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Historisches Gaswerk Multi-Cache

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mottlamott: Leider fehlt die Zeit für Wartungen.

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Hidden : 1/23/2008
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:

Mini-Multi mit Gaswerk und Seeblick


An den Startkoordinaten steht Ihr vor dem ehemaligen Gaswerk von Heiligensee, genauer gesagt vor dessen Beamtenhaus.

Als eins der wenigen Dörfer außerhalb Berlins hat sich die Gemeinde Heiligensee 1909 ein eigenes Gaswerk geleistet. Die weitere Besiedlung der Gegend außerhalb des Dorfangers sollte durch die fortschrittliche Versorgung mit "Leucht- und Kochgas" vorangetrieben werden. Neben dem Dorf Heiligensee wurden auch die Kolonien Konradshöhe, Joersfelde und Tegelort versorgt. Auch konnten jetzt Straßenlaternen errichtet werden. Ein Laternenmann mit Fahrrad und Leiter auf dem Rücken zündete sie abends an und löschte sie jeden Morgen wieder.
Nach der Eingemeindung Heiligensees im Jahre 1920 wurde das Gaswerk am 31.10.1923 wegen Unwirtschaftlichkeit stillgelegt. Vorher hatte man eine Gasleitung unter der Havel hindurch zum Gaswerk Spandau gelegt, das nun die Versorgung übernahm.
3 der 4 damaligen Gebäude sind noch gut erhalten und werden genutzt: das ehemalige Beamtenhaus und links daneben das Apparatehaus und das Ofenhaus. Der große Gasbehälter wurde kurz nach der Stilllegung abgerissen.


Vom Beamtenhaus ca. 160 Meter entfernt gibt es eine Aussichtsplattform am Ufer des Heiligensees. Dort könnt Ihr gleich am Eingang oben auf die Dose zugreifen, aber vorsichtig, sonst haben wir bald einen versunkenen Schatz.


Die Plattform war längere Zeit wegen Baufälligkeit gesperrt. Dank einiger engagierter Bürger konnte sie im November 2007, neu aufgebaut, wieder eröffnet werden.

Wenn man mal einen Blick unter die Brücke wirft, erkennt man ein verschlossenes Tor. Das liegt daran, dass sich der See seit 1907 in Privatbesitz (z.Zt. Erbengemeinschaft Voormann) befindet. Er darf nicht mit Motorbooten befahren werden, für sonstige Boote muss man jährlich eine Plakette erwerben.

Der See ist übrigens 9 Meter tief und umfasst eine Fläche von 350.000 m². Dies hier ist die einzige frei zugängliche Stelle.

Die Sandhausener Brücke wurde damals so groß gebaut, um von Lastkähnen passiert werden zu können. Diese sollten das projektierte Wasserwerk auf der gegenüberliegenden Seeseite (heute Kolonie Seebad) versorgen.

Die befestigten Uferanlagen dafür (das heutige "Bollwerk") wurden fertiggestellt, das Wasserwerk wurde dann allerdings doch in Stolpe-Süd gebaut und ist dort noch heute in Betrieb. So fortschrittlich war Heiligensee dann doch nicht. Der Cache kann auch auf Opencaching.de geloggt werden.

Additional Hints (No hints available.)