Gotteshäuser - St. Ulrich in Sindorf
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Katholische Kirche St. Ulrich in Sindorf:
Die spätgotische Hallenkirche aus dem 15. Jahrhundert besteht aus
einem Mittelschiff und zwei Seitenschiffen sowie einem Chor im
Osten und einem vorgelagerten Westturm.
Das 1484 feierlich geweihte Gebäude ist heute noch erhalten, wird
jedoch nur noch zu kleineren Anlässen wie Hochzeiten benutzt. Das
Langhaus des vermutlich romanischen Vorgängerbaus der heutigen
Kirche stürzte im 1484 ein. Der Anfang des 15. Jahrhunderts
errichtete Turm blieb erhalten. Die neue, wohl 1490 geweihte Kirche
wurde teilweise auf den Grundrissen der alten Kirche errichtet. Die
Architektur der dreischiffigen Hallenkirche mit drei Jochen ist
insofern ungewöhnlich, als die Breite der Kirche ihre Länge
übertrifft. Die hohen Maßwerkfenster, die die Halle beleuchten,
sind erneuert. An die Halle schließt sich westlich der gedrungene
Turm an, dessen Südseite in das Kirchenschiff führt. Eine
eingezogene, achtseitige Haube krönt den massiven Westtum, der aus
der Achse des Mittelschiffs nach Norden verschoben ist. Die beiden
Seitenschiffe werden in voller Länge von einem Walmdach überspannt,
das in das Hautdach leitet. Das Dach über dem Chor trägt einen
kleinen Dachreiter. Der rechteckig an das Mittelschiff angebaute
Chor wird durch ein Chorpolygonal geschlossen.
Die Wappendarstellungen des seinerzeitigen Erzbischofs von Köln,
Hermanns von Hessen, sowie der Scheiffart von Merode als der Herren
von Hemmersbach, die in den Gewölbekonsolen des Chores zu sehen
sind, lassen auf Stiftungen für den Bau schließen.
1805 wurde die Kirche durch ein Feuer schwer verwüstet. Unter
anderem wurden die Glocken, von denen eine nach der Überlieferung
von Peter Zehnpfennig aus dem Jahr 1454 stammen soll, ein Raub der
Flammen. Ob der Versuch, als Ersatz die Glocken aus St. Cyriakus zu
bekommen, das 1807 als Pfarre aufgelöst wurde, erfolgreich endete,
ist eher zweifelhaft. 1850 konnten mit Hilfe zahlreicher
Stifterinnen und Stifter drei neue Glocken angeschafft werden. Für
die große, 1000 kg schwere Elisabeth-Glocke im Schlagton e, deren
Inschrift neben den Stiftern auch an die im Feuer zerstörten alten
Glocken erinnert, hatte erneut Gräfin Elisabeth Berghe von Trips
gespendet, außerdem Bürgermeister Hermann Josef Dünnwald. Die
Inschrift auf der Glocke Anna, 700 kg schwer und im Schlagton fis,
nennt fünf Paten, die 450 kg schwere Glocke Maria, Schlagton gis,
hatte 3 Paten. Die Glocken wurden 1942 zum Einschmelzen nach
Hamburg gebracht, konnten aber 1946 unversehrt nach Sindorf
zurückkehren. Nach Fertigstellung der neuen Kirche wurden die alten
Glocken aus St. Ulrich in den Turm der neuen Pfarrkirche gebracht.
1866 richtete ein Blitzschlag große Schäden am Turm von St. Ulrich
an. Ende des 19. Jahrhunderts angestrebte Planungen zur Erweiterung
der Kirche wurden wohl wegen des unter Denkmalschutz stehenden
Chores nicht realisiert.
Im Zweiten Weltkrieg entstand an der Kirche durch Artillerietreffer
schwerer Schaden, der nach dem Krieg mit freiwilligen
Arbeitskräften behoben wurde. Bei Restaurierungsarbeiten konnten an
den Innenseiten der Chorfenster Wandbilder mit
Heiligendarstellungen und Schriftbändern freigelegt werden, die
offensichtlich aus der Bauzeit der Kirche Ende des 15. Jahrhunderts
stammen. Auch das achtseitige Taufbecken aus Rotsandstein, 111 cm
hoch mit einem Durchmesser von 87 cm, wurde vermutlich für den
spätgotischen Neubau angefertigt
Seit 1956 ist St. Ulrich die Nebenkirche der neu erbauten Kirche,
die nach einem Gelöbnis von Pfarrer Stratmann aus dem Jahr 1943 St.
Maria Königin geweiht wurde.
Quelle:
http://www.kirchenmusik-sindorf.de/kirchen/sanktulrich/index.html
Gotteshäuser-Serie:
Dies ist eine neue Cacheserie, wie sie auf dem Kasseler Geocacher
Stammtisch am 04.03.05 beschlossen wurde. Dabei sollen Caches in
der Nähe von Gotteshäusern ausgelegt werden, die entweder
historisch oder architektonisch eine Besonderheit darstellen. Es
ist hierbei völlig egal, welcher Religion diese Häuser angehören.
Jeder der an dieser Serie teilnehmen möchte, kann dies tun. Er
sollte sich jedoch an die einheitliche Schreibweise halten, damit
die einzelnen Caches der Serie zuzuordnen sind. Außerdem ist dieser
Absatz zu kopieren und mit in die Beschreibung aufzunehmen.
Zusätzlich sollte man wenn möglich, eine Beschreibung des Ortes
liefern, damit man auch etwas über dieses Gotteshaus erfahren kann.
Der Cache ist bitte so zu verstecken, dass er die Würde des Ortes
nicht verletzt. Gegebenenfalls ist er so zu platzieren, dass er
über eine Wegpunktprojektion zu finden ist und die eigentlichen
Koordinaten auf das Gebäude selbst weisen.
Bitte den Stift zum loggen nicht vergessen und viel Spass bei
diesem Cache!
Additional Hints
(Decrypt)
Cyöcc