Die Landstraße 586n, eröffnet am 16.12.2002, ist mit Ihren 2,7
km Länge kein Ruhmesblatt für StraßenNRW. Von der ersten Idee
dauerte es aufgrund vielfältiger Proteste 40 Jahre bis dieses
Straßenstück fertig gestellt werden konnte. Bewegt wurden 127.000
m³ Boden, 2,7 ha Fläche wurde versiegelt. Zehn Brücken (1,7 Mio
Euro von 5,2 Mio Euro Baukosten) und diverse Tunnel für z.B. Wild
sind auf dieser Strecke, die vollständig auf einem Damm geführt
wird, zu finden. Als Umweltausgleichsmaßnahme schuf man ein
„Feuchtbiotop“, welches nun eingeengt zwischen
Bundesstraße, Landstraße und Anliegerstraßen mit Brückenbauwerk und
vollständig eingezäunt sein Dasein fristet. Rehe, Hasen und
Amphibien können sich trotzdem nicht so recht an die neue Situation
gewöhnen. Viele Fahrradfahrer müssen schieben. GoogleMaps bietet
nur Bilder vor dem Straßenbau, der Straßenverlauf der L586n ist
nicht richtig eingezeichnet.
Begebt Euch nun zu den Startkoordinaten. Bringt Euch dafür bitte
nicht in Gefahr, sondern macht dass, was an dieser Stelle viele
Münsterländer, machen. Genießt die Aussicht an dieser
erhabenen Stelle. Richtung Westen seht Ihr den berühmten Dom zu
Wadersloh, denn die alten Benteleraner fuhren mit Pferd und Wagen
nicht etwa zur Kirche nach Wadersloh, sondern man besuchte eben den
altehrwürdigen „Dom“. Etwa in Richtung Osten steht dann
die Benteleraner Kirche, die sozusagen als
„Gegenkirche“ zum Dom vor etwas über 100 Jahren während
der Unabhängigkeit von Benteler gebaut wurde. Ihr befindet Euch im
letzten Zipfel des Bistums Münster. Hier wohnen diejenigen
Ostwestfalen-Lipper, die in erster Linie Münsterländer sind. Gen
Süden kann man in weiter Ferne und bei klarem Wetter den Haarstrang
erkennen. Mit ihm beginnt das Rheinische Schiefergebirge, an dieser
Stelle besser bekannt als Sauerland. In Richtung Osten liegt das
Gasthaus Henkelmann, nachdem auch die Bushaltestelle, die mit Ihrem
Namen einzigartig in Deutschland ist und die deswegen direkt und
ohne Ortsangabe in das DB-Reisesystem eingetippt werden kann,
benannt wurde. Ein Henkelmann ist eigentlich ein Essensbehälter für
z.B. Eintopf, an dem ein Tragegriff wie bei einem Eimer angebracht
ist und in dem das zur Arbeit mitgenommene Essen sehr lange warm
bleibt.
1.Station
Richtet Euren Blick nach Südwesten (ca. 220°) und macht zum
Beweis, dass Ihr den Startpunkt aufgesucht habt, ein Foto
(auch im Dunkeln!), auf dem die Station 2 auf keinen Fall zu sehen
sein darf. Für die, die keine Kamera haben: Es darf natürlich auch
gemalt werden :-) Ihr schaut auf ein typisches münsterländer
Siedungsgebiet, nämlich eine Streu- oder Einzelhofsiedlung. Die
Höfe im Münsterland sind traditionellerweise von Wiesen umgeben, es
gibt ein kleines Waldstück, den so genannten „Busch“
und Ackerflächen schließen sich an. Die ursprüngliche Flurform ist
die des „Kamp“. Ein Kamp ist ein typischerweise mit
einer Wallhecke eingefriedetes Stück Nutzland. Leider sind in
diesem Bereich seit Anfang der 70er Jahre zahlreiche
Flurbereinigungsmaßnahmen durchgeführt worden, bei denen diese
Wallhecken vernichtet wurden.
2. Station
Schaut dann nach Westen (ca. 280°). Dort seht Ihr zunächst einen
geschlängelten Graben, dann ein „Metallungeheuer“,
welches jedoch viel, viel älter ist, als die Straße und der Graben
mit der Ihr hier Bekanntschaft macht. Begebt Euch die 264 Meter
dorthin. Euer Fahrrad dürft Ihr dorthin mitnehmen, benutzt aber
bitte in keinem Fall ein Auto! Zwar gibt es kein diesbezügliches
Verbotsschild, jedoch ist dies keine öffentliche Straße, sondern
ein Zuweg für Landmaschinen, die aufgrund ihrer Beschaffenheit dort
auch nicht stecken bleiben können. Ihr findet an der besagten
Stelle einen Hinweis auf das Final. Der Hinweis ist
deutlich als solcher erkennbar, muss jedoch
entschlüsselt werden (schlichtes logisches Denken, keine
Hilfsmittel außer dem GPS-Gerät notwendig). Der Hinweis muss genau
an der Stelle, wo Ihr ihn gefunden habt, verbleiben. Befingert Ihn
nicht mehr als nötig...
3. Station / Final
Die Schwierigkeit zum Erreichen des Finals ist von Jahreszeit zu
Jahreszeit sehr unterschiedlich. Besonders im Frühjahr und Sommer
darf auf keinen Fall Getreide zertrampelt werden. Begebt Euch also,
wenn notwendig, auf alle Viere und „los geht´s“ mit der
lustigen Dschungelpartie für Groß und Klein. Sind die Felder
abgeerntet, ist es möglich, das Final erhobenen Hauptes zu
erreichen. Ausrutscher sind bei Schmuddelwetter jedoch zu
Befürchten, so dass Ihr vielleicht besser keine
Sonntagskleidung tragen solltet ;-) Am Final angekommen
befindet Ihr Euch am Ende einer Kampumfriedung, der sich
ursprünglich bis zum nächsten Gehöft in Südrichtung erstreckte und
den man darum den „Langen Kamp“ nannte. Der kärgliche
Rest wird auch heute noch immer so bezeichnet.
Ihr braucht nicht zu klettern, um das Micro-Döschen zu
finden. Nach dem Loggen bitte die Micro-Dose besonders im Winter
windsicher wieder an die entsprechende Stelle stopfen. Am Final
angekommen ist leicht zu erkennen, warum das wichtig ist, denn auch
hier gibt es von Zeit zu Zeit neugierige Muggel. - Good
Hunting!