An den
Startkoordinaten steht Ihr vor dem ehemaligen Gaswerk von
Heiligensee, genauer gesagt vor dessen
Beamtenhaus.
Als eins der wenigen
Dörfer außerhalb Berlins hat sich die Gemeinde Heiligensee 1909 ein
eigenes Gaswerk geleistet. Die weitere
Besiedlung der Gegend außerhalb des Dorfangers sollte durch die
fortschrittliche Versorgung mit "Leucht- und Kochgas"
vorangetrieben werden. Neben dem Dorf
Heiligensee wurden auch die Kolonien Konradshöhe, Joersfelde und
Tegelort versorgt. Auch konnten jetzt
Straßenlaternen errichtet werden. Ein Laternenmann mit Fahrrad und
Leiter auf dem Rücken zündete sie abends an und löschte sie jeden
Morgen wieder.
Nach der
Eingemeindung Heiligensees im Jahre 1920 wurde das Gaswerk am
31.10.1923 wegen Unwirtschaftlichkeit stillgelegt. Vorher hatte man
eine Gasleitung unter der Havel hindurch zum Gaswerk Spandau
gelegt, das nun die Versorgung übernahm.
3 der 4
damaligen Gebäude sind noch gut erhalten und werden genutzt:
das ehemalige Beamtenhaus und links daneben das Apparatehaus
und das Ofenhaus. Der große Gasbehälter wurde kurz nach der
Stilllegung abgerissen.
Vom Beamtenhaus
ca. 160 Meter entfernt gibt es eine Aussichtsplattform am Ufer des
Heiligensees. Dort könnt Ihr gleich am Eingang oben auf die Dose
zugreifen, aber vorsichtig, sonst haben wir bald einen versunkenen
Schatz.
Die Plattform war
längere Zeit wegen Baufälligkeit gesperrt. Dank einiger engagierter
Bürger konnte sie im November 2007, neu aufgebaut, wieder eröffnet
werden.
Wenn man mal einen
Blick unter die Brücke wirft, erkennt man ein verschlossenes Tor.
Das liegt daran, dass sich der See seit 1907 in Privatbesitz (z.Zt.
Erbengemeinschaft Voormann) befindet. Er darf nicht mit Motorbooten
befahren werden, für sonstige Boote muss man jährlich eine Plakette
erwerben.
Der See ist übrigens
9 Meter tief und umfasst eine Fläche von 350.000 m². Dies hier ist
die einzige frei zugängliche Stelle.
Die Sandhausener
Brücke wurde damals so groß gebaut, um von Lastkähnen passiert
werden zu können. Diese sollten das projektierte Wasserwerk auf der
gegenüberliegenden Seeseite (heute Kolonie Seebad)
versorgen.
Die befestigten
Uferanlagen dafür (das heutige "Bollwerk") wurden fertiggestellt,
das Wasserwerk wurde dann allerdings doch in Stolpe-Süd gebaut und
ist dort noch heute in Betrieb. So fortschrittlich war Heiligensee
dann doch nicht. Der Cache kann auch auf Opencaching.de geloggt
werden.