem sehr beeindruckenden Felsmassiv, beschreibe in deinen Worten seine Form und schätze seine Höhe.

2.Schau dir die Felsengruppe in seiner Gesamtheit genau an - welche Verwitterungserscheinungen könnt ihr entdecken, wo genau am Fels befinden sie sich?

3.Wie sehen die Verwitterungserscheinungen aus und welche Rückschlüsse könnt ihr auf die Art dieser Verwitterung ziehen?

4.Gibt es möglicherweise sogar mehrere Arten von Verwitterungen zu finden?

 

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