Die Sage vom Hanselstein
(aus "Heimatkunde des Verwaltungsbezirkes Wiener Neustadt, Band II - Im Wandel der Zeit)
In der Nähe von Spratzeck bei Hollenthon steht ein Felsblock, der "Hanslestoa" genannt, von dem die Leute folgende Sage erzählen: Vor vielen Jahren hatte ein Bauer in Spratzeck einen Halterbuben, der Hansl hieß. Im Sommer trieb er jeden Tag die Kühe auf die Weide beim grüßen Felsblock. Hansl war ein netter Bursch, hatte aber einen großen Feler. Er fluchte bei jeder Gelegenheit wie ein Landsknecht. Schon oft hatte ihn der Bauer und die Bäuerin ermahnt, er möge sich das Fluchen abgewöhnen, aber ihre Ermahnungen blieben ohne Erfolg.
Eines Tages saß der Hansl wieder auf dem Felsblock. Da fiel ihm das Jausenbrot, das ihm die Bäuerin mitgegeben hatte, hinunter und verschwand in einer Spalte des Felsens. Der Bub wurde ganz rot vor Zorn, fluchte und rief:" Der Teufel soll alles holen!" Kaum hatte er das gesagt, spaltete sich der Fels, Hansl rutschte in die Spalte und verschwand. Der Fels schloss sich wieder. Am Abend kamen die Kühe ohne den Hirten von der Weide heim.
Bauer und Bäuerin wunderten sich darüber. Auf Wunsch des Bauers ging der Knecht auf den Weideplatz, um Hansl zu suchen. Er hörte ein entsetzliches Jammern und Schreien und erkannte Hansels Stimme, die aus dem Felsen kam. Den Knecht packte das Grauen, er lief heim und erzählte, was er gehört hatte.
Drei Tage und Nächte hörten die Dorfleute das Schreien des Buben. Am dritten Tag wurde es schwächer und schwächer, endlich verstummte es.
Von dieser Zeit an hieß der Stein "Hanselstein"!
Parkmöglichkeit für "Eilige": N47 34.821 E16 17.537 und für "Spaziergänger": N47 35.134 E16 16.020
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