Das Kupfermoor ist die einzige größere Moorbildung des württembergischen Unterlandes.
Es ist hufeisenförmig von dem ehemaligen Munitionslager umgeben (ihr seht immer noch den Stacheldrahtzaun, Zutritt verboten, wegen evtl. Munitionsresten). Das eigentliche Moor befindet sich aber außerhalb von diesem ehemaligen Munitionsdepot.
Deshalb ist das Gebiet auch nur über einen Stichweg erreichbar.
Bitte bleibt unbedingt auf diesem Weg, damit schont ihr die empfindliche Moorvegetation und außerdem sollen durch die Bombardierung des Munitionslagers im 2. Weltkrieg Sprengkörper in das Moor geraten sein!
Aber auch von diesem Stichweg aus betrachtet ist das Kupfermoor, je nach Wasserstand und Jahreszeit, ein herrliches Stück Landschaft, dessen Bedeutung für die gesamte Region von unschätzbarem Wert ist.
Das Kupfermoor ist ein Feuchtbiotop, das, zumindest teilweise, von menschlichen Einflüssen unberührt geblieben ist. Wie bei allen Mooren, verhinderte der durch Tone und Mergel abgedichtete Boden das Versickern von Wasser. Der so entstandene See verlandete und hat sich so innerhalb von ca. 9000 Jahren zum Moor weiterentwickelt.
Im Zentrum des Schutzgebietes befindet sich der durch Torfabbau entstandene See mit Gelben Teichrosen und Seerosen. Daran schließt sich ein Zwischenmoor und ein Niedermoor an.
Natürlich war aber auch hier der Mensch aktiv: Man baute den Torf zu Heizzwecken ab und es wurde aufgeforstet. Außerdem begann man, die Flächen zu entwässern, um effektiveren Ackerbau betreiben zu können. Einige Teile der Fläche wurden auch als Mülldeponie genutzt.
Trotz allem konnte sich im Laufe der Zeit eine reichhaltige Lebensgemeinschaft aus Flora und Fauna bilden. Der Baumbestand wird hauptsächlich durch Schwarzerle bestimmt. Sie kommt am besten mit den schwankenden Wasserständen zurecht. Allein die mehr als 700 Tierarten – unter ihnen Pirol und Eisvogel sowie sehr seltene Libellenarten – sind ein Zeichen für ein gut funktionierendes Biotop. Außerdem die zahlreiche Pflanzenarten, wie der fleischfressende Sonnentau (nehmt euch in Acht!), die sich ideal an die schwierigen Lebensbedingungen im Moor angepasst haben.
Aus dem Abfluss aus diesem Kupfermoor und einer Quelle bei Übrigshausen bildet sich dann ein kleines Flüsschen: Die Kupfer. Sie fließt bei Forchtenberg in den Kocher.
Bitte lauft nur auf den Wegen / Pfaden und am Rand der Wiese! Auch der Schatz befindet sich nur ein paar Meter abseits des Weges.
Viel Spaß beim Suchen und beim Moorbetrachten!