Die Niedermühle in
Burgsteinfurt
Die heute als Niedermühle
bezeichnete Wassermühle an der Aa im Steinfurter Stadtteil
Burgsteinfurt war schon seit Jahrzehnten nicht mehr genutzt worden,
als der Heimatverein Burgsteinfurt Mitte der 80er Jahre vorschlug,
eine Restaurierung zu initiieren und die Mühle im Rahmen einer
sinnvollen Nutzung zu erhalten.
Die Mühle als Teil der
Stadtbefestigung
Sie wird erstmals im Jahr 1352 als
,,neue Mühle" erwähnt, muss jedoch bereits 1347 bestanden haben, da
die Stadtrechtsverleihung in diesem Jahr zwei Müller als Bürger
aufführt. Die Bezeichnung „neu“ hat sich bis ins 15. Jahrhundert
hinein erhalten, denn wir kennen zwei Urkunden aus den Jahren 1385
und 1419, in denen die Mühle derartig bezeichnet wird. Damit ist
auf jeden Fall klar, dass sie nach der Schlossmühle und vor 1347
durch die Edelherren von Steinfurt erbaut worden ist. Allgemein
wird jedoch angenommen, dass sie nur wenig später nach der
Schlossmühle errichtet wurde.
1475 wird die Mühle erstmals unter
dem Namen ,,Niedermühle“ erwähnt. Auch in den folgenden Jahren
berichten die Rechnungen des fürstlichen Rentamts laufend von
Reparaturen und Einkünften der Niedermühle.