Gegen das Vergessen - Garnisonfriedhof Rendsburg

Vor mehr als 200 Jahren als Militärfriedhof angelegt, vermittelt uns der Garnisonfriedhof heute eindrücklich die wechselvolle Geschichte Schleswig-Holsteins: vom Rückzug Napoleons nach der Völkerschlacht bei Leipzig und der Schlacht bei Sehestedt 1813, an die ein großer Findling erinnert, bis zu den beiden Weltkriegen im 20. Jahrhundert mit den Gräberfeldern rechter Hand des Eingangs. So finden sich viele eindrückliche Gedenkstätten für Gefallene im Krieg der Erhebung 1848/51 und im Deutsch-Dänischen Krieg von 1864.

Neben den Denkmalen für die Opfer des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/71 tragen zahlreiche Einzelgräber gusseiserne Kreuze, die in der Büdelsdorfer Carlshütte hergestellt wurden (s. erstes Bild).
Erinnerungstafeln weisen auf das Massen-grab der Choleratoten von 1850 und das "Sklavenfeld" hin, auf dem die Strafge-fangenen der Rendsburger Festung bis zum Jahr 1848 unehrenhaft begraben wurden.
Wortreich zeugt ein Obelisk (s. Bild in der Mitte) von der großen Katastrophe, bei der im August 1850 durch die Explosion des Laboratoriums mehr als 100 Menschen ihr Leben verloren.
1970 wurde der Garnisonfriedhof unter Denkmalschutz gestellt. Eine Gruppe ehrenamtlicher Mitarbeiter sorgt seit 2021 für Instandsetzung und Pflege der Anlage. Mehrere gefährdete Grabmale konnten seitdem mithilfe von Spenden restauriert werden, z.B. das Grabmal des Premierleutnants Leo Hold (1860-1890).

Quelle: Infoflyer vor Ort
Bei diesem Multi geht es über den Garnisonfriedhof.
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