Nachdem ich nun etwas über ein Jahr beim Geocaching dabei bin, ist es wohl an der Zeit, endlich auch selbst einmal einen Cache zu verstecken ! Ich habe mir dafür das Gebiet rund um das Freibad Ostende ausgesucht. Zum einen, weil ich hier in der Nähe meinen ersten Cache überhaupt gefunden habe („Wandse“ von Bernd B) und zum anderen, weil ich mit diesem Freibad viele Kindheitserinnerungen verbinde !
Es muss so Anfang der 70er Jahre gewesen sein, als ich hier unter den strengen Augen von Bademeister Oldenburg (ein Typ wie Curd Jürgens, braungebrannt, weiße Bademeistermütze) meinen Freischwimmer gemacht habe ! Bademeister Oldenburg – das war für mich die absolute Autorität im Freibad Ostende ! Der einzige, der dazu befugt war den 10m-Turm freizugeben, der mit seiner Trillerpfeife ratzfatz die Rabauken aus dem Wasser pfiff und den ganzen Tag in der Badeanstalt verbringen durfte und auch noch Geld dafür bekam – ein Traum ! Bademeister Oldenburg ist inzwischen wohl schon einige Jahrzehnte in Pension und auch den 10m-Turm gibt’s heute nicht mehr. Aber das Freibad Ostende existiert noch immer (privat betrieben) und wenn man oben beim Kiosk auf der Balustrade sitzt, dann erinnert der Geruch von Sonnencreme, Holzschutzmitteln und Himbeereis immer noch an „die gute alte Zeit“.
Das Sommerbad Ostende entstand im Jahr 1935 aus einer ehemaligen Tongrube und die umliegenden Straßen erzählen ein wenig von der ursprünglichen Geschichte. Der See wird durch unterirdische Quellen gespeist und es gibt auch einen Überlauf zur Wandse. Die natürliche Wasserqualität ist so gut, dass bisher noch keine Maßnahmen zur Wasserverbesserung unternommen werden mussten. Am 25. Juni 1942 stürzte ein amerikanisches Kampfflugzeug in den See, nachdem es vorher durch Flakfeuer beschädigt worden war. Für uns als Kinder rankten sich dadurch natürlich die abenteuerlichsten Geschichten um dieses Flugzeug und seine Besatzung, wenn wir im Sommer im See tauchten !
Nun zum Cache: Dieser kleine Multi (Start, 2 Stationen und Final), den ich gemeinsam mit Hummel und dem JanTob-Team entwickelt habe, führt Euch um das Freibad Ostende. Privatgelände braucht nicht betreten zu werden und extra Eintritt für’s Freibad ist auch nicht erforderlich. Bei den einzelnen Stationen hab ich mich an verschiedenen Caches orientiert, die mir während der letzten 12 Monate gut gefallen haben – vielleicht erkennt sich der ein oder andere bei einigen der Aufgaben ja wieder... An den Startkoordinaten N 53° 35,410’ E 010° 07,130’ bestehen auch Parkmöglichkeiten (außer im Hochsommer, wenn die Badegäste alle Parkplätze belegen). Die nächste Station findet ihr bei: N 53° 35,xxx E 010° 07,yyy xxx und yyy sind bei den Startkoordinaten zu ermitteln: xxx = (Die Anzahl der kleinen Zacken auf den beiden großen Flügeln des Eingangstores x 3) – 114 yyy = (Die Anzahl der Stunden, die das Bad geöffnet hat x Hausnummer) - 164. Mit „Muggel-Alarm“ ist auf dem ganzen Weg (und insbesondere am Wochenende) immer zu rechnen!
VORSICHT BEIM BERGEN DES FINALS
Wenn ihr den Final schließlich erreicht habt, überlegt bitte gut, wie ihr ihn bergen (und wieder verstecken) könnt, ohne Euch oder den Cache in Gefahr zu bringen. Am Final ist zeitweilig mit einem größeren Muggelaufkommen zu rechnen. Bitte wartet lieber eine unbeobachtete Minute ab, bevor ihr den Final "in Angriff" nehmt. Es wäre schade, wenn die Dose allzu schnell wieder "gemuggelt" wird. Seid bitte vorsichtig, wenn ihr ihn bergen wollt. Die "Schatztruhe" wird rein durch physikalische Kräfte in ihrer Position gehalten! Viel Spaß beim Cachen ! - English Version on request -