Ich berichtete euch neulich über
die Bekanntschaft, die ich mit Adolar gemacht habe. Ihr erinnert
euch an den @, der mich ins Reich der Spiegel führte? Nun, lange
dachte ich, es wäre nur eine Halluzination gewesen, als es in den
frühen Morgenstunden der letzten Nacht laut summte.
Im Halbschlaf schlug ich mir auf
die Wange, da ich in dem Summen eine blutrünstige Mücke vermutete.
Aber dann vernahm ich ein Kichern und ich öffnete erst ein Auge und
dann das andere. Heiliger Strohsack, dass saß wer Grün-Rotes auf
meiner Bettdecke, der mich schwer an Adolar erinnerte – nur
irgendwie sah der hier punkiger aus.
„Moin Moin; brauchste nicht auf
dein Weckerkrawall warten, kannste so aufstehn, bin übrigens
Cornelius - Zwölfter Großneffe vom Adolar“.
Das Summen war also ein @ - besser
gesagt die schwingenden Zappelbewegungen, die der kleine Mann
ausführte. Ebenso wie sein Großonkel plauderte der kleine
Mann ungefragt das Blaue vom Himmel. Auch wenn ich ein
ausgesprochener Morgenmuffel bin, wusste ich was er wollte, es ging
um Geräusche.
Wahnsinn, sonst sind wir Frauen dafür bekannt, viel Geräusche zu
machen, aber ich kam nicht mal dazu, einen Mucks zu machen.
Irgendwann schaffte er es und ich folgte ihm in der eigentlichen
Morgenstille zu oben genannten Koordinaten.
Dort erzählte er mir schnell
zappelnd von Schwingungen, die ich als Geräusch hören würde. Schall
entsteht durch Schwingbewegungen, die so rasch erfolgen, dass unser
Auge sie nicht verfolgen kann:
„Na wie rasch (wie viel mal in der
Sekunde = AB) muss
ein Körper oder eben ein @ schwingen, damit man den Schall dieses
Schallerregers überhaupt als Mensch hören kann?“ säuselte
Cornelius.
„Du weißt es nicht? Komm stell dich nicht so an, begibste dich mit
mir zu N 50°50.915 / E 12°53.281 und kletterste dort auf das
schwingende Teil, wenn du dich traust. Geh einmal die wackelnde
Strecke ab und zähle die schwingfähigen Holzteile =
AB, dann
weiste auch, wie rasch ich mindestens „zappeln“ muss, damit du mich
hören kannst.“
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Nachdem der @ wieder runter kam
von seinem Wackelteil, grinste er mich an und zeigte auf die kleine
Hängebrücke: „Komm ,wir schwing uns da mal rüber. Musste aber dabei
die senkrechten (nur die langen) Ketten zählen, die dabei
mitschwingen und rumklappern, sind nämlich genau
CD
Ketten.“
Er hüpfte über die Brücke und den Weg weiter entlang. Vor einem
Etwas, was man Dendrophon nennt, blieben wir stehen. Er erklärte
mir, dass Schallerzeuger, die gleichmäßig schwingen einen Ton oder
auch einen Klang erzeugen, ein Knall wird dagegen durch einen
einmaligen Schallerzeuger ausgelöst. Er drückte mir den Klöppel in
die Hand und forderte mich auf die siamesische Nationalhymne zu
spielen. Kläglich zuckte ich mit den Schultern. „Naja“ meinte er
tröstend, „zählste wenigstens mal die Dinger, die man zum
musizieren hier anschlägt, denn alle Dendrophonhölzer, die du hier
siehst, sind EF.“
Ich überlegte dagegen heftig, ob
das darauf von ihm erzeugte Geräusch nun ein Knall oder ein Klang
war und kam derweil beim Zählen der Hölzer zu der Erkenntnis, da
klingt was voll durchgeknallt, denn der @ sprang immer wieder am
Stein hinter mir hoch und summte, da was rein. Naja, Summsteine für
@s sollten wohl doch etwas tiefer sein. Ich setzte ihn in das Loch
und er erklärte mir, dass Schall auch einen Träger benötigt. In
aller Regel trägt uns die Luft den Schallans Ohr. Dabei geben
die Luftteilchen die angeregten Stöße als Schallwelle nur
weiter. |
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„Am Lithophon in der Nähe von N
50°50.870 E 12°53.298, welches G Klangstäbe besitzt, findste noch einen weiteren Hinweis
für die Aufgabe, die du lösen musst, um den Corneliuschen @ Schatz
finden zu können.“Als ich mich dort erst mal vergeblich umsah,
hörte ich den @ laut gickern „Hey denk an Adolar (LINK) und
was ER dich gelehrt hat….“
Wenn du fündig wurdest, warte ich
auf dich in BG Meter
Entfernung von N 50°50.870 E 12°53.298 in Marschrichtung
FCB,B°
Begib dich dafür ruhig auf den Holzpfad bei
N
50°50.(B+F)(D)(F+G) und E
12°53.(D-A)(F)(G-C-E),
damit auch deine Schritte über diese Bohlen trommelwirbelgleich
richtig Schall verursachen ….
Gesagt, getan, um vier neue
Informationen reicher, balancierte ich dem nunmehr pfeifenden @
hinterher, der mir fröhlich von der oben beschriebenen Position (BG
Meter Entfernung FCB,B°) zurief: „So nun haste wieder festen
Boden unter dir, nun kommste endlich her zu mir und machste dich
auf die Suche nach der Finalen Aufgabe, die du hier in einem Micro
findest.“
„Haste ein Tafelwerk mit oder in
Physik aufgepasst? Kannste Kopfrechnen oder brauchste ein
Recheneisen?“ „Egal jetzt musste allein herausbekommen, wie du ans
Ziel gelangst und wie du die Koordinaten des Schatzes erhältst, der
wiederum eine schöne neue große Zahl zum Sammeln
enthält.“
Und mit Pauken und Trompeten
entschwand der kleine Mann als dann nach oben in einem Baumwipfel
und entließ mich in die Aufgabe, seinen Schatz zu
suchen. |
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Anmerkung:
Ich fand den Schatz, der auch
Platz für kleinere Tauschgegenstände bietet (Logbuch, Stift und
Cachebeschreibung lasst ihr aber bitte vor Ort) und ich hoffe, ihr
seid auch so weit in Physik fit, dass ihr fündig werdet. Macht also
nicht so viel Lärm um Nichts - vor allem wenn ihr hier mal keine
runden Zahlen errechnet, sondern seid pfiffig und legt
los.
Vielleicht hilft euch auch
irgendwann der Spickzettel (leider ging er mir entfünf), der dem @
aus der Tasche rutschte und der Hinweis auf den Spiegel – ei -
Cache. Taschenrechner ist auch ein schönes Gepäckteil.
Die kleine Cacherunde ist für
Kinder sehr geeignet und interessant - für die Rätsel benötigen
jüngere Kinder aber dann sicher einen Erwachsenen, der mit
Physik nicht auf Kriegsfuß steht.
Ganz muggelfrei werdet ihr aufgrund der kinderfreundlichen Anlage
den Cache allerdings in einer größeren Stadt wie Chemnitz nicht
immer kriegen., daher gebt acht und tarnt euch als angehende
Musikfreunde. Und denkt daran euch die Corneliusche Zahl
mitzunehmen = aufzuschreiben.
Spickzettel