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Dortmund X/4 Multi-Cache

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Dark Moon: Ich habe leider nicht die Zeit, diesen Cache zu überarbeiten. Falls jemand Interesse hat, ihn zu übernehmen, gerne bei mir melden.

Schöne Grüße,
Dark Moon

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Hidden : 1/11/2007
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:

Ein Cache zu Ehren des Dortmunder Kreuzviertels

X/4


Das Kreuzviertel ist ein urbanes Viertel mit hohem Wohnwert im Dortmunder Stadtbezirk Innenstadt-West. Die zahlreich vorhandenen Einkaufsmöglichkeiten sowie die Nähe zur Innenstadt und zum Hauptbahnhof sowie die damit verbundene gute infrastrukturelle Anbindung an das Verkehrsnetz machen das Viertel zu einem begehrten Wohnraum. Seinen Namen verdankt das Kreuzviertel der katholischen Heilig-Kreuz-Kirche. Das Kreuzviertel umfasst das Gebiet westlich der Hohen Straße und südlich der Sonnenstraße. In seinem Zentrum befinden sich Lindemannstraße und Kreuzstraße.
Das Leben in Dortmund spielte sich über Jahrhunderte innerhalb der Stadtmauern ab. Feldwege führten zu den Nachbargemeinden Hörde, Brünningshausen und Barop. Mit Aufkommen der Industrialisierung ab 1800 setzte ein starker Zustrom von Arbeitnehmern ein, was neue Wohngebiete erforderlich machte.
Südlich des Stadtrings entstand 1874 die Bahntrasse der Rheinischen Eisenbahngesellschaft mit dem Endbahnhof am heutigen Großmarkt. Zwischen Dortmund und Brünninghausen wurde entlang der Feldmark (einem Hügel Richtung Emscher, mit dem 1450 gebauten Steinernen Turm an höchster Stelle (Cache Steinerner Turm)) die Hohe Straße ausgebaut. Seit 1870 war diese Gegend zur Bebauung freigegeben. Unter anderem entstand hier die Brauerei Ross+Co ("Gildenbrauerei" an der Harnackstraße). Auch eine Ziegelei, das Städtische Waisenhaus und die Fabrik Fley ließen sich entlang der Hohen Straße nieder.
1896 erfolgte an der Sonnenstraße der Baubeginn der Königlichen Werkmeisterschule für Maschinenbauer, die ein Jahr später ihren Betrieb aufnahm. Die Lage war damals noch frei: Nördlich erstreckten sich die umfangreichen Gartenanlagen des städtischen Luisenhospitals sowie der Botanische Schulgarten der Stadt. Nördlich der Bahnlinie war im Juli 1902 Beginn des 2. Bauvorhabens des Beamten-Wohnungs-Vereins, einem Vorgänger der Gemeinnützigen Wohnungsgenossenschaft. Zwischen Detmer-, Möller- und Beurhausstraße entstanden 11 Wohnhäuser. Damals lag dem Westpark gegenüber ein Friedhof.
Nicht nur direkt an der Hohen Straße wurden Wohnhäuser errichtet, sondern jetzt auch in der Umgebung der Maschinenbauschule. Klar, dass diese Straßen Namen von Akademikern erhielten (Liebig, Redtenbacher und Weisbach, mehr Infos sind hier zu finden). Zwischen 1904 und 1908 errichtete der Beamten-Wohnungsverein zahlreiche Wohnhäuser in der Arnecke-, Schilling-, Liebig-, Vereinstraße (heute: Kuhlmannstraße) und in Neuer Graben. Apropos Neuer Graben: Dieser Seitenarm der Emscher endete an der Hohen Straße und wurde mit der Urbanisierung des Wohnviertels ausgetrocknet.
Weitere große Bauvorhaben zu der Zeit waren die Overbergschule an der Essener Straße (die damalige Grundschule, die mit Ihrem gewölbten hohen Dach einen imposanten Anblick bot), das staatliche Gymnasium an der Lindemannstraße, die Kreuzkirche 1916 mit angeschlossenem Kreuzhof und 1930 die erste Sichtbetonkirche Deutschlands, die Nikolaikirche.
Im Zweiten Weltkrieg wurde auch das Dortmunder Kreuzviertel bombardiert. Die Zerstörung hielt sich aber im Vergleich zur Dortmunder Innenstadt und zur Dortmunder Nordstadt, wo sich kriegswichtige Industrie befand, in Grenzen. Am 12.03.1945 zerstörten britische Kampfbomber große Teile der Bebauung an der Hohen Straße. Insgesamt blieb das Wohnviertel aber intakt und ist deshalb noch heute in alter Pracht zu bewundern.
War das Viertel von Beginn an gut-bürgerlich geprägt – besonders viele Beamte waren hier beheimatet – gab es ab den 70er-Jahren einen Generationswechsel. Es wurde chic, hier zu wohnen: Die Nähe zu FH, Stadtmitte und Westfalenpark/-halle/-stadion, die schönen Wohnhäuser und das seit jeher vorhandene Kneipenangebot zogen besonders junge Menschen an. Makler entdeckten die damals noch sehr preiswerte Wohngegend und prägten den Begriff "Kreuzviertel". Gemeint war der Bereich zwischen Hohe, Große Heim-, Sonnenstraße und der B1. Viele Mietwohnungen wurden mit nicht immer sauberen Methoden zu Eigentum umgewandelt. Die Immobilienpreise und die Mieten sind meist überdurchschnittlich hoch. Das Milieu im Kreuzviertel ist akademisch-studentisch geprägt.
Heute leben hier knapp 10.000 Menschen, eine sehr bunte und lebendige Mischung. Im Stadtviertel macht sich dies durch eine vielfältige Szene von Cafés und Kneipen, vielfach mit Außengastronomie, bemerkbar. Bei Wahlen erzielen die Grünen im Kreuzviertel die höchsten Stimmenanteile in Dortmund; ca. 70% wählen hier rot-grün.

Bier im Kreuzviertel – Gildenbräu
In Höhe des Polizeipräsidiums geben einige Straßennamen Zeugnis von einer der berühmtesten Industrien Dortmunds: dem Brauwesen. Hopfen-, Gersten- und Malzstraße liegen in Nachbarschaft eines ehemaligen bedeutenden Braubetriebs – der Gildenbrauerei. Noch heute erinnern Hotel, Kneipe und Kleingartenanlage an die frühere Braustätte im Dortmunder Kreuzviertel.
Es ist belegt, dass Dortmund über eine bis vor das 13. Jahrhundert zurück reichende Brautradition verfügt. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Dortmund zu einem Zentrum der europäischen Brauwirtschaft. Bis zu 39 verschiedene Braustätten im Stadtgebiet trugen dazu bei. Allein im Innenstadtbereich brauten Ende des 19. Jahrhundert 23 Brauereien ca. 1 Million hl Bier!
1874 gründeten die Brüder Ross auf freiem Feld außerhalb des Stadtkerns die Brauerei Ross & Co. Der Betrieb an der Ackerstraße 24 wuchs schnell und schon 1899 erfolgte die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft bei gleichzeitiger Umbenennung in "Gildenbrau AG". Das Bier hieß fortan "Gildenbräu". Derartige Umwandlungen waren damals wie heute notwendig, wenn schnelles Wachstum finanziert werden musste. Die 1,5 Million Mark Gründungskapital wurden damals nur von der Actien-, Union-, Löwen- und Ritterbrauerei übertroffen. Der Bierausstoß lag in den damaligen Jahren zwischen 50.000 und 75.000 hl jährlich.
Der Konkurrenzdruck unter den Brauereien in Dortmund war enorm. Ausdehnung der Produktion um jeden Preis hieß die Devise. Es grassierte die sog. "Hektoliterwut", wie ein zeitgenössisches Schlagwort diese Erscheinung bezeichnete. Brauereien sorgten mit immer leichtsinnigeren Darlehen an Kunden für höhere Absatzzahlen, was folgerichtig zu einem stetigen Konzentrationsprozess in der Dortmunder Brauwirtschaft sorgte.
Darüber hinaus sorgte der erste Weltkrieg ab 1914 und die turbulente Nachkriegs- und Inflationszeit für einen weiteren Schrumpfungsprozess. Davon blieb auch die Gildenbrauerei nicht verschont. 1917 erfolgte die Fusion mit der Dortmunder Union-Brauerei, die kurze Zeit später die Braustätte an der heutigen Harnackstraße außer Betrieb setzte. Die Brauereigebäude verfielen oder wurden zum Teil von dem Möbelgeschäft Goebel genutzt. Der heutige Wohnkomplex des Spar- und Bauvereins verwendet noch Fundamentteile der ehemaligen großen Brauerei-Kellerräume für seine Tiefgarage.
Was von der Brauerei Ross & Co. bleibt, sind ein wenig wehmütige Erinnerung und einige Flaschen und Krüge, die fleißige Sammler der Nachwelt erhalten haben. Aber wie lecker das Dortmunder Gildenbräu wirklich schmeckte, werden wir alle nie mehr erfahren.

Quellen: de.wikipedia.org & www.schweinrich.de


Doch nun zu den Aufgaben...
Im obigen Text wird ja schon erwähnt, dass es sich beim Kreuzviertel um ein Quartier mit großer Gastronomiedichte der unterschiedlichsten Art handelt. Bei diesem Cache sollt ihr Euch diesbezüglich nun etwas kundig machen und einige dieser Orte aufsuchen. Dazu findet ihr unten 8 Fotos (durch Anklicken erhaltet ihr große Versionen zum Ausdrucken), die teilweise nur Ausschnitte des Namens zeigen oder technisch verändert worden sind, um das Finden nicht zu einfach zu machen. Mit einem kleinen Spaziergang durchs Kreuz/4 sollten die Orte aber relativ schnell zu finden sein. Wenn ihr die Orte gefunden habt, notiert die Hausnummern der Lokalitäten zu den entsprechenden Buchstaben der Fotos.

Zur ungefähren Eingrenzung des Areals könnt ihr Euch den "Spoiler Areal" ansehen.


Einige Hinweise:
Es ergeben sich ein- und zweistellige Zahlen für die Variablen A-H, wobei halbe Zahlen ggf. abgerundet werden.
Die oben aufgeführten Startkoordinaten haben keine Bedeutung.
Falls ihr nicht weiterkommt, fragt die Eingeborenen...

Darüber hinaus findet ihr noch drei Karten des Viertels aus verschiedenen Epochen. Sie werden zur Lösung des Cache nicht benötigt und sind lediglich für historisch interessierte Menschen beigefügt. (Vielen Dank an schweinrich.de :-)

Das Final findet ihr hier:

N 51° 3i.klm
E 7° 2n.opq

wobei sich die Werte für die Variablen i bis q wie folgt errechnen:

i = erste Ziffer von A - letzte Ziffer von B
k = erste Ziffer von F - erste Ziffer von D
l = C - D
m = letzte Ziffer von H - G
n = Quersumme von H
o = Quersumme von (B + C)
p = Quersumme von E
q = erste Ziffer von F

Und nun: Viel Spaß...

Additional Hints (Decrypt)

Refg hrore'f Tvggreebfg, qnaa vz Rsrh fhpura

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)