KAUFMANNSEHEPAAR
In ganz Österreich gibt es Plätze mit der Bezeichnung "Toter
Mann" oder "Tote Frau", meist tief im Wald gelegen oder in einsamen
Gegenden. Um all diese Stellen ranken sich zahlreiche Sagen oder
Legenden.
In unserem Fall handelt es sich um die Geschichte eines
Kaufmannsehepaares aus St.Pölten, welches nach Maria Langegg
pilgerte, um die Genesung ihres Kindes zu erbitten. Sie wurden von
Räubern überfallen, welche den Ehemann auf der Stelle töteten. An
dieser Stelle befindet sich heute ein 1952 errichteter hölzerner
Bildstock. Die Frau aber bat, etwas weiter gehen zu dürfen bis zu
jenem Platz, von wo aus sie Maria Langegg sehen könne. Die Bitte
wurde gewährt, dann musste aber auch sie sterben. Ein Bild auf
einer Eiche erinnerte an dieses Ereignis. Schließlich wurde 1803
die heutige Kapelle erbaut. Über ihre Geschichte wirst du vor Ort
noch mehr erfahren.
Einiges an dieser Geschichte kann jedoch nicht stimmen, z.B. gab
es zu dieser Zeit in Maria Langegg lediglich eine kleine Kapelle,
welche erst drei Jahre zuvor errichtet worden war. Es wird als sehr
unwahrscheinlich angesehen, daß diese schon als Pilgerstätte
bekannt war. Auch kann man von der Kapelle und ihrer Umgebung nicht
bis dorthin sehen, es sei denn es hätte damals gar keinen Wald
gegeben (aber wo hätten sich dann die Räuber verstecken
sollen?).
Deshalb gibt es natürlich eine Reihe von Erklärungsversuchen warum
diese Orte für die Menschen der Umgebung so viel Bedeutung
haben:
Es besteht die Möglichkeit, daß es sich hier um alte Opferplätze
handelt, an denen Menschen geopfert wurden. Dies war auch in
unserer Gegend durchaus üblich, es galt sogar als Ehre für die
Familie, wenn jemand von ihnen als Opfer ausersehen wurde. Meist
handelte es sich dabei um junge Menschen, die von als Gott
geschenkt und gottgeweiht angesehen wurden.
Eine andere Theorie geht davon aus, daß es bei diesen Orten um
Richtplätze handelt, an denen Todesurteile vollstreckt worden sind.
Der Verbrecher musste getötet - also geopfert - werden, um die
Götter für das begangene Unrecht wieder zu versöhnen und zu
beschwichtigen. Das Wald- und Weinviertel ist voll von
"Galgenbergen", nahezu jede Ortschaft hatte ihren eigenen
Richtplatz. Die Bezeichnung "Toter Mann" könnte demnach aus dem
keltischen von "Tota Magos" - also Volksfeld, Gerichts- und
Beratungsplatz stammen.
Schließlich liefert auch die Geomantie einige Erklärungen: Unter
dem Bildstock treffen sich zwei unterirdische Wasserläufe, zusammen
mit anderen energetischen Komponente sollen sie hier eine
sogenannte Blitzlinie bilden, an der Blitzeinschläge
vorprogrammiert sind. Vielleicht deshalb der Name Toter Mann und
Tote Frau.
Ganz egal welche dieser Erklärungen zutreffen sollte, wollten
wir dieser Geschichte gerne einen Cache widmen. Um ihn zu finden
mußt du aber zuerst beide Orte aufsuchen. Die Wege dorthin sind
vielfältig und durchwegs einfache Wanderwege. Lediglich für den Weg
zum Cache muss der markierte Wege kurzzeitig verlassen werden. In
welcher Reihenfolge die beiden Stages erledigt werden, bleibt jedem
selbst überlassen.
Stage 1: Toter Mann
N1 = 48° 20.677
E1 = 15° 32.300
Hier angekommen betrachte die Rückseite des Wegkreuzes und du
wirst Sechskantschrauben und Sechskantmuttern entdecken. Wenn du
den Unterschied zwischen beiden nicht genau weißt, ist das weiters
nicht schlimm, du musst nur alle diese 6-Kant-Schrauben und
-Muttern zusammenzählen ( = A).
Achtung: herkömmliche Schrauben (Schlitz, Kreuzschlitz) oder Nägel
sind natürlich nicht zu zählen.
Stage 2: Tote Frau
N2 = 48° 20.859
E2 = 15° 32.210
Wie in der Einleitung versprochen findest du hier eine
Infotafel, die dir Antwort auf folgende Fragen liefert: Auf welcher
Seehöhe befindet sich die Kapelle? Notiere die Ziffernsumme dieser
Höhenkote als B. In welchem Jahr schaffte die Jagdgesellschaft eine
neue Glocke an? Errechne wieder die Ziffernsumme aus dieser
Jahreszahl und du hast den Wert für C.
Stage 3: Der Cache
Um zu den Cachekoordinaten zu gelangen, musst du erst einmal die
exakte Streckenhalbierung zwischen Stage 1 und Stage 2 errechnen.
Die Koordinaten dieses Streckenhalbierungspunktes H nennen wir NH
und EH. Dann errechnest du den Cache mittels folgender Formel:
NC = NH + A + 2*B + 3*C.
EC = EH + 2*(A + B + C)
Der Cache ist ein REX-Glas mit folgendem Origialinhalt:
- Logbuch & Co(bitte nicht entfernen)
- Uhr
- Grünes Tier
- Liftkarte
- TB Glücksschwein
Happy Caching
Die Höhlenbären (Tina & Pezi)
ENGLISH:
Coming soon...