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PIDING - Kapellen und Flurdenkmäler II - Multi-Cache

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sergeant_tom: gone

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Hidden : 1/23/2008
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


Wappen

PIDING  - Kapellen und Flurdenkmäler II -
by sergeant_tom

Pestsäule


DIE PESTSÄULE BICHLBRUCK



GESCHICHTE ZUM THEMA:

Noch heute befinden sich eine Reihe von Wegkapellen und Flurdenkmälern in der Pidinger Flur, ja sie haben sich sogar vermehrt. Die stummen Zeugen bayerischer Frömmigkeit prägen unverwechselbar unser Landschaftsbild. Diese Bildstöcke, Betsäulen, Wegkapellen und Marterl, einschliesslich der Kirchen und Klöster, wurden aber nicht nur zur >>Verschönerung der Landschaft<< errichtet, sondern alle diese Bau - und Flurdenkmäler haben ihre eigene Geschichte. Nicht nur Oberbayern ist reich an diesen Zeugen frommer Erinnerungen, sondern auch das Frankenland und Tirol. Der Ursprung dieser Erinnerungsdenkmäler reicht in die graue Vorzeit zurück. Im Hochmittelalter musste mancher arme Sünder, der aus dem Affekt heraus jemand getötet hatte, an der Stelle des Tatortes ein schweres Sühnekreuz aus Stein aufstellen lassen. Am Oberhögl, in der Kapelle des Lachlbauern, oder am Wegrand zwischen Jechling und Anger, steht ein solches Sühnekreuz.

Im Laufe der Zeit wurden diese steinernen Kreuze abgelöst durch Bildstöcke. Statt dieser klobigen Sühnesteine entstanden kunstvoll geformte Bildsäulen mit einem tabernakelförmigen Aufbau, der ein Kruzifix oder eine Heiligendarstellung enthielt. Das Bild als Andachtsfigur wurde oft mit Datum, Widmung und Sinnsprüchen oder mit Bildauszügen versehen. Diese Bildstöcke wurden also zur Andachtsverrichtung, als Erinnerung an Verstorbene und als Sühnemal aufgestellt. Die Blütezeit der Flurdenkmäler reicht vom späten 16. bis Anfang des 19. Jahrhunderts.

Erstellt wurden sie nun nicht mehr allein als Sühnezeichen, sondern man hatte sie auch aufgrund einer Erretung vor grosser Not durch ein Gelübde *ex voto* -als Weihegabe- versprochen, indem man ein bleibendes Zeichen der Dankbarkeit setzte. Die Votivtafeln erinnern daher an manchen Unfall, Unwetter und an all die schlimmen Pestjahre. Besonders gern wurde an Wegkreuzungen ein Bildstock oder ein Marterl aufgestellt. Nach alter Überlieferung durften Mörder und Selbstmörder und manch ein Anderer aus den verschiedensten Gründen nicht in geweihter Erde bestattet werden. Ihre Seelen trafen sich daher mit Vorliebe an den Wegkreuzungen.

Darum dachte man auch an diesen Orten mittels der Marterl und Kapellen an die "Armenseelen". Besonders Salzfuhrleute mussten bei jeder Witterung unter heute unvorstellbar primitiven Wegverhältnissen weit hinaus, erlebten manches Unglück, brachten unbekannte Krankeiten mit, hatten aber auch wiederum Glück im Unglück. Diese Beweggründe formten sie kunstvoll in Stein und Holz, und die Votivbilder erinnern uns an ihren ursprünglichen Sinn. Hinzu kommt das damalige unverfälschte Gefühl für Raum und Landschaft, wie das tiefe Wissen um die schnelle Vergänglichkeit des Menschen. Die Stifter setzten daher alle Baudenkmäler wie diese Sühnezeichen, Armenseelentafeln, Kreuzsäulen oder die "einfachen Marterln" nicht einfach schmucklos in die freie Landschaft, sondern pflanzten Bäume und Sträucher herum und setzten Ruhebänke, die den Vorübereilenden zu einer kurzen Rast und zu einem Gebet einluden. Am häufigsten finden wir die Marterln. Der Name ist auf das Mittelhochdeutsche marter, martel = Kreuz, Kruzifix, als Zeichen des Leidens Christi zurückzuführen. Wetterkreuze wiederum wurden zum Schutz der Felder und Fluren aufgestellt. Denn seit alter Zeit wurzelt im Volk der Glaube, dass das Kreuz die gefürchteten Schauer, das Haglwetter abwehrt und zwar, soweit es die Flut überschaut.


All die vielen Generationen von Bauern, Handwerkern, Pflegern und Geistlichen, die anschliessend in den Hof und Familiengeschichten in Erinnerung gebracht werden, hatten unsere Heimat von der Naturlandschaft durch die kunstvollen Bauten der Kirchen, Klöster und der kleinen Flurdenkmäler erst zur Kulturlandschaft erhoben.

(Quelle: Max Wieser, ehem. Bürgermeister, Heimatpfleger und Ehrenbürger von Piding)  




 DER CACHE:

Hallo Cacher-Gemeinde,

wie Ihr oben bereits gelesen habt, handelt mein neues Thema von den oft gesehenen, selten aber genau beachteten Kapellen und Flurdenkmälern meiner Heimatgemeinde Piding.

Auch aus starkem Eigeninteresse heraus, wohl aber auch für die Mühen unseres Heimatpflegers Max Wieser, möchte ich Euch an ein paar der schönsten und ältesten Flurdenkmäler Pidings führen. Die Caches dort werden allesamt nicht von hohem Schwierigkeitsgrad und schnell zu finden sein. Multistage-Caches dieser Serie werden immer nur 2 Stages (1 x Question to answer + Final-Stage) haben und sind von kurzer Zeitdauer und Wegstrecke.

Teil II der Serie handelt von der so genannten


Pestsäule Bichlbruck

Diese Pestsäule an der Bichlbrucker Strasse in Piding ist ein Bildstock aus dem Jahre 1707.
Der Pfeiler ist aus Konglomeratstein.
Die Pestsäule Bichlbruck wurde früher auch als Laternenmaterl bezeichnet, da dort immer ein Licht brannte.

Leider ist die Umgebung der nun schon über 300 Jahre alten Pestsäule nicht gerade die schönste geworden, sie befindet sich aber immer noch an der ursprünglichen Stelle.


Nun zu Euren Aufgaben, welche dieses Mal ein wenig anders sind:

Fahrt den in den Header-Koordinaten angegebenen Referenzpunkt bei:

N 47° 46.408
E 012° 55.309

an.

Von hier aus setzt Ihr die Fahrt auf der Bichlbrucker Str. weiter fort, bis Ihr die Pestsäule sehen könnt. Stellt Euer Fahrzeug ab und begebt Euch direkt zum Laternenmaterl. Euer GPS-Gerät sollte nun eine 3-stellige Entfernung zum Referenzpunkt anzeigen.

Hinweis:  Wenn Ihr über einen Bahnübergang gefahren seid, habt Ihr das Laternenmaterl verfehlt.

Die 1. Ziffer von links  = X

Stellt nun den Standort der Pestsäule fest

Die 1. Ziffer der Nordkoordinate hinter dem Punkt  = Y

Die 1. Ziffer der Ostkoordinate hinter dem Punkt  = Z


Der Cache befindet sich bei den Koordinaten:


N 47° 46.Y(Y + Y/2)Z
E 012° 55.(140 x X) + (Y/2)

winterfest versteckt.

So.....das war es auch schon wieder.


Wie bei allen Caches in bewohntem Gebiet rate ich Euch:

Vorsicht beim Heben und Zurücklegen des Caches!!

Bitte bringt den Schatz wieder genau an Ort und Stelle.


Wie immer wünsche ich Euch viel Erfolg und jede Menge Spass.

Euer

sergeant_tom

Additional Hints (Decrypt)

Vz Mjrvgra

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)