Wie ich neulich beim Radfahren so
drüber nachdachte, dass einigen Geocachern unser letzer Cache zu
einfach war, wurden meine Gedanken urpötzlich von etwas abgelenkt
und ich hielt an: „Was ist das denn? So viele Spiegel an einer
Straße ? Hier müssen aber viele eitle Leute wohnen?“
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„Na du hast aber echt keene
Ahnung“ tönte es neben mir; ein Blick in einen der Spiegel zeigte
mir eine gar wundersame Gestalt. Ich drehte mich um und staunte
nicht schlecht. Stand doch ein kleines, ja zwergiges Männlein in
purpurfarbenem Mäntelchen und mit purpupfarbenen Schirm vor mir;
eine große seltsame Brille auf der Nase, abstehendes wehendes Haar
und stellte sich vor: „@-Adolar Physikus“ und er käme aus dem 27.
Dimensionsloch, um sich mit mir über Optik unterhalten zu
wollen.„Ja nee is klar und ich bin der Kaiser von China“ erwiderte
ich. „Angenehm“ sagt der kleine Mann, der eher aussah wie eine
Mischung aus Albert Einstein und Arthur der Engel. Ja, er wäre so
was wie ein rettender Engel für Leute, die sich für die Physik
interessieren und schwups saß er auf meinem Lenker und löcherte
mich mit Fragen, um angeblich meine physikalische Allgemeinbildung
zu testen.
„Ja der hat Humor“ dachte ich.
Dass Geocacher gelegentlich Erfahrungen mit außerirdischen
Lebensformen hatten, wußte ich, aber wer traf schon einen
@. |
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Und so fragte er mich auch gleich,
weshalb wir Menschen eigentlich Spiegel bräuchten. Ja gute Frage,
als Frau brauch‘ ich da nicht lange nachdenken; mir fielen diverse
Kosmetikspiegel ein, Spiegelschränke, Kaufhausspiegel, Glasperlen
und Weihnachtsbaumkugeln in denen Frau sich mehr oder weniger
verzückt betrachten kann.
„Und die Anderen?“ fragte der @. „Welche Anderen?“ „...na die
nicht Frauen?“ „Ach so die, naja gut, haben die auch Spiegel? Lass
mal überlegen, mein HNO Arzt hat so einen komischen Spiegel mit
einem Loch, (wozu eigentlich ein Loch?) und manche haben einen
Rasierspiegel, ach na klar in den Männerpielzeugen wie zum Beispiel
am Auto und in der Taschenlampe...“
„Also sind Spiegel für euch Menschen ganz schön wichtig, auch wenn
sie rechts mit links vertauschen“ löcherte mich der @ weiter und
„ob ich denn einen Spiegel überhaupt sehen könnte?“ Hui da
begann ich langsam zu schwitzen.
Tja warum vertauscht mein Spiegel
scheinbar rechts und links und nicht oben und unten und irgendwann
kam ich mir beim Jonglieren aller Spiegelvarianten vor wie ein
Magier, die nutzen die Spiegel ja auch für ihre zauberhaften
Tricksereien.
Nun gut irgendwie schien der kleine Kerl genug von meinem
Geschwafel zu haben und erzählte mir, was er über Spiegel wisse und
warum hier so viele stünden - nämlich eines Schatzes
wegen.
Ja hallo, jeder andere hätte hier
nun echt den Verstand verloren und wäre brüllend davon geradelt -
aber Schätze liebe Geocacher sind ja für uns nichts ungewöhnliches.
Und warum soll dieser Typ nicht so was wie ne Art männliche Fee
sein, die einen Schatz versteckt hat? „Wo ist er denn? Bei welchen
Koordinaten, wo?“ stammelte ich selig.
„Nicht so hastig wertes Fräulein,
bring mich erst mal zu den oben genannten Koordinaten“. Gut, ich
trat in die Pedale und brachte den @ dahin, wo er wollte. „So nun
schau dir hier den Kasten an, wo die vielen fliegenden Tiere
abgebildet sind. Er hat rechts und links beim Dach 2 rote Schilder
mit Zahlen, die du zusammenzählst, um die Zahl # zu
erhalten“.
Nun wieder zurück zur Hauptstraße dort steht Spiegel A, weiter
geht’s die Straße lang in die Richtung, wo die Sonne untergeht bis
zu Spiegel B. Gut so, recht ins Schwitzen kam nur mein
Geist.
Als er jetzt meinte, ich
solle zu dem Spiegel an der Straße, der zwischen Spiegel A und B
ist, wollte ich schon maulen. Aber gut, offensichtlich fuhr der @
gern Rad auf einem Lenker, soll er es haben, wenn er mir den Schatz
endlich verrät.
Er sprang vor diesen mittleren
Spiegel ab und lehnte sich lachend vor den Spiegel:
Hier ist DEIN
Spiegel, der DIR weiter hilft, schau ihn dir genau an und erkenne,
um welchen Spiegel es sich handelt. Der Boden zu deinen Füßen ist
deine optische Achse. Der Schatz ist von hier aus in
Richtung 216° + (#*#)°
zu
finden.
Der Schatz ist
ein Gegenstand in der dir noch unbekannten
Entfernung
g von hier aus gemessen. Seine durch den Spiegel
bedingte Bildweite ist bei –82,49m zu finden. Und den Spiegelradius
in Metern haben die Spiegelbauer an einem Mast rechts neben dem
Spiegel an eine kleine gelbe Tafel gemalt. Es soll die oberste Zahl
über dem T-ähnlichen Symbol sein.
Er klatschte in die Hände und
lachte köstlich über mein verdattertes Gesicht, spannte seinen
Schirm auf und steckte mir die Zunge raus: „ Wenn du das gelöst
hast, findest du nicht nur den Schatz und eine geheimnisvolle Zahl
darin, die dich zu einem noch viel größeren Schatz bringt – sondern
ich verrate dir auch weshalb, Frauen mit ihrem Spiegelfimmel so oft
links und recht vertauschen und Männer dagegen nicht“ und
verschwand in den Abendhimmel. Mit einem lässigen “Ciao“ warf er
mir noch ein Zettelchen hinab und sagte es wäre ein
Hinweis.
Da stand ich nun und grübelte vor
dem heruntergefallenen Spiegelei....
Ach, nun wurde der
Cache Ende April 2007 gemuggelt. Eine andere Stelle für den Micro
finden wir unpassend, den Micro (eine Bastelarbeit) wieder neu
einzusetzen halten wir für sinnfrei, da er dem dortigen Finder
sicher wieder "gefällt". Da wir den Cache aber nicht gleich
archivieren wollten (es soll ja eine Serie werden und das ist die
Anfangsstory) und wir mit euch das Geheimnis der langen Zahl teilen
wollen, findet ihr jetzt nur noch am errechneten Ziel diese Zahl -
kein Logbuch mehr. Bitte nehmt euch einen Spiegel und etwas zu
Schreiben mit.
Loggen darf jeder, der uns eine Mail schickt
- mit dem
Betreff: Name (roter Name, den ihr am Ziel bei der Zahl
findet) und
- in der Mail
die komplette Zahl,
dann wissen wir,
dass ihr dort gewesen seid.
Sollten wir mal nicht so schnell antworten können, gilt es auch,
dass ihr bei www.opencaching.de diesen Schatzfund loggt da ihr dort das
Passwort eingeben (der Name nicht die Zahl!) müsst. Bitte schickt
uns dann die Zahl noch per Mail zu.

Auf der Rückseite des Zettelchens
stand übrigens:
