Dieser Cache führt euch zu einem Gedenkkreuz mitten im Schönbucher Wald. Aus der Inschrift des Kreuzes geht hervor, dass an diesem Ort im Jahre 1822 ein 16jähriger Forstadjunkt (= Forstlehrling) ermordet wurde. Allerdings handelte es sich nicht um einen Raubmord (obwohl auch dies im Schönbuch vorkam und mit Gedenksteinen belegt ist).

Im 19. Jahrhundert herrschten grosse Spannungen zwischen der Forstbehörde und der Bevölkerung rund um den Schönbuch wegen sogenannter "Waldgerechtigkeiten". Damit ist die Erlaubnis gemeint, den Wald nutzen zu dürfen und z. B. Holz zu schlagen. Seit Jahrhunderten bediente sich die Bevölkerung im Schönbuch, und dies nahm so grosse Ausmaße an, dass die Forstbehörde schliesslich die Nutzungsrechte stark einschränkte und hohe Strafen für den sogenannten "Waldfrevel" verhängte.
Aufgrund dieser Streitigkeiten herrschten am Ende "kriegsähnliche Zustände zwischen Bevölkerung und Forstleuten" (Zitat Dieter Buck).
Am 26. Februar 1822 wurde dieser Zwist dem Forstlehrling Wilhelm Jacob Pfeiffer zum Verhängnis. Allein auf Kontrollgang im Wald wurde er von aufgebrachten Bürgern aus Bebenhausen erschlagen an jener Stelle, an der heute das Sühnekreuz steht. Seine Leiche wurde, schrecklich zugerichtet, erst am 4. März des Jahres gefunden.
Auch heute noch hat dieser Ort etwas Unheimliches, fast wie ein Lost Place. Um ihn zu erreichen, kommt ihr am besten von Norden, vom Waldorfer Weg, bis ein Waldweg nach Südosten abzweigt. Dieser ist allerdings in sehr schlechtem Zustand, so dass festes Schuhwerk Pflicht ist. Am Kreuz kann der Boden so matschig sein, dass man bis zum Knöchel einsinkt.
Anfangsinhalt:
Logbuch
Würfel
Stift bitte mitbringen!