Geheimnisvolle vergessene Siedlung nördlich von Mehlmeisel, im
Spätmittelalter bereits verlassen. Gegründet wohl im Zusammenhang
mit frühem Bergbau. Heute zeugen nur noch verwitterte Spuren von
Meilergestätten von der
Existenz dieser Öde.
Historie:
- 1422 kauft Paul von Hirschberg zu Ebnath die Öde „Rapolten
Rewt“ aus der Hand des Peter Groß zu Zeulenreuth.
- 1437 erwähnt das Lehensbuch Pfalzgraf Friedrichs I. „das
Wüstung Gut Rabotenrute“ bei Oberlind.
- 1478: Hans von Hirschberg zu Weißenstadt interessiert sich für
Bergbau und kauft die Hälfte der Wüstung Rapotenreuth. Die Wüstung
ist großflächig und reicht vom Kratzer-Bach („Kratzach“) bis an den
Grasberg.
- Um 1530 ist für den pfälzischen Forstknecht Ottel Pauer aus
Kirchenpingarten die Nordgrenze zu Mehlmeisel durch markante Bäume
definiert: (Von Osten kommend) Die Föhren beim Neuen Weiher, die
Buchen zu Rapotenreuth, die Fichten am Grasberg, sowie eine Buche
zu Oberlind.
- 1582: Die alte Öde Rapotenreuth ist in Vergessenheit geraten.
Zeugen sagen aus, dass diese Öde am Grasberg nördlich von
Mehlmeisel lag. Jede Rodung am Grasberg "wo Furch und Beet gesehen
werde" gehöre zu Rapotenreuth.
Die weiteren Zeugenaussagen können uns heute bei der
Lokalisierung helfen:
So habe ein Köhler namens Weyprecht Panzer seine Kohlenmeiler
auf einem großen Gestätt gebrannt „zu Rapentenreuth beim
Bärenloch“. Dieses „Bärenloch“ ist offenbar identisch mit einer bis
heute sichtbaren Grube am Hang.
Ferner habe der Köhler Stefan Stichen mit seinem Sohn Paulus „zu
Rapotenreuth gekohlet“, „ob der Wiesen, so man jetzt die
Glaserwiesen nennt“.
- 1996 wurden drei verwitterte Kohlenmeiler-Gestätte (über 10
Meter durchmessend) von Josef Wiche gefunden, die alle drei dem
urkundlichen Zusammenspiel von Grasberg, Bärenloch und der
Glaserwiese entsprechen. Die Lokalisierung von Rapotenreuth kann
somit als gesichert gelten. Über die Ausdehnung dieser alten Öde
kann man derzeit nur spekulieren. Sie reichte wohl nach Osten bis
zum Kratzerbach und man kann hier sicher noch viele verwitterte
Siedlungsspuren erahnen.
Die oben angegebenen Koordinaten geben eine Möglichkeit
zum Parken.
Um die Lage des Cache zu ermittel braucht Ihr die
Finalkoordinaten von die
Rusel und ein paar Daten von
Birk :
Die Aufgabe lautet:
N = Nordkoordinate Final Rusel + Jahreszahl des Fundes
von Birk durch J.Wiche + 149
E = Ostkordinate Final Rusel + erste urkundliche
Erwähnung Birk - 273
Der Cache besteht aus drei Stationen. An der Ersten findet Ihr
Gestein mit einem hohen Anteil Eisenglimmer aus der Grube vor
Ort.
Ein besonderer Dank gilt unserem Heimatforscher Josef Wiche für
die tolle Unterstützung dieser Serie.
PS: Je nach Wetterlage ist der Empfang etwas bescheiden.
Erstinhalt:
Erst- und Zweitfinderurkunde
diverse Kleinigkeiten