+++ 06.08.2008: Der Cache ist mit neuer
Endlocation und angepasster Beschreibung wieder live logbar
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Nach dem ersten Weltkrieg entwickelt sich
München zu einem Sammelbecken für nationalistisch-antidemokratische
Strömungen und bietet damit die Voraussetzung für die Entwicklung
des Nationalsozialismus.
Im November 1923, als der regierende
Staatskommissar Gustav von Kahr (=> von-Kahr-Strasse)
vermeintlich reichsfeindliche Entscheidungen trifft, sieht Hitler
seine Stunde für einen Staatsstreich gegen die Weimarer Republik
gekommen.
Mit ihm unterstellten, schwerbewaffneten paramilitärischen
Wehrverbänden sprengt Hitler am 8.November 1923 eine politische
Versammlung von Kahrs im Bürgerbräukeller:
Plötzlich "...steht Hitler in der Saaltür.
Sein bewaffneter Stoßtrupp trifft ein, baut ein Maschinengewehr
auf, dessen Mündung mitten ins Publikum zielt.
Hitler stürmt mit einer Pistole in der Hand hinein, springt auf
einen Tisch, feuert einen Schuss in die Decke ab und schreit:
Die nationale Revolution ist ausgebrochen!" (SZ,
1.3.2008)
Der Saal ist schnell auf Hitlers Seite, was
angesichts der Waffengewalt kaum verwundert. Gleichzeitig verwüsten
SA-Schlägertrupps das Verlagsgebäude der sozialdemokratischen
MÜNCHNER POST und durchkämmen die Stadt nach Juden, die sie
anschließend misshandeln.
Als von Kahr und die Chefs des Militärs
Gegenmaßnahmen ergreifen, kommt es am nächsten Tag zum Marsch
Hitlers schwerbewaffneter Truppen zum Regierungsviertel.
Die alarmierte Landespolizei fängt den Zug an der Feldherrnhalle ab
und eröffnet das Feuer.
Während Hitler "tapfer" vorzeitig das Weite
sucht, werden 16 Putschisten getötet.
Vier, die Demokratie verteidigende
Landespolizisten fallen den Kugeln der Aufständischen zum
Opfer.

Nach Hitlers Machtergreifung erhebt er am 9.November 1933 die
Feldherrnhalle zum nationalen Altar der
Nationalsozialisten.
An der Ostseite der Halle wird ein Mahnmal
mit den Namen der getöteten Aufständler errichtet.
Zwischen Residenz und Feldherrnhalle stehen fortan Tag und Nacht
zwei Posten der SS vor dem Schrein.
Jeder Bürger der die Residenzstrasse an dieser Stelle passiert, ist
bei Strafandrohung verpflichtet die Hand zum Hitlergruß zu heben
(Um sich einen Eindruck der damaligen Zustände zu machen, das Bild
Feldherrnhalle.jpg im Anhang öffnen!).
Die einzige Ausweichmöglichkeit bietet die hinter der
Feldherrnhalle verlaufende Viscardi-Gasse.
Sie bekommt im Volksmund schnell die
Bezeichnung "Drückebergergasse".

Tatsächlich war die Benutzung dieser Gasse
ein stummer Widerstand des Volkes.
Seit 1998 zeugen bronzene Pflastersteine von der Bedeutung dieses
kurzen Umweges.
Am Startpunkt
befindet sich eine in den Boden eingelassene Bronze-platte mit den
Namen der Landespolizisten, die für die Demokratie ihr Leben
gaben.
Am unteren Rand der Platte befindet sich eine zweistellige Zahl:
Die erste Zahl sei A, die zweite Zahl sei
B.
Nun geht es
weiter nach N48°08.478 E11°34.632 in die
Drückebergergasse.
In dieser
Gasse findet ihr einen runden Kanaldeckel in einem metallenen
Quadrat eingelassen.
Die Zahlen
der fünfstelligen DIN-Nummer in ihrer Reihenfolge seien: C =
_ D = _ E = _ F = _ G
= _
Der Cache liegt bei
N
48°08. (F-E)
A (C+E) E 11°34.(D-B+C) F (G-C-C)
N 48°08.
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E
11°34.
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Bitte die Endlocation nicht
demontieren,
danke.
Achtung: Extreme
Muggelgefahr