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Difficulty:
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Terrain:
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Size:
 (small)
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Achtung: zwei Aufgaben sind bereits vorab unter Zuhilfenahme des Internet zu lösen. Bei der zweiten kursiert eine falsche Lösung, benutze im Zweifelsfall den hint!
Ich brauche dringend eure Hilfe! Ich, Mili, Discostar der 70er Jahre, bin mir meiner Diskokugeln nicht mehr sicher. Es gibt eindeutige Anzeichen dafür, wonach man mir meine wertvollen Erinnerungsstücke aus meiner Glanzzeit entwenden möchte. Ich sehe deshalb nur noch einen Ausweg: sie vor den unbekannten Bösewichten zu verstecken.
Bereits von weitem kann ich das Ziel meiner Zuflucht erblicken. Imposant jedoch voller Eleganz überragt das Gebilde die umgebenden Bauten. Fasziniert von dem Anblick vergesse ich die lauernde Gefahr und male mir aus, wie es wohl wäre, die x Waggons zu Tanzflächen umzugestalten und darin eine rauschende Party zu feiern. Aber so schnell wie die Vorstellung gekommen ist, wird sie auch gleich wieder von meiner Angst eingeholt. Ich nehme die Diskokugeln in die Hand und laufe schnurstracks dem Kunstwerk entgegen.
N1 = Startkoordinaten N - x*x + 7*x - 1
E1 = Startkoordinaten E + x/3*x*2
Weiß der Geier, wo ich mich gerade befinde, aber ich denke, dass mir keiner hierher gefolgt ist. Und auch wenn… Der Platz, auf dem ich mich gegenwärtig befinde, strahlt eine gewisse Ruhe und Herzlichkeit aus. Meines Wissens nach wurde hier für eine gute Sache gespendet – insbesondere ein ehemaliger österreichischer Vizekanzler scheint maßgeblich Geld für den guten Zweck gespendet zu haben, denn seinen Namen kann ich hier des Öfteren erblicken. Soweit ich mich noch entsinnen kann, hatte dieser Politiker zudem eine gewisse Ähnlichkeit mit meinen Diskokugeln – ein Grund mehr, weshalb er mir in Erinnerung blieb. Ich notiere mir die Anzahl der Buchstaben seines weisen Spruches (ohne Leerzeichen) als A und eile weiter zu
N2 = N1 – 4*A + 16
E2 = E1 + A*A – 13*A – 8
Was sehe ich denn da? Meine geliebte Diskokugel steht jetzt in zigfacher Vergrößerung direkt vor mir, jedoch umzäunt mit Metern an Stacheldraht. Sind dies etwa schon Vorboten von dem, was mir bereits bald blühen könnte? Aber ich habe doch nichts verbrochen… Ich sehe mich um, kann jedoch keine auffälligen Gestalten entdecken. Möglichweise leide ich unter Verfolgungswahn, denn auf einer Tafel entdecke ich den wahren Hintergrund dieses Gebildes. Wirklich sehr spannend. Ich notiere mir die Erbauer der Kugel, denn ich wollte mir schon immer eine derart überdimensionale Diskokugel – in Gedenken an mein Lebenswerk – errichten lassen. Vielleicht kontaktiere ich die beiden, nachdem ich meine Kugeln in Sicherheit gebracht habe. B setzt sich jedenfalls aus den Vornamen der beiden Künstler zusammen. Heißen die beiden
Edwin und Kurt…42
Erfried und Klaus…8
Erfried und Kurt…56
Edwin und Klaus…16
N3 = N2 – A – 7
E3 = E2 + 4*A + 8*B
Ich spüre Blicke auf mich gerichtet. Ich kann es nicht beschreiben warum, aber ich spüre es… Langsam drehe ich mich um meine eigene Achse und plötzlich sehe ich sie. Diese Augen… Diese braunen, funkelnden Augen… Zum Glück sind sie lediglich auf eine Art Mauer gezeichnet, aber ich kenne diese Augen. Sie gehören doch diesem kleinen Jungen, der es bis ganz nach oben schaffte, um später dann wieder grausam von der Erfolgsleiter geholt zu werden. Ich danke dem Herrgott insgeheim, dass mir ein derartiges Schicksal erspart blieb (wenngleich meine derzeitige Lage ehrlich gesagt auch nicht unbedingt zu empfehlen ist) und notiere mir den Anfangsbuchstaben des Künstler-Nachnamens. Umgewandelt in eine Zahl (A=1, B=2, C=3, etc.) ergibt sich daraus C.
N4 = N3 – B*C/2 + 2*C
E4 = E3 + A*C/2 + 2*B + 2
Geschwächt von der Aufregung mache ich erstmal Pause und bestelle mir ein ausgiebiges Mahl ganz nach meinem Geschmack: als Vorspeise eine Rindsuppe mit Fritatten, gefolgt von Cevapcici. Früher gingen sich auch noch herzhafte Zwetschkeneisknödel als Nachspeise und gesündere Spinatnockerln aus, aber so viel Geld habe ich heute nicht mit.
Während ich genüßlich und in Gedanken verloren mein Essen verschlinge und an die alten Zeiten denke, laufen plötzlich wie in einem Film die Bilder meiner frühen Karriere vor meinem inneren Auge ab. Insbesondere der Erfolg jener serbischen Turbo-Folk Ikone, die eines ihrer Lieder mir widmete, zaubert mir noch heute ein Lächeln auf meine Lippen. „Mili voli disko“ wollte sie zuerst einen ihrer Hits nennen (was soviel heißt wie: Mili liebt Disko), ich konnte sie jedoch davon überzeugen, einen Selbstlaut meines Vornamens gegen einen anderen auszutauschen, wodurch auch meine Anonymität gewahrt werden konnte. Der Titel wurde natürlich ein Klassiker und meine liebe Freundin ein Star. Gedankenverloren notiere ich ihren Künstlernamen in mein Notizbuch und schreibe D = Anzahl der Buchstaben ihres Künstler-Nachnamens. Na hoffentlich vergesse ich nicht, wer hiermit gemeint ist…
Egal. Die Zeit drängt und ich bitte den Kellner um die Rechnung. Alles wird teurer je älter das Listing wird (aktuelle Preise vom März 2024) und für ein ordentliches Trinkgeld bleibt kaum Spielraum mehr. Aber großzügig wie ich nun mal so bin runde ich den Betrag einfach auf. So gibts auch ein paar Cent Trinkgeld für die freundliche Bedienung. Somit habe ich auch meine letzten E Euro aufgebraucht. Jedes Jahr werden die Preise höher und höher und daher nehme ich ab März 2025 ungeachtet der aktuellen Preise einfach E=18. :) Unauffällig wie ich gekommen bin, verschwinde ich wieder, bis ich plötzlich einen leichten Druck in der Magengegend wahrnehme. Mist, das hat mir jetzt noch gerade gefehlt. Aber kein Wunder: ich hatte das Essen ja regelrecht runter geschlungen. Ich gehe zu
N5 = N4 + A + 2*D*(E-3) – 3*(E-3) + D + B
E5 = E4 – (D+E-3) / 2 – 2*B
und frage um einen Magenbitter. Nicht nur der Mann hinter der Bar, sondern auch die spielenden Typen an den Tischen schauen mich mit bösen Blicken an und tuscheln miteinander. Es bekommt mich wieder dieses ungute Gefühl der Beobachtung und ich muss panikartig das Lokal durch den Seiteneingang verlassen. Schweißperlen stehen mir auf der Stirn, während ich im Vorüberhuschen das Gemälde an der Gebäudewand(*) betrachte. Diese Kugeln – sie verlassen mich einfach nicht. Dieses Mal sind es F Stück, die ich zähle, aber das Bild macht mir Angst. Er erinnert mich an die Kerle von vorhin, mit ihren grimmigen Gesichtern und ihren Stöcken in der Hand…
(*) Leider ist das Bild seit Neuübernahme des Lokals im April 2010 verschwunden. Nimm daher F=3.
Als ich noch das Bild betrachte, spüre ich plötzlich einen kalten Atem in meiner Halsgegend und zugleich einen stechenden Schmerz in meiner Hand. Jemand hatte sich geräuschlos an mich herangeschlichen und versucht nun mit aller Kraft, mir meine kostbaren Kugeln zu entwenden. Mit einem lauten Schrei kann ich mich aber noch einmal losreißen und sehe im Augenwinkel das Gesicht meines Widersachers. Wahrhaftig: es ist mein guter alter Freund Deen, mein Kumpel, der mich immer ob meines Erfolges bewundert hatte, so werden wollte wie ich… Aber ehrlich gesagt muss man zum Diskostar geboren werden – man kann es nicht erzwingen. Sein G. Platz im Jahre 2004 bei einem internationalen Sangeswettbewerb in Ehren konnte er nie in meine Fußstapfen treten, was ihn wohl letztlich zu dieser Verzweiflungstat trieb. Wie sehr habe ich mich in ihm getäuscht. Zu sehr hatte ihn dieser G. Platz im Finale des Wettbewerbs gewurmt, zu sehr hatte er all seine Energien in diesen Auftritt gesteckt, ohne aber dafür die Früchte seiner harten Arbeit zu ernten. Meine Angst hatte nun ein Gesicht, das mir dicht auf den Fersen war. Mit einem letzten Satz springe ich bei
N6 = N5 – F + B
E6 = E5 – 5*F – F*G – D
in ein vor mir stehendes Auto und drücke aufs Gas, Deen knapp hinter mir… Zum Glück hatte ich den Kurs bereits des Öfteren auf meiner Playstation abgefahren, weshalb ich Deen schon bald nicht mehr in meinem Rückspiegel sehe. Gedanklich überlege ich, in welchem Land sich die soeben abgefahrene Rennstrecke befindet und wandle den Anfangsbuchstaben des Landes in eine Zahl um (= H). In einem geeigneten Moment springe ich aus dem rasenden Gefährt und sehe noch wie Deen mit voller Wucht auf mein Auto knallt. Keine Zeit verlieren und nach einem geeigneten Versteck für meine Diskokugeln Ausschau halten, denke ich mir, und tatsächlich stehe ich schon bald vor dem finalen Endversteck. Wie von einer schweren Last befreit, lege ich die Kugeln nieder, wissend um das Risiko, sie gegebenenfalls hiermit das letzte Mal zu sehen. Aber sollen sie doch lieber der Allgemeinheit einen Gefallen bereiten als diesem lausigen Möchtegern-Disco-King Deen in die Hände zu fallen. Geschwind schreibe ich die Koordinaten des Endverstecks auf meinen Zettel und blicke mich in alle Richtungen um. Aber Deen scheint wie von Erdboden verschluckt. Schnellen Schrittes entferne ich mich vom Versteck – „Bloß weg von hier“ schwirrt es in meinem Kopf und erst als ich mich im Menschengewühl wieder finde, wird mir bewusst, dass ich es tatsächlich geschafft habe…
Ncache = N6 – D*G*H - B*C + (E-2)*D - 3
Ecache = E6 + G*C – 3*H + 2*B - A - D + 1
Falls Du an den doch etwas weiter entfernten Koords zweifelst - ja - genau dort hin!
Hilfreich könnte für die Suche auch folgende dreistellige Zahl sein: (F-1)(G-3)(H)
Die Idee zu diesem Cache und die ursprüngliche Version stammt von remil. Ich habe ihn am 10.10.2008 übernommen. Danke an remil!
v6.0 14.01.2019 Neuer Platz, neue Dose (small): ein kleines Glas samt Log, Stift bitte selbst mitnehmen (BYOP)
Additional Hints
(Decrypt)
T: avpug fvrora!
Pnpur: gvrs uvagra, uvagre Evaqrafgüpx