Das Wildenburger Land, im nördlichsten Zipfel von
Rheinland-Pfalz, gehört zu den waldreichsten Gebieten in
Deutschland.
Mit dieser losen Folge von mehr oder weniger langen Runden
möchte ich euch diese außergewöhnliche, alte Grenzregion näher
bringen und euch zu den schönsten Plätzen meiner Heimat führen.
Der dritte Cache meiner Serie führt euch zu den Zeugnissen der
äußerst bewegten Geschichte, die diese Grenzregion geprägt hat.
Auslöser für diese Runde ist eine Geschichte aus meiner Jugend,
die mich damals sehr fasziniert hat.
Wie im Umfeld des Cachens nicht anders sein kann, ging es dabei
natürlich um einen sagenumwobenen Schatz. Der Sage nach soll er in
einer alten Burgruine versteckt sein, die sich auf dem "Burgberg"
befindet.
Nicht nur uns Kinder hat diese Geschichte fasziniert. Viele
gestandene Männer haben sich, mit Metallsuchgeräten ausgerüstet,
auf die Suche nach dem Schatz gemacht - natürlich ohne Erfolg.
Was bleibt, ist ein wunderschöner Platz mit Resten aus einer
längst vergangenen Zeit, der sich an einem strategisch exzellent
gewählten Platz weit oben über einer Doppelschlinge der Wisser
befindet.
In der einschlägigen, ziemlich raren, Literatur zu der
Vergangenheit des Wildenburger Landes (Stumme Zeugen, Albert
Solbach, Dr. Herbert Nicke, ISBN 3-9312521.47-0) finden sich auch
Deutungen auf eine weitaus ältere Vergangenheit dieser Ruine.
Betrachtet man dann noch den zweiten Höhepunkt der Runde, eine alte
Ringwall-Anlage, dann ist die Entstehung in der Zeit, als die
Kelten hier lebten, wohl durchaus möglich.
Beide Stummen Zeugen zeigen eindrucksvoll, wie
bewegt die Vergangen des Wildenburger Landes wohl gewesen ist.
Letztlich war es immer eine Grenzregion, was wohl auch an der hier
verlaufenden Wasserscheide liegt.
Bis auf den Abstecher zur "Burg" und zum Ringwall müsst ihr die
gut ausgebauten Wanderwege nicht verlassen. Nicht alle Wege sind
jedoch kinderwagengeeignet und auf gutes Schuhwerk ist zu
achten.
Bitte verfallt nicht in einen
"Goldrausch". Betretet die beiden Relikte unserer Vorfahren mit dem
nötigen Respekt! Am besten geht ihr die Runde bei
schönem Wetter an. Auch solltet ihr den Cache auf gar keinen Fall
als Nachtcache angehen. Im Gebiet wird viel gejagt und im Bereich
der Ruine gib es einige tiefe Löcher!
Parken könnt ihr bei:
N50 52.293 E7 46.703
Station 1: N50 52.104 E7 46.215
Ihr findet hier etwas, was es zur Zeit der Kelten garantiert nicht
gegeben hat.
Welchen Namen trägt die Station? Zählt die
Buchstaben.
Auf dem Weg zur Station 2 passiert ihr die Reste einer alten
Brücke.
Station 2: N50 52.055 E7 46.061
Die Kelten hätte ihre Freude an dem Metall gehabt, das hier
verwendet worden ist. Vom zweifarbigen Anstrich sind noch Reste
vorhanden. Die gesuchten Fraben wechseln einander ab (nehmt nicht
den Pfosten!).
Bildet die Summe aus der Anzahl der Buchstaben beider Farben
und bestimmt daraus die Quersumme.
Station 3: N50 51.954 E7 45.567
Hier trefft ihr auf einen recht imposanten alten Baum am Fuße des
Burgbergs, der sich von den anderen in seiner Umgebung
unterscheidet.
Welchen Buchstaben bilden die Ableger, die in den Himmel
wachsen? Habt ihr ihn gefunden? Dann bestimmt seine Stelle im
Alphabet.
Nach einem kurzen Anstieg kommt ihr zum Wegpunkt 1: N50
51.834 E7 45.673, wo wir einen kleinen Abstecher zu den
geologischen Wurzeln meiner Heimat machen. Deutlich solltet ihr die
gefalteten Sedimentschichten sehen können, auf denen das gesamte
Wildenburger Land aufbaut. Da es sich um ein recht "weiches"
Gestein handelt, können die kleinen Bäche ihr zerstörerisches Werk
problemlos durchführen und die charakteristischen Kerbtäler
graben.
Station 4: N50 51.690 E7 45.622
Jetzt befindet ihr euch wieder auf der Talsohle am Bett der Wisser.
Von hier aus könnt ihr die Wand einer Lagerhalle sehen, im Sommer
müsst ihr evtl. etwas näher ans Ufer gehen.
Welche Farbe dominiert die Wand? Bitte zählt die
Buchstaben.
Aber jetzt wollen wir den Burgberg stürmen. Auf eurem Weg findet
ihr die nächste Station.
Station 5: N50 51.486 E7 45.777
Ein alter Baum weist euch den Weg. Er nennt euch eine Zahl.
Wie lautet diese?
Nach dem kurzen Ausflug auf das Gelände der Gemeinde Morsbach
und einem steilen Anstieg erreicht ihr den Mikro bei der Höferburg,
am besten über
Wegpunkt 2: N50 51.630 E7 45.846 und
Wegpunkt 3: N50 51.710 E7 45.798.
Station 6: N50 51.835 E7 45.745
Sucht nach einem Schatz. Es ist zwar nicht der Schatz der Kelten,
in einem Mikro befindet sich aber eine Zahl, die ihr noch
braucht.
Wie lautet Sie?
Folgt dem Weg und ihr erreicht nach wenigen Metern die Reste der
Burg.
Seit bitte äußerst vorsichtig, wenn ihr
den Weg verlasst. Es gibt viele Löcher, Gruben (auch von
Schatzsuchern) und steile Abhänge!
Deutlich sind die beiden Bauabschnitte zur erkennen. Im älteren
findet ihr noch alte Mauerreste und Schächte von Brunnen.
Genießt den Ausblick, der sich euch vom vorderen Wall aus bietet
(Hochsitz). In Richtung 1° Wahr befindet sich der Hollenstein (2,8
km). Bei 8° Wahr und 7,3 km seht ihr das Knöpfchen und bei 93° Wahr
und 924m ist unser nächstes Ziel. Die Ringwall-Anlage.
Burgen liegen üblicherweise an schwer zugänglichen Stellen. So
auch die, deren Reste ihr jetzt gesehen habt. Aus diesem Grund kann
ich euch keinen Rundweg bieten und muss euch darum bitten, den Weg
den ihr gekommen seid, noch einmal ein kurzes Stück zu gehen.
Meine Empfehlung für die weitere Strecke geht über die
Abzweigung bei
Wegpunkt 4: N50 51.556 E7 45.938.
Solltet ihr etwas mehr Zeit haben, dann empfehle ich euch einen
kleinen Umweg über
Wegpunkt 5: N50 51.419 E7 45.974,
der euch mit einer wunderschönen Aussicht auf Morsbach belohnt. Von
dort geht es dann über
Wegpunkt 8:N50 51.416 E7 46.005
weiter zu Wegpunkt 6.
Den nächsten Mikro erreicht ihr am einfachsten über
Wegpunkt 6: N50 51.593 E7 46.186 und
Wegpunkt 7: N50 51.744 E7 46.412.
Station 7: N50 51.899 E7 46.483
Wenn ihr diesen Punkt erreicht habt, dann seit ihr schon weit in
die alte Befestigungsanlage vorgedrungen. Der erste, noch deutlich
zu erkennende, Wall liegt hinter euch. Auch den Zweiten habt ihr
passiert. Jetzt befindet ihr euch auf der vordersten Spitze der
Verteilungsanlage.
Wenn man den Berg hinunter schaut, so kann man noch weitere
Terrassen erkennen. Leider ist die Anlage in einem äußerst
schlechten Zustand und wird wohl bald nur noch zu erahnen sein.
Der hier versteckte Hinweis liefert euch den Wert für den
letzten Buchstaben. Wie lautet er?
Genießt etwas die besondere Atmosphäre an diesem alten
Platz und löst dabei doch die kleine Rechenaufgabe.
N 50
5(10-A).(2-B)(2*C)+(D-2)
E 007
4(5+E).(F+G-3)*10
Habt ihr ihn gefunden? Dann folgt einfach dem Weg talwärts. Er
bringt euch sicher zum Ausgangspunkt zurück.
Anfangsinhalt
- Logbuch mit Bleistift, Radiergummi und Spitzer (bleiben im
Cache)
- Urkunde für FTF.STF und TTF
- nostalgische Blechkarte Audi
- Bleikristall Schmetterlingsdose
- Wackelschwein
- kleines elektronisches Spiel