Raubritter Hedderich
Auf dem
Schloß über der Salzböde saß der Raubritter Hedderich, der den
vorbeiziehenden Kaufleuten auflauerte und ihnen ihre Habe wegnahm.
Auch die Bauern hatten viel unter ihm zu leiden. Er stahl ihnen das
Vieh und die Ackergeräte. Auf den Turnieren blieb er immer Sieger.
Als er den Staufenberg niedergebrannt und den Gleibergern
mancherlei Schaden zugefügt hatte, schlossen die Herren der
benachbarten Burgen ein Bündnis und belagerten das Raubritternest.
Allein, so sehr sie sich auch anstrengten, sie konnten die Burg
nicht in ihre Hand bringen. Wohl waren einige bis in den Wallgraben
gestiegen, da preschten wilde Hunde daher und zerfleischten
sie. Andere drangen sogar in
unterirdische Gänge vor, doch keiner sah je wieder das
Tageslicht.
Obwohl die heilige Feme den Raubritter für vogelfrei erklärt
hatte, entkam er stets den Häschern. Um seine Verfolger in die Irre
zu führen, ließ er seinem Pferd die Hufe verkehrt aufschlagen. Aus
Rache für verschmähte Liebe erstach er eines Tages sogar das Kind
der Burgfrau vom Gleiberg.
Einmal traf ihn aber die Strafe des Himmels: ein
Blitz schmetterte ihn mitsamt seinem Pferd zu Tode. Er soll heute
noch in den Wäldern umgehen, auch wollen alte Leute beim
Holzsammeln die Hilferufe des ermordeten Kindes vernommen
haben.
(entnommen aus: Lollar – beiderseits der
Lahn)
Der Cache basiert auf der Sage vom Raubritter
Hedderich und führt als Final zu dem Ort, an dem der Überlieferung
nach der Raubritter Hedderich sein Unwesen trieb.
Der Raubritter Hedderich und das schöne Edelfräulein
Kunigunde
Der
Raubritter Hedderich war für vielerlei Schandtaten bekannt.
Er tat immer, was er wollte. Nichts und niemand konnte und durfte
sich ihm entgegenstellen! So entflammte er einst in großer
Leidenschaft für das Edelfräulein Kunigunde und verzehrte sich im
Wahn nach ihr.Dem Edelfräulein Kunigunde aber war der Raubritter
Hedderich aufgrund seiner vielerlei Missetaten ein Gräuel und
niemals wollte sie seinem Begehren nachgeben.Da überfiel der
Raubritter Hedderich des Nachts mit seinen Mannen die Burg des
Grafen vom Gleiberg und raubte das schöne Edelfräulein.Da
konnte sie jammern und wehklagen soviel sie es vermochte, es ging
durch den dunklen Wald auf das Raubschloß des bösen Ritters
zu.Beharrlich verweigerte die schöne Kunigunde dem Raubritter
Hedderich aber weiterhin das, nachdem es ihm am meisten
gelüstete.Da sperrte der Raubritter Hedderich das Edelfräulein
Kunigunde ins finsterste Verlies seiner mächtigen Burg. So sollte
es ihm doch gelingen, den Willen der tapferen Jungfer durch Hunger,
Durst und Angst zu brechen!
Der
Raubritter Hedderich hatte jedoch den Mut und die
Entschlossenheitdes schönens Edelfräuleins unterschätzt…Lieber
wollte sie sterben als ihre Unschuld diesem Unhold zu opfern.So
sitzt die schöne Kunigunde noch heute im dunklen Verlies des alten
Schlosses und wartet auf Ihre Befreiung.
Dies ist Deine Aufgabe!
Wenn Du ihr helfen möchtest, mache Dich ganz schnell
auf den Weg zu ihr und öffne die Tür Ihres Verlieses.Aber wie
sollst Du den Weg zum schönen Edelfräulein Kunigunde finden
?
Doch halt, wer
begegnet Dir hier ? Am Eingang zum dunklen Wald (Waypoint 1) ? Es
scheint, eine junge Edeldame mit ihrem Gefolge auf Falkenjagd ist
es.Vielleicht kann sie Dir Hilfe bringen… wohl denn, nun schnell gefragt:Meine
Gnädigste, könnt Ihr mir den Weg zur Burg des Ritters Hedderich
nennen ?“ Herablassend kann die Edeldame Dir eins nur sagen:„ Das
würd ich gern, doch mich deucht, meine Zeit reicht hierfür
nicht.Nun schnell nur, zähle, wie viele Vögel kannst Du
hier auf diesem Bild erblicken ? Dies wird Dir
weiterhelfen!“
Anzahl der Vögel sei A
Schnell
gehst Du weiter, denn diese Auskunft reicht Dir alleine zum Lösen
des Rätsels nicht. Nicht viel weiter im Wald glaubst Du Deinen
Augen kaum zu trauen. Ein Gaukler eilt Dir entgegen (Waypoint 2).
Sollte er Dir weiterhelfen können ? Doch auch der Gaukler schüttelt
auf Deine Frage hin nur traurig den Kopf. Doch warte nur!Einen
Hinweis kann er Dir dann doch noch geben.
„Sag an, mit wie viel Bällen jongliere ich
?“
Anzahl der Bälle sei E
Reichlich
verwirrt geht Dein Weg über Stock und Stein nun weiter. Doch
da! Mitten im Wald siehst Du
es auf einmal metallisch glitzern. Und wirklich, Dir treten doch
wahrhaftig drei Ritter entgegen (Waypoint 3). Kann man ihnen trauen
? Doch die holde Jungfer Kunigunde wartet noch immer auf ihre
Rettung --- nur wer wagt, gewinnt ! Du sprichst die drei Ritter an
und erfährst, dass sie auf ihrem Weg nach Jerusalem vom großen
Heereszug getrennt wurden und nun den Anschluß an das
Kreuzfahrerheer wieder suchen. Nein, den Raubritter Hedderich
kennen sie nicht! Das Schicksal des schönen Edelfräuleins rührt die
Ritter sehr. Vielleicht können sie Dir doch ein klein wenig weiter
helfen.
„Wie vielen unterschiedlichen Ritterorden dienen wir
?“
Anzahl der Ritterorden sei B
Du
dankst den Kreuzfahrern und eilst frohgemut weiter, denn wie es
scheint,bist Du auf der richtigen Spur. Lautes Getöse und
Kampfeslaute dringen Dir entgegen. Dieser Wald wird doch immer
wunderlicher. Scheint es ein Märchenwald zu sein? Mitten im
unwegsamen Gelände kämpfen zwei Ritter um ihre Ehre (Waypoint
4). Nein, die beiden um Rat zu fragen traust Du dich nicht.
Schnell zischt Du einem zuschauenden Knappen die Frage nach dem Weg
zum Raubritterschloß zu. Er flüstert zurück, so leise, dass Du ihn
kaum verstehst: „ Wie viele Fahnen flattern hier im Wind
?“
Du denkst, dieser Narr – ob ich so jemals den Weg zur schönen
Kunigunde finden werde ?
Anzahl der Fahnen sei D
Der Wald
scheint endlos zu sein. Und steil hinauf geht es auch!Was ist das ?
Aus dem Wald bricht ein Keiler hervor . Und grimmige Gestalten
verfolgen das Schwarzwild auf seiner Flucht (Waypoint 5). Du rufst:
„Geht´s hier zur Burg des mächtigen Hedderich ?“ Der Anführer gibt
Dir daraufhin dies Rätsel zur Antwort:
„Sag an, wie viel Jäger zu Fuß und zu Pferde sind wir, die
Antwort auf diese Frage wird helfen Dir!“
Anzahl der Jäger sei F
Noch immer
Wald – und keine Burg in Sicht ! Doch halt, was schaut da hinter
den Wipfeln der Bäume hervor (Waypoint 6) ? Sollte dies das
Raubritterschloß sein ? Oder ist ein Trugschluß nur – ein Fata
Morgana gar im tiefsten Dunkelwald ? Da kommt dir eine
Eingebung (vielleicht flüstert Dir
Kunigunde es zu): „Ich bin nicht mehr fern. Errette mich
bald. Zähle die Türme der Burg, das ist´s,
was Dir noch fehlt!“
Anzahl der Türme sei C
Nun
denn, jetzt hast Du alles, was Du brauchst. Schnell alles notiert,
die Notizen noch mal überdacht, und hurtig machst Du Dich auf den
Weg zur Burg des Raubritter Hedderichs. Jetzt noch den kleinen
Bachlauf überquert, einen steilen Stich hinauf und schon ist´s
getan!
Bei
50°41.ABC' und 8°39.DEF' wirst du
Kunigunde in ihrem Kerker finden.
Kunigunde ist frei! Ihr Dank ist Dir
gewiß!
Weitere Hinweise:
Da der Geist
des Raubritters Hedderich laut den Erzählungen der alten
Dorfbewohner noch heute in den Wäldern rund ums „Alte Schloß“
umgeht, bringe bitte zur Besänftigung seines Unwillens kleine Dinge
mit, die in irgendeiner Form etwas mit der Zeit zu tun haben, in
der er sein Unwesen trieb. Denn nur dann lässt er die holde Jungfer
Kunigunde wirklich gehen !
Bei diesem
Cache handelt es sich um einen schönen Waldspaziergang von ungefähr
5km Länge. Es sind durchaus einige Höhenmeter und steile Anstiche
zu überwinden. Um die schöne Kunigunde zu befreien, ist es nicht
unbedingt erforderlich, alle Waypoints in der angegebenen
Reihenfolge abzulaufen. An der angegebenen Parkkoordinate kommt es
am Wochenende zu erhöhtem Muggelaufkommen!
Erstausstattung:
TB „die schöne Edelfrau Kunigunde“
GC Garrobo´s
Schmuck der Kunigunde (Ring + Kette)
Geldbörse der Kunigunde
ein Säckchen Edelsteine
3 tapfere Ritter
Ritter Tattoo´s
Pixi-Buch Ritter Rost
Bambini Wissen Ritter
Logbuch, Bleistift, Spitzer