
Dieser Cache ist dem Linguisten und Autor John R. R. Tolkien
gewidmet. Wer sein bekanntestes Werk, den Herr der Ringe
kennt, der weiß, dass sich darin neben der Hauptgeschichte
unzählige Randgeschichten befinden. Viele dieser kleinen
Geschichten werden nur angerissen, verweisen auf die Ereignisse im
Silmarillion und anderen Büchern oder werden viel später
wieder aufgegriffen.
Eine der nettesten Nebengeschichten ist die Suche der Ents nach
ihren Entfrauen. Ich möchte Dich mit diesem Cache nicht nur durch
Berg und Wald des schönen Naheland hetzen, sondern auch ein wenig
in Mittelerde auf die Suche schicken. Du wirst zunächst das
Auenland und Fangorn absuchen müssen, um Erfolg zu haben.
Um diesen Cache lösen zu können, brauchst Du eine vollständige
Ausgabe des Herr der Ringe von J.R.R. Tolkien. Das Werk
besteht bekanntlich aus drei Büchern, beachte auch die Anhänge am
Ende des dritten Buches. Es reicht nicht aus nur den Film zu
kennen. Gleichwohl ist das hilfreich.
Anmerkung: Jeder ist herzlich eingeladen, die Serie
„Tolkien Treasures” fortzusetzen. Bitte beachtet dabei das folgende
Konzept. Die Namen der Serien-Caches sollen stets mit „Tolkien
Treasures” beginnen. Um einen Cache zu finden, muss sowohl in der
realen Natur wie auch in den Büchern von Tolkien gesucht werden.
Die Caches sollen J.R.R. Tolkien oder einer seiner Figuren gewidmet
sein. Außerdem soll diese Anmerkung in der Cachebeschreibung
enthalten sein.
Sam Gamschie, der treue Gefährte von Frodo Beutlin, sitzt an
einem sonnigen Maimorgen im Garten vor seiner behaglichen
Hobbithöhle und schaut besinnlich in die Ferne. Die Vögel singen,
Bienen summen und der Duft der Apfelblüte liegt in der warmen Luft.
Es verspricht ein herrlicher Tag zu werden. Gemeinsam mit seiner
Frau Rose und seinen Kindern hat er gerade ein üppiges zweites
Frühstück eingenommen. Sein Bäuchlein spannt wohlig den Stoff
seines Wamses. Gedankenverloren beginnt Sam sich seine Pfeife mit
Pfeifenkraut zu stopfen. Natürlich nur mit dem guten Langblatt aus
dem Südviertel, dem besten das im ganzen Auenland und vermutlich im
übrigen Mittelerde angebaut wird. Wir schreiben das Jahr 1428 nach
Auenland-Zeitrechnung. Knapp zehn Jahre sind seit seiner Rückkehr
von der großen Fahrt zum Schicksalsberg vergangen. Seit der
Befreiung des Auenlandes sind Sam und seine Freunde geachtete
Hobbits überall im Auenland. Jeder unterhält sich gerne mit ihnen,
nicht zuletzt in der Hoffnung, dass sie eine ihrer unglaublichen
Abenteuer zum Besten geben.
„Mein lieber Sam”, holt seine Frau Rose ihn freundlich aus
seinen Gedanken. Sam schaut sie an, er lächelt. Sie ist wohl eines
der schönsten Wunder seiner weiten Reise. „Wie war das damals mit
den Entfrauen?”, möchte Rose wissen. „Habt ihr Baumbart helfen
können, die verlorenen Entfrauen wiederzufinden?” Sam muss lachen,
„Du möchtest, dass ich Dir die Geschichte noch einmal erzähle? Du
hast sie doch schon so oft gehört.” Lächelnd denkt er an den großen
Baumbart zurück. Als Baumhirte hütet er die Bäume des
Fangornwaldes. Wie ein lebender Baum sieht Baumbart aus, groß und
etwas schwerfällig stapft er durch den Fangornwald. „Humm-Homm”
hallt seine volltönende Stimme in Sams Erinnerung wider, ganz so
als hätten sie sich erst gestern Lebewohl gesagt. Auf ihrer langen
Reise und beim Kampf gegen den bösen Zauberer Saruman haben
Baumbart und die anderen Ents einen großen Beitrag geleistet, doch
das liegt lange zurück und scheint so gar nichts mit dem schönen
Maimorgen im Auenland zu tun zu haben.
„Nun, das war so”, beginnt Sam und steckt sich seine Pfeife an.
Er zieht ein paar Mal daran und bläst einen wundervollen Rauchring
in die Luft. Rose macht es sich in ihrem Stuhl behaglich und schaut
ihren Mann an. Ihre drei Kinder, Elanor, Frodo und Rose, die ihr
Gespräch verfolgt haben, schauen ihren Vater mit großen Augen
erwartungsvoll an. Selbst der kleine Merry, obwohl kaum ein Jahr
alt, scheint ihm zu lauschen.
Gebannt lässt sich Familie Gamschie von der Erzählung
forttragen. Sams Erinnerung entführt sie in ferne Welten. Die Bäume
des Fangorn scheinen sich um sie zu schließen, Äste knacken und die
Luft leuchtet grün durch ein hohes Blätterdach. Sam beginnt
zunächst vom großen Baumbart zu berichten. Er beschreibt seine
unglaubliche Gestalt, die Kraft seiner Stimme, die Stärke seiner
Arme und die unglaubliche Tiefe seiner Erinnerungen. Die Ents waren
die ersten Wesen in Mittelerde. Sie haben alles erlebt und bewahren
ihre Erlebnisse in langen Liedern.
Suche die Stelle im Herr der
Ringe, in der Baumbart zum ersten Mal beschrieben wird. Wie
viele Zehen hat Baumbart an jedem Fuß? Die Antwort ist gleich
A.
Dann erzählt Sam von den Entfrauen, so wie Baumbart es einst
seinen Gefährten erzählte. Er berichtet, dass sie den Ents in den
endlosen Jahrhunderten nicht gestorben, sondern schlicht abhanden
gekommen seien. Aber niemand wisse, wo sie sich jetzt aufhielten.
Jahrhunderte lamg suchten die Ents nach ihren Gefährtinnen, doch
vergebens.
Suche die Stelle im Herr der
Ringe, in der Baumbart den Hobbits Merry und Pippin vom
Abhandenkommen der Entfrauen berichtet. Baumbart nennt eine Entfrau
mit Namen, die er offenbar immer noch liebt. Er erzählt sogar, dass
er sich vor Urzeiten auf die Suche nach ihr gemacht hat –
erfolglos. Wandle den ersten Buchstaben des Namens in bewährter
Weise in eine Zahl um (A=1, B=2, C=3, ...). Die Antwort ist gleich
B.
Dann stimmt Sam das alte Elbenlied an, das die Trennung der Ents
von den geliebten Entfrauen beschreibt. Es ist ein wirklich
elbisches Lied, wundervoll und traurig zugleich.
Lies das Lied „Entfaltet Frühling Blatt
um Blatt, steht Buche schon im Saft” und trauere mit den
Ents.
Am Ende des Liedes seufzen alle schwermütig. Sam steckt
umständlich seine Pfeife wieder an, die ihm während der Erzählung
ausgegangen war. Der Gesang eines Vogels holt sie in das
freundliche Auenland zurück. Elanor zupft Sam am Ärmel, „Und wie
geht es weiter, Papa? Habt ihr die Entfrauen gefunden?”
„Nun”, beginnt Sam nachdenklich, „wir haben Baumbart unser Land
beschrieben und er meinte, das Auenland würde ihnen sicher
gefallen. Immer wieder mussten wir ihm die sanften grünen Hügel,
die kleinen Bäche und Obstplantagen beschreiben.” Sam bläst einen
weiteren Rauchring in die Luft. „Und da ist noch etwas, an das ich
mich erst jetzt erinnere. Einst, es muss lange vor der Reise von
Herrn Frodo und mir gewesen sein, habe ich im Grünen Drachen in
Wasserau gesessen und Bier getrunken. Da sprachen wir über die
unruhige Zeiten und dass merkwürdiges Volk durch unser Land zöge.
Der alte Sandigmann hat mir ständig widersprochen.”
Suche die Stelle im Herr der
Ringe wo Sam im Gasthaus zum Grünen Drachen von „Baum-Männern”
erzählt. Wo sind diese gesehen worden („jenseits der ...”)? Wandle
den ersten Buchstaben in eine Zahl um (A=1, B=2, C=3, ...). Die
Antwort ist gleich C.
Wer hat die Beobachtung gemacht? Sam
war es nicht, sondern er erzählt nur davon. Wandle den zweiten
Buchstaben des Namens des Beobachters in eine Zahl um (A=1, B=2,
C=3, ...). Die Antwort ist gleich D.
„Vielleicht ist das ein Hinweis auf den Verbleib der Entfrauen”,
schließt Sam seinen Bericht. Die anderen blicken ihn an. „Und was
ist mit dem Alten Wald”, fragt Rose nach. „Hattet ihr dort nicht
ebenso unglaubliche Abenteuer?”
„Ja, der Alte Wald hat es in sich. Nicht für zehn Fass Bier
würde ich dort noch einmal durchreiten. Andererseits kennen wir ja
nun den guten Tom Bombadil, der uns damals in der Sache mit der
boshaften Weide geholfen hat. Das war schon etwas. Mitten im Alten
Wald hatten wir den Weg verloren. Die Bäume schienen sich ständig
zu verschieben um uns in die Irre zu führen. Selbst wenn man seinen
Weg zurückging, hatte sich dieser verändert. Schrecklich war das.
Und dann diese Schwüle. Irgendwann stolperten wir nur noch wie in
Trance dem entlang, was wir für den Weg hielten und kamen
schließlich zu einer mächtigen alten Weide an einem Bächlein. Dort
ruhten wir aus und während wir schliefen schien dieser Baum Merry
und Pippin regelrecht zu verschlingen. Die Weide lebte! Wenn Tom
Bombadil nicht genau zur rechten Zeit gekommen wäre, hätten wir die
beiden wohl nie wiedergesehen. Zum Glück kannte er die Melodie des
Baumes und rief ihn zur Ordnung.”
Suche die Stelle im Herr der
Ringe wo die Gefährten im Schlaf von der alten Weide gefressen
werden. Achte auf das Lied von Tom Bombadil, das er nach der
Befreiung der Hobbits singt. Wandle den ersten Buchstaben des
ersten Wortes in eine Zahl um (A=1, B=2, C=3, ...). Die Antwort ist
gleich E.
„Nun”, sagt Rose, „vielleicht leben die Entfrauen näher als wir
alle denken. Unser schönes Land würde ihnen gefallen.”
Da hat sie ganz recht. Nach der langen
Suche im Auenland geht es nun endlich auf die Suche im schönen
Naheland. Der Ort, an dem die Entfrauen leben, liegt nahe N 49°
aa,bbb’ E 7° cc,ddd’
aa = (A * E) + (2 * D)
bbb = 310 - A - B
cc = 10 * B - E - D
ddd = 10 * (C + D) + 3 * D

Durchschreite das Tor zum Alten Wald
und schau Dich genau um. Die Bedeutung der Runen (Foto) weist Dir
den Weg zur Schatzdose.