|
Niemand weis wann die erste Peterskapelle
erbaut wurde. Die ältesten Teile der 1951 untersuchten Ruine sind
Romanisch. Als Entstehung ist deshalb das 11. und 12. Jahrhundert
anzunehmen.
Urkunden aus denen etwas über die Geschichte
der St. Peterskapelle entnommen werden kann sind äußerst spärlich.
Der älteste Hinweis ist 750 Jahre alt: Im Siegener Urkundenbuch von
Philippi, Band 1, wird vom 21. September 1257 im Zusammenhang mit
der Pfarrkirche St. Martini von Netphen eine Abhängikeitskapelle im
anschließenden Tale genannt. Dabei muss es sich um die
Niedernetpher Peterskapelle handeln.
Seit dem Jahre 1651 bestand der
Simultanvertrag, der den aus der Reformationszeit entstandenen zwei
Kirchengemeinden auferlegte, zur Aufrechterhaltung des
Benutzungsrechtes mindestens einmal jährlich in der Kapelle
Gottesdienst zu halten. Besitzer war damals schon die bürgerliche
Gemeinde Nierdernetphen.
Der an der Ostseite angebaute 1815
erwähnte Fachwerkbau diente über ein halbes Jahrhundert als Schule.
Mit diesem Anbau erhielt die Kapelle auch einen
Glockenturm.
Die Peterskapple mit
Schulanbau vor 1945
Als bei den Kampfhandlungen im Frühjahr 1945
der Ort im Feuer schwerer Artillerie lag, erfüllte sich am 3. und
4. April das Schicksal der St. Peterskapelle. Ein jahrhunderte
altes Baudenkmal sank in Trümmern.
Als die Pläne laut wurden, den
historischen Platz zur Bebauung freizugeben, wurde in einer
Bürgerinitiative der "Verein zur Erhaltung des St. Petersplatzes"
am 15. Februar 1983 ins Leben gerufen. Dem Verein ist es zu
verdanken, dass schon am 9. August 1985 der erste Spatenstich zum
Wiederaufbau der Peterskapelle erfolgte.
Neue
Peterskapelle am St. Petersplatz in Niedernetphen
(Text und Bilder
entnommen von der Hompage des St.-Petersplatz-Verein www.petersplatzverein.de
)
|