Backes-Rallye:
Gönnern
Im Jahr 1706 kam
ein offizielles Verbot der privaten Backhäuser, da von diesen eine
hohe Brandgefahr für die damals meist mit Stroh eingedeckten
Wohnhäuser, Stallungen und Scheunen ausging.
„Euch ist guter massen innerlich /
was wir / wegen Setzung der Backöfen / daß durch solche keine
Schaden an den Häusern geschehen möge / unter dem 6ten Dec.
in anno 1706, für eine gnädigste Verordnung ergehen lassen:
Ob wir nun uns zwar gnädigst versehen gehabt / es würde
sothaner Unser Verordnung / gebührend gelebet und
nachgekommen worden seyn; Nachdem wir aber / zu Unserm
sonderbaren Mißfallen / das Gegenteil berichtet werden /
mithin diese Unsere Verordnung dahin zu wiederholen / für
nöthig befunden / daß solche zu Verhütung Feuers Gefahr /
ohne Verzug / vollzogen / darüber steiff und vestgehalten /
und an allen Orthen / wo es thunlich / gemeine Backhäuser /
an ohnschädlichen Orten / gesetzt werden
sollen“
Das Backes wurde 1712 nach dem
Brand der Gasse im Jahre 1692 gebaut.
Die meisten der jetzigen
Häuser in der Gasse wurden nach dem Brand vom 13. Mai 1907
gebaut.
Das
Backesspiel
Für das wöchentliche Backen
mußte geregelt werden, wer mit dem Backen und damit dem aufwendigen
Anheizen des Backofens anfing und wer darauf folgte. 1719 wurde
eine Regelung des Landgrafen verordnet, die eine Verlosung
vorsah.
Eine Geschichte hierüber berichtet Lehrer
Zitzer:
„In
einem dieser merkwürdigen Bauten saß ich einmal zusammen mit dem
'Hajen' – so nennt man in dieser Gegend die Urväter – und lies mir
allerlei erzählen von Leben und Taten der Vorfahren ... Als unser
Haje noch ein Jüngling war, da gab es einige überschlaue
Ortsbürger. Um sich eine guten Platz in der Backreihe zu sichern,
kamen sie auch dann zur Verlosung, dem sogenannten Backesspiel,
wenn der Müller ihnen noch gar nicht das Mehl ins Haus gebracht
hatte. War dieser nun nicht pünktlich mit der Lieferung, so stand
der Backofen still. Zum Schaden des nächsten Benützers, der dann
mehr Holz einlegen mußt, als sonst nötig gewesen wäre. Deshalb
liefen regelmäßig Beschwerden beim Schultheiß ein, so daß er eines
Tages den Ortsdiener zu sich befahl und ihn beauftragte,
bekanntzumachen, daß fürderhin sich keiner mehr unterstehen solle,
zum Backesspiel zu gehen, wenn er nicht schon das Brotmehl im Hause
hätte. Da nahm der gute Mann seine Schelle und gab durch alle
Gassen kund und zu wissen: 'Wer kein Mehl hat, darf nicht
backen'.“
Das
Auslosen
„Sunowed
owed ime 6 Äawa baim Faierowedleure woard im Backes gelost. Es
woard e Mäasser i en Höut geworfe, dea log do imma im Backes. Dos
moschte dea Gemendedener. Dea Höut woard geschettelt un dann woarn
die Mäassa – Taschemäassa – ezeln räasgelangt un de Raih noh of de
Baanke geläht. ´Weam eas doos?´ - ´Dos eas mains.´ Dann langte he a
Brettche met dem Nome drof un hing dos der Reihe no ads Backesbret.
Do worn de Zaire drof. Es goab e Summa un e
Wäantabrett.“
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Der
Cache: |
An den angegebenen
Koordinaten findet ihr das oben beschriebene alte Backhaus
von Gönnern. Von diesem Backhaus wurde anlässlich des
750jährigen Jubiläums ein Modell gefertigt, welches euch den
Weg zum Finale zeigt.
Findet dieses Modell
(Suchradius von etwa 1 km; Modell ist ca 2 Meter hoch). Von
hier ist es nicht mehr weit bis zum
Finale.
Wer
allerdings das Finale zuerst finden sollte, der bewege sich
275 Meter (Luftlinie) in Richtung 144°. Dann steht Ihr vor
dem
Modell. |
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Wir, die
"
Waldschrate", möchten hiermit eine Backes-Initiative
anstoßen. Wer sich daran beteiligt, übernehme bitte diesen Text in
seine Cachebeschreibung und wähle eine einheitliche
Cachebezeichnung zu dieser Serie .....Backes-Rallye:
Ortsangabe. Welche Cacheaufgaben ihr plant, ist euch
überlassen.Ein Foto und ein kurzer Text ist
Pflicht. Gerne etwas über die Geschichte, Anekdoten,
Mundartliches ...Rezepte!!! Benachrichtigt uns, wenn ihr in unsere
Bookmarkliste aufgenommen werden
wollt. |
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Geocaching.com ein.