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Gegen das Vergessen - Stolperstein Sieverstedt Multi-Cache

Hidden : 02/23/2026
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


Wer etwas mehr über Stolpersteine wissen möchte, kann in diesem Wikipedia Artikel nachlesen. 

 

Gegen das Vergessen -

Stolperstein Sieverstedt 

Jan Lewkowiec war als Soldat bei Kampfhandlungen in Warschau im September 1939 in Kriegsgefangenschaft geraten. Wegen des kriegsbedingten Mangels an Arbeitskräften wurden viele Gefangene nach Deutschland verbracht und in der Landwirtschaft eingesetzt, so auch Jan Lewkowiec auf dem größten Bauernhof in Sieverstedt. Hier erwiderte er die Liebe einer ebenfalls auf dem Hof angestellten jungen deutschen Frau. Der Hofbesitzer, gleichzeitig Ortsbauernführer, erfuhr hiervon und wies die beiden auf seinem Hof lautstark zurecht. Ein Wachsoldat wurde Zeuge dieses Vorfalls und meldete ihn umgehend seinem Vorgesetzten. Dieser leitete das Lager, das in der alten Schule in Sieverstedt für die polnischen Kriegsgefangenen eingerichtet worden war. So nahm das Unheil seinen unaufhaltsamen Lauf, obwohl der für die beiden Arbeitskräfte verantwortliche Bauer mit der Zurechtweisung den Fall auf sich beruhen lassen wollte und für abgeschlossen hielt. Schnell gelangte die Meldung dieses Vorfalls zum Reichssicherheitshauptamt in Berlin, wo nach Aktenlage entschieden wurde: Hinrichtung durch Hängen. Die verfügten Polenerlasse vom 8. März 1940 legten fest, dass eine Liebesbeziehung zwischen einem polnischen Zwangsarbeiter und einer deutschen Frau bei Todesstrafe verboten sei. Die junge Frau erhielt beim Landgericht Flensburg eine ein jährige Gefängnisstrafe. Jan Lewkowiec hatte in Schleswig unterschreiben müssen, dass er freiwillig aus dem Status „Kriegsgefangener" ausscheide und in den Status eines Zwangsarbeiters wechsele. Somit unterstand er nicht mehr der Wehrmacht mit der Militärstrafordnung nach der Genfer Konvention von 1929, die auch das Deutsche Reich unterschrieben hatte, sondern unterlag nun der Willkür der politischen Verordnungen der Geheimen Staatspolizei aus dem Reichssicherheitshauptamt Berlin. Nach mehrmonatigem Gefängnisaufenthalt mit Schlägen und Folter in Kiel wurde Jan Lewkowiec am 12. März 1941 wieder nach Sieverstedt gebracht. Als Hinrichtungsort hatte man sich einen Platz ganz in der Nähe der alten Schule ausgewählt. Zur Abschreckung wurden viele Zwangsarbeiter aus der näheren und weiteren Umgebung herangefahren. Vor ihren Augen wurde das Urteil vollzogen: Jan Lewkowiec wurde an einem Baum erhängt.

 

Um hier nun an die Koordinaten zu kommen, guckt euch beim Wegpunkt "Hydrantenschild" das Schild an.

Beantwortet dann die Frage und schon geht's weiter.

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