Gegen das Vergessen -
Stolpersteine
Familie Wolff

1906 erwarb die Berliner Fabrikantenfamilie Wolff das am westlichen Stadtrand von Flensburg gelegene Gut Jägerslust, modernisierte das Herrenhaus, vergrößerte die Stallungen und siedelte nach Flensburg über.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und dem Zusammenbruch des NS-Regimes fungierten die Gutsgebäude, ergänzt um mehrere schlichte Baracken, vorübergehend als Notunterkunft für Flüchtlinge und Vertriebene aus den deutschen Ostgebieten. Mehrere Jahre musste Alexander Wolff von den USA aus mit Hilfe deutscher Anwälte um eine Entschädigung für den einstigen Familienbesitz in Flensburg kämpfen. Das Verfahren endete 1952 mit einem Vergleich: einer finanziellen Entschädigung in Höhe von insgesamt 75.000 Mark für Gebäude, Ländereien und verloren gegangenes Inventar.
Das einstige Guts-Areal blieb in öffentlicher Hand – bis heute. Die Bundeswehr nutzte es als Truppenübungsplatz. Das einst so stattliche Herrenhaus wurde 1967 in Form einer Übung gesprengt. Endgültig ging die Jägerslust-Geschichte zu Ende, als die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, die 1998 das Gelände von der Bundeswehr übernommen hatte, im Jahre 2004 auch das letzte Stallgebäude niederreißen ließ. Einer Anregung aus der Kommunalpolitik folgend, ließ die Stadt Flensburg am Rande der einstigen Gutsanlage einen Info-Stand errichten. Er gibt in Text und Bild einen Überblick über die wechselvolle, tragisch endende Gutshistorie.
Wer noch mehr über die Geschichte der Familie Wolff und das Gut Jägerslust wissen möchte, kann das hier machen oder aber an dem Infostand vor Ort.
Wichtig:
Ihr befindet euch in einem Naturschutzgebiet. Verhaltet euch dementsprechend.
Die Wege müssen für diesen Cache nicht verlassen werden.
Und hier scheinen Kühe zu laufen, zumindest liegen deren Hinterlassenschaften überall. Also aufpassen, wo man hintritt.