in c:geo: klick 

Dauer der Adventure lab-Runde "Herbolzheimer Fachwerkhäuser" (nur Labcaches & Bonus, Start vom empfohlenen Parkplatz): ca. 30 min
"Das Fachwerkhaus (in der Schweiz Riegelhaus) ist die in Deutschland, im Elsass und weiten Teilen der Schweiz bekannteste Verwendung von Holzfachwerk im Hochbau. Es ist ein Skelettbau aus Holz, bei dem die horizontale Aussteifung (zum Beispiel um der Windbelastung standzuhalten) mittels schräg eingebauter Streben erfolgt und die Zwischenräume (Gefache) mit einem mit Lehm verputzten Holzgeflecht oder mit Mauerwerk ausgefüllt sind. Als Bauholz wurde – mit Ausnahme der Spätzeit dieser Bauweise – Rundholz mittels Breitbeil oder Dechsel zu einstieligen Balken mit quadratischem Querschnitt behauen. [Sägewerkzeuge wurden noch nicht verwendet.] Die Bauhölzer wurden zimmermannsmäßig verbunden, unter weitestgehendem Verzicht auf metallische Verbindungsmittel wie Nägel oder Schrauben.
Entwickelt hat sich das Fachwerkhaus aus der primitiveren frühgeschichtlichen Pfostenbauweise über das Firstsäulenhaus mit der Firstsäule. Hier sind – im Unterschied zum Fachwerkhaus – die Wandpfosten im Erdreich eingegraben und liegen nicht auf einer Schwelle auf. Mit der Firstständerbauweise entwickelte sich die Fachwerkbauweise und war von der Antike bis in das 19. Jahrhundert eine der vorherrschenden Bauweisen und in Mitteleuropa nördlich der Alpen bis nach England verbreitet. In der Spätzeit dieser Bauweise kam im Alpenraum das damit verwandte Bundwerk auf. Der moderne Nachfolger der Fachwerkbauweise ist im Wesentlichen die Holzrahmenbauweise. Der Begriff Fachwerk ist seit dem 17. Jahrhundert belegt. Fach ist die technische Bezeichnung für die durch die tragenden Balken gebildeten Zwischenräume, und -werk ist das zugehörige Kollektivum.
Bauteile
Die vertikalen Hölzer werden als Pfosten, Stiel, Stütze, Stab oder Ständer, die leicht schräg stehenden als Strebe oder Schwertung bezeichnet, die horizontalen als Schwelle, Rähm, Riegel oder Pfette. Im Winkel von meist 45 Grad verlaufende Hölzer zur Querstabilisierung nennt man Bänder oder Bug, sie verbinden die senkrecht aufeinanderstehenden Teile. Streben sind oft symmetrisch angeordnet und sollten nach oben außen zeigen, damit seitlich auftretende Windkräfte besser abgefangen werden können. c:geo: Fortsetzung hier
Die behauenen Hölzer haben typischerweise einen Querschnitt von 10 × 10 Zentimeter bis 18 × 18 Zentimeter. Aufeinandertreffende Teile werden meist verzapft und mit Holznägeln gesichert. Dabei werden die Löcher leicht versetzt gebohrt, damit die Zapfen ins Zapfenloch gezogen werden. Die verwendeten Holznägel haben einen Durchmesser von etwa 2 Zentimeter und sind mindestens 2 Zentimeter länger als die Stärke des Balkens – sie stehen über. Die Bauteile werden beim Zuschnitt mit Abbundzeichen versehen, um sie am Bauplatz schnell und richtig zusammensetzen zu können. Auch können Fachwerkkonstruktionen abgebaut und wiederaufgebaut sowie einzelne Teile ersetzt werden (Modulbauweise).
Material
Als Holzarten werden zumeist Stieleiche oder Traubeneiche, in nadelholzreichen Gebieten Tanne verwendet, da sie witterungsbeständig sind und Fäulnis widerstehen – konstruktiven Holzschutz vorausgesetzt.
Zum Ausfüllen der Zwischenräume (die Gefache) gibt es verschiedene Möglichkeiten:
- Flechtwerk mit Lehmbewurf (Klaiben),
- Lehmwickel mit Kalk- oder Lehmputz,
- Ausmauerung mit Backsteinen, Bruchstein, Porenbeton oder Lehmbausteinen und gegebenenfalls verputzt.
Das Holzgeflecht ist aus festen Hölzern (Lehmstaken), zusätzlich auch aus biegsamen Ruten (Fachgerten) beispielsweise aus Weidenholz.
Schmuckformen im Fachwerk
Die künstlerische Ausgestaltung von Fachwerkhäusern ist je nach Region und Erbauungszeit unterschiedlich stark ausgeprägt. Als Schmuck kommen insbesondere die Anordnung der tragenden und aussteifenden Balken, das Einfügen von zusätzlichen, statisch nicht wirksamen Hölzern als Schmuckelemente, das Gestalten von Hölzern durch Schnitzwerk und Bemalung sowie die farbliche Fassung der Gefache oder die Anordnung der Klinker zur Anwendung. Die verwendeten Schmuckformen variieren regional und zeitlich sehr stark und tragen teilweise auch unterschiedliche Bezeichnungen.
Heute nimmt man an, dass viele der ehemals verwendeten Schmuckformen in direkter Beziehung zum Erbauer standen. Einige der verwendeten Schmuckelemente durften nur von alten Handwerksmeistern ausgeführt und errichtet werden."
Quelle: Wikipedia
Duration of "Half-timbered houses in Herbolzheim" (only Labcaches & Bonus, start from the recommended parking lot): approx. 30 min
"Timber framing and "post-and-beam" construction are traditional methods of building with heavy timbers, creating structures using squared-off and carefully fitted and joined timbers with joints secured by large wooden pegs. It is commonplace in wooden buildings through the 19th century. If the structural frame of load-bearing timber is left exposed on the exterior of the building it may be referred to as half-timbered, and in many cases the infill between timbers will be used for decorative effect. The country most known for this kind of architecture is Germany, where timber framed houses are spread all over the country except in the southeast.
The method comes from working directly from logs and trees rather than pre-cut dimensional lumber. Hewing this with broadaxes, adzes, and draw knives and using hand-powered braces and augers (brace and bit) and other woodworking tools, artisans or framers could gradually assemble a building."
source: Wikipedia
Durée des "Maisons à colombages à Herbolzheim" (uniquement Labcaches & Bonus, départ du parking recommandé): environ 30 min
Traduction française par MIDOUL - merci beaucoup!
